- ASIC identifiziert regulatorische Lücken bei digitalen Vermögenswerten und Krypto-Dienstleistungen als Risiko für 2026.
- Nicht lizenzierte Beratung und unklare Aufsicht werfen Bedenken hinsichtlich des Verbraucherschutzes auf.
- KI-gesteuerte Betrügereien und Cyberbedrohungen erhöhen den Druck auf die Finanzaufsichtsbehörden.
Die australische Unternehmensaufsichtsbehörde hat Lücken in der Aufsicht über Kryptowährungen als ein zentrales Risiko für 2026 identifiziert. Die Australian Securities and Investments Commission hat diese Sorge in ihrer jüngsten Risikobewertung des Finanzsystems dargelegt . Die Übersicht behandelt aufkommende Bedrohungen im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten, künstlicher Intelligenz und Veränderungen in der Marktstruktur.
Lücken in der Krypto-Aufsicht hervorgehoben
ASIC erklärte, dass regulatorische Lücken bei digitalen Vermögenswerten, einschließlich Kryptowährungen, zunehmende Risiken für Verbraucher und Märkte darstellen. Die Aufsichtsbehörde stellte fest, dass die rasche Innovation bei kryptobezogenen Produkten und -Dienstleistungen die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen überholt hat, sodass die Aufsicht in einigen Bereichen unklar bleibt.
Laut ASIC haben diese Lücken das Risiko für nicht lizenzierte Finanzberatung, irreführendes Verhalten und Verbraucherexposition gegenüber Produkten erhöht, die am Rande der Regulierung agieren. Die Aufsichtsbehörde erklärte, dies sei besonders besorgniserregend für Personen, die mit Finanzdienstleistungen nicht vertraut sind und die Risiken möglicherweise nicht vollständig verstehen.
ASIC fügte hinzu, dass zwar einige Krypto- und Fintech-Unternehmen derzeit außerhalb der Regulierung rechtmäßig agieren, die Entscheidung darüber, ob neue Produktkategorien unter Lizenzregime fallen sollten, jedoch bei der Regierung liege.
Gleichzeitig warnte die Aufsichtsbehörde, dass bestimmte Unternehmen aktiv versuchen, außerhalb der regulatorischen Grenzen zu bleiben, was zu Unsicherheit und ungleichmäßigem Verbraucherschutz beiträgt.
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Digitale Vermögenswerte Teil des umfassenderen Systemdrucks
Bedenken hinsichtlich der Krypto-Aufsicht sind Teil eines größeren Sets systemweiter Risiken, die für 2026 identifiziert wurden. ASIC erklärte, dass anhaltende Belastungen bei den Lebenshaltungskosten, steigende Haushaltsschulden und anhaltende geopolitische Spannungen die Volatilität im australischen Finanzsystem zunehmen.
Der Regulator verwies außerdem auf die Ausweitung privater Märkte, einschließlich privater Kredite, wo Privatanleger nun niedrigere Investitionsschwellen und begrenzte Transparenz haben. ASIC erklärte, dass eingeschränkte regulatorische Berichterstattung außerhalb des Altersvorsorgesektors die Sichtbarkeit verringert und potenzielle Risiken für Investoren erhöht.
KI und Cyberkriminalität erhöhen regulatorische Herausforderungen
ASIC erklärte, dass Fortschritte in der künstlichen Intelligenz Finanzdienstleistungen transformieren und gleichzeitig einen Anstieg von KI-gestützten Betrügereien und Cyberkriminalität antreiben. Verbraucher sind zunehmend automatisierten Entscheidungen und KI-gesteuerten Interaktionen ausgesetzt, die Verhaltensfehler ausnutzen können.
Die Aufsichtsbehörde erklärte, dass die Meldung an die Australian Cyber Security Hotline zunehmende Cybervorfälle aufweist, was die Bedenken hinsichtlich Datenpannen, Cyberangriffen und unzureichendem Krisenmanagement verstärkt. Altsysteme, die Abhängigkeit von Drittanbietern und leistungsfähigere Bedrohungsakteure erhöhen weiterhin Cyberrisiken im gesamten Sektor.
ASIC forderte Unternehmen und Lizenzinhaber von Finanzdienstleistungen auf, Risikomanagement-Rahmenwerke zu stärken, die operative Resilienz zu testen und Schwachstellen im Zusammenhang mit externen Dienstleistern zu adressieren.
Altersvorsorge und Risiken durch Verbraucherschäden
ASIC wies auch operative Ausfälle im Altersvorsorgesektor als großes Anliegen für 2026 hervor. Probleme wie verzögerte Schadensbearbeitung, schwache IT-Systeme, Cyber-Schwachstellen und Betrugsrisiken haben zu finanziellen Schäden geführt und das Vertrauen in das System geschwächt.
Die Aufsichtsbehörde erklärte, die Risiken steigen, da voraussichtlich in den nächsten zehn Jahren fast drei Millionen Australier Anspruch auf ihre Altersvorsorge erhalten werden. In diesem Zeitraum werden voraussichtlich mehr als 750 Milliarden australische Dollar von der Anhäufung in den Ruhestand übertragen.
ASIC äußerte außerdem Bedenken hinsichtlich aggressiver Marketing- und standardisierter Beratungsmodelle, die Altersvorsorge in komplexe, risikoreiche Investitionen verwandeln. Die Aufsichtsbehörde teilte mit, dass mehrere Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit zusammengebrochenen Investitionsanlagen laufen und weiterhin mit Regierung und Verbrauchergruppen zusammenarbeiten, um rechtliche und regulatorische Lücken zu schließen.
Blick in die Zukunft
Die Risikobewertung hob zudem den Druck auf Versicherer nach extremen Wetterereignissen, Risiken im Zusammenhang mit alternder Marktinfrastruktur wie dem CHESS-System sowie Bedenken hinsichtlich der Qualität der Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung hervor.
ASIC erklärte, dass die Identifizierung dieser Risiken die regulatorischen Prioritäten für 2026 leitet, da sie Verbraucher schützen und Vertrauen, Integrität und Zuversicht in das australische Finanzsystem aufrechterhalten möchte.
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