- Adam Back kritisierte BIP-110 und sagte, Filteränderungen könnten das Design von Bitcoin schädigen.
- Befürworter argumentieren, dass das Filtern von Ordinals-Daten die Blockchain-Überlastung und Risiken verringern könnte.
- Kritiker warnen, dass erzwungene Upgrades ohne Konsens Nutzer und Innovationen stören könnten.
Eine neue Debatte ist in der Bitcoin-Community entstanden, nachdem Blockstream-CEO Adam Back öffentlich die vorgeschlagene BIP-110-Korrektur für den „Ordinals-Filter“ kritisiert hat und argumentierte, dass der Plan das Kerndesign und die Funktionalität der Nutzer von Bitcoin schädigen könnte. Die Diskussion zeigt wachsende Meinungsverschiedenheiten darüber, wie das Netzwerk mit zunehmenden Dateninschriften umgehen soll, oft als „Spam“ bezeichnet, die durch Ordinals-Transaktionen entstehen.
Streit über das Filtern von Blockchain-Daten
Befürworter von BIP-110 glauben, dass das Filtern bestimmter Arten von nicht-finanziellen Datentransaktionen die Blockchain-Überlastung verringern und das Einbetten kontroverser Inhalte in Blöcke einschränken könnte. Sie argumentieren, dass Filterung keine Zensur, sondern eine technische Maßnahme ist, die darauf abzielt, die primäre Rolle von Bitcoin als monetäres Netzwerk und nicht als allgemeingültiges Datenspeichersystem zu bewahren.
Kritiker, darunter Adam Back, sind dem entschieden anderer Meinung. Back erklärte, dass Versuche, Filteränderungen ohne breiten Netzwerkkonsens zu erzwingen, die Bitcoin-Governance untergraben könnten, was zu überhasteten Upgrades, temporären Forks und Störungen bestehender Funktionen führen könnte. Er argumentierte außerdem, dass es praktisch unmöglich sei, unerwünschte Daten vollständig vom Eintritt in die Blockchain fernzuhalten, da Bitcoin als erlaubnisfrei und zensurresistent konzipiert wurde.
„Freiwillige, zensurresistente, dezentrale Systeme sind schwer zu zensieren. Absichtlich. BIP110 ändert daran nichts, es ist leichtsinnig und kaputt mehrere Dinge für normale Nutzer“, sagte Back.
Bedenken hinsichtlich der Nutzerwirkung und Innovation
Back warnte, dass aggressive Filterregeln unbeabsichtigt die derzeit verwendeten Tools und kommende Innovationen auf Basis von Bitcoin-Skripting-Technologien beeinträchtigen könnten. Seiner Ansicht nach riskieren Vorschläge, die versuchen, die Netzwerkregeln schnell zu ändern, häufiger reguläre Nutzer zu schädigen als das Spam-Problem zu lösen. Einige Befürworter beschreiben BIP-110 jedoch nur als einen frühen Schritt, der bei Bedarf im Laufe der Zeit angepasst werden kann.
Bedenken über 55 % Aktivierungsschwelle
Back kritisierte speziell Vorschläge, die bestimmte Protokolländerungen mit etwa 55 % Miner- oder Netzwerkunterstützung aktivieren könnten, und argumentierte, dass Bitcoin-Upgrades historisch auf überwältigender Konsens statt auf knappen Mehrheiten beruhten. Seiner Ansicht nach könnte die Senkung der Aktivierungsschwelle einen Präzedenzfall schaffen, bei dem kontroverse Änderungen ohne breite Zustimmung durchgesetzt werden, was langfristige Governance-Risiken für das Netzwerk schaffen könnte.
Er bezeichnete die Idee, Upgrades durch beschleunigte Zeitpläne, „Flag-Day“-Aktivierungsmethoden oder temporäre Soft-Fork-Ansätze zu erzwingen, als alarmierend und warnte, dass solche Maßnahmen bestehende Funktionen stören und sogar unbeabsichtigte Folgen für Nutzer riskieren könnten.
Bislang wurde zu BIP-110 noch kein Konsens erzielt, und die Diskussion zwischen Entwicklern, Minern und Node-Betreibern wird fortgesetzt.
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