- US-Händler verdienten 630.000 Dollar mit Wetten auf Maduros Gefangennahme, bevor dies öffentlich bestätigt wurde.
- Drei neue Krypto-Wallets verwandelten kleine Wetten in enorme Gewinne auf Prognosemärkten.
- Gesetzgeber planen Regeln, um Insidergewinne bei Prognosemarktverträgen zu verhindern.
In den USA ansässige Händler erzielten im Januar große Gewinne, nachdem sie auf die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro auf Prognosemarktplattformen gewettet hatten. Die Wetten wurden vor der öffentlichen Bestätigung des Ereignisses platziert.
Mehrere Händler setzten darauf, dass Maduro bis Ende Januar gefangen genommen oder entmachtet werden würde. Nachdem die Behörden seine Inhaftierung bestätigt hatten, wurden diese Verträge ausgezahlt, was Gewinne erzielte, die in einigen Fällen Hunderttausende Dollar erreichten.
Laut Lookonchain machten drei digitale Geldbörsen zusammen einen Gewinn von 630.484 US-Dollar aus. Eine Wallet verwandelte etwa 34.000 Dollar in fast 410.000 Dollar, eine andere aus 25.000 Dollar etwa 145.600 Dollar und eine dritte aus 5.800 Dollar 75.000 Dollar.
Vorhersagemärkte ermöglichen es Nutzern, Verträge zu handeln, die an reale Ergebnisse gebunden sind. Jeder Vertrag wird mit einem festen Wert ausgezahlt, wenn das Ereignis eintritt, und bei null, wenn nicht. Die Preise schwanken, da Händler kaufen und verkaufen, je nach der kollektiven Marktwahrnehmung der Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses.
In den Maduro-Kontrakten implizierten die Preise für einen Großteil der Handelsperiode eine geringe Wahrscheinlichkeit. Das änderte sich schnell in den Tagen vor der Eroberung, als die Preise stark stiegen. Händler, die früh zu niedrigeren Preisen einstiegen, erzielten die größten Gewinne, sobald das Ergebnis bestätigt war.
Informationsfluss und Marktdebatte
Der Zeitpunkt der Wetten sorgte für Aufsehen, da die Preise vor der offiziellen Bestätigung stark anstiegen. Lookonchain stellte fest, dass alle drei Wallets nur wenige Tage vor den Wetten erstellt wurden und keine vorherige Handelshistorie hatten, was auf ein ungewöhnliches Muster hindeutet, das für gewöhnliche Einzelhändler nicht typisch ist.
Einige Beobachter bezweifelten, ob Händler privilegierte Einblicke hatten, anstatt sich ausschließlich auf öffentlich zugängliche Informationen zu verlassen. Obwohl keine Hinweise auf Verstöße gegen Regeln deutet, verdeutlichte die Situation Bedenken hinsichtlich eines ungleichen Informationszugangs.
In den USA werden Prognosemärkte als Rohstoffe und nicht als Wertpapiere reguliert. Plattformen sagen, sie verbieten den Handel mit nichtöffentlichen Informationen und überwachen Manipulationen, obwohl sich die Regeln noch weiterentwickeln.
Die Episode zeigte auch die Rolle kryptobasierter Systeme. Plattformen wie Polymarket nutzen Blockchain-Technologie und Stablecoins, um Transaktionen über Grenzen hinweg abzuwickeln. Obwohl die Märkte selbst keine Kryptowährungen sind, verlassen sie sich auf Technologie digitaler Vermögenswerte.
Neues Gesetz zum Insiderhandel
Unterdessen führten die Gewinne aus den Wetten auf Maduro dazu, dass US-Abgeordnete strengere Regeln vorschlugen. Abgeordneter Ritchie Torres kündigte Pläne zur Einführung des Public Integrity in Financial Prediction Markets Act von 2026 an, der darauf abzielt, Bundesbeamte und politische Ernannte daran zu hindern, von Prognosemärkten zu profitieren, während sie nichtöffentliche Informationen besitzen.
Das Gesetz würde die Teilnahme an Verträgen auf Plattformen wie Polymarket und Kalshi verbieten und mit ethischen Schutzmaßnahmen nach dem STOCK Act übereinstimmen.
Befürworter der Gesetzgebung sagen, das Ziel sei es, die Marktintegrität zu bewahren und den Missbrauch privilegierter Informationen zum persönlichen Vorteil zu verhindern, und betonen, dass Vorhersagemärkte öffentliche Einblicke sammeln sollten, anstatt als Möglichkeiten zur Ausnutzung von Insider-Zugang zu dienen.
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