- Arthur Hayes warnt Bitcoin-Investoren, auf eine geldpolitische Lockerung der Fed zu warten, bevor sie in den Markt eintreten.
- Hayes sagt, dass erneute Gelddrucke und wachsende Liquidität Bitcoin über 100.000 Dollar treiben könnten.
- Geopolitische Spannungen und Marktkorrelationen könnten Bitcoin vor der Erholung unter 60.000 $ drücken.
Der ehemalige BitMEX-CEO Arthur Hayes hat bei Bitcoin-Investoren zur Vorsicht aufgerufen und gewarnt, dass die Kryptowährung weitere Abwärtskurse erleben könnte, bevor sie von einer breiteren, liquiditätsgetriebenen Rallye profitieren kann.
In einem kürzlichen Interview im Coin Stories-Podcast sagte Hayes, er werde den Kauf von Bitcoin mit begrenztem Kapital verschieben, bis die US-Notenbank wieder zur monetären Lockerung umstellt und die großflächige Geldschöpfung wieder aufnimmt.
Fed-Liquiditätszyklus zentral für den Bitcoin-Ausblick
Hayes rahmte Bitcoins langfristige Entwicklung um einen Liquiditätszyklus, den er als durch die US-Fiskalpolitik und die Maßnahmen der Zentralbanken geprägt beschrieb. Laut Hayes wird der wichtigste Katalysator für eine nachhaltige Rallye sein, dass die Zentralbanken ihre Liquidität durch erneutes Gelddruck ausweiten.
„Wenn ich jetzt 1 Dollar zum Investieren hätte, würde ich ihn dann in Bitcoin investieren? Nein. Ich würde warten“, sagte Hayes während des Interviews.
Er fügte hinzu, dass sich seine Strategie ändern werde, sobald die Geldpolitik lockert wird und die Zentralbanken die Geldmenge wieder ausbauen. Seiner Ansicht nach ist der entscheidende Treiber für Bitcoins nächsten großen Schritt nicht der geopolitische Konflikt selbst, sondern die monetäre Reaktion, die folgen könnte.
Hayes stellte fest, dass einige Beobachter zwar argumentieren, dass der Krieg den Bitcoin-Preis stützt, der relevantere Faktor jedoch die Liquidität ist, die durch Staatsausgaben und monetäre Expansion geschaffen wird.
Jüngste Entwicklungen bei der Federal Reserve könnten auf eine frühe Verschiebung in diese Richtung hindeuten. Im Dezember begann die Fed, ihre Bilanz durch sogenannte „Reservemanagement-Käufe“ zu erweitern. Diese Maßnahme erfolgte, nachdem Spannungen auf den kurzfristigen Finanzierungsmärkten entstanden waren und eine Abkehr vom quantitativen Straffungsprogramm markierten, das die Liquidität seit 2022 um etwa 2,4 Billionen US-Dollar reduziert hatte.
Geopolitische Risiken und Marktkorrelation bleiben weiterhin Bedenken
Trotz dieser politischen Kursänderung sagte Hayes, dass die Vorteile einer erhöhten Liquidität in den Bitcoin-Märkten noch nicht vollständig sichtbar seien.
Hayes verwies außerdem auf geopolitische Spannungen, einschließlich des anhaltenden Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, als möglichen Auslöser für einen breiteren Druck an den Finanzmärkten. Seiner Ansicht nach könnten langanhaltende Konflikte zu groß angelegten Verkäufen von Aktien und Kryptowährungen führen.
Er warnte, dass solche Bedingungen Bitcoin unter das 60.000-Dollar-Niveau drücken könnten, was potenziell zu kaskadierenden Liquidationen auf dem Markt führen könnte. Bitcoin wurde am 6. Februar kurzzeitig über 60.000 $ gehandelt, bevor es sich in einen Aufwärtstrend erholte.
Analysten sind sich in der kurzfristigen Entwicklung von Bitcoin uneinig
Hayes hielt eine positive langfristige Prognose für Bitcoin und erklärte, dass er erwartet, dass der Vermögenswert schließlich 100.000 US-Dollar überschreiten wird, und prognostizierte zuvor einen Preis von 250.000 US-Dollar bis 2026.
Er sagte jedoch, es bleibe ungewiss, ob der Markt seinen Tiefpunkt erreicht hat. Hayes deutete außerdem an, dass die jüngste Erholung von Bitcoin in Richtung 74.000 Dollar eng mit Bewegungen der US-Technologieaktien zusammenhängt, was darauf hindeutet, dass der Vermögenswert sich noch nicht vollständig von den traditionellen Märkten entkoppelt hat.
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