- Binance steht seit 2024 erneut unter Beobachtung wegen 1 Milliarde Dollar bei Tron-basierten Tether-Transaktionen.
- Mehrere leitende Compliance-Mitarbeiter sind gegangen, was Bedenken hinsichtlich interner Aufsicht auslöst.
- Zhao verteidigt Binance und beruft sich auf AML-Tools und breitere Branchenerkennungsgrenzen.
Neue Vorwürfe haben Binance wieder unter regulatorische Beobachtung gestellt, während die Börse weiterhin unter Aufsicht der US-Regierung operiert. Berichten zufolge haben interne Ermittler nach der Einigung des Unternehmens im Jahr 2023 Transaktionen identifiziert, die mit iranischen Unternehmen in Verbindung stehen.
Die Ergebnisse deckten Berichten zufolge Aktivitäten zwischen März 2024 und August 2025 ab. Neben den Compliance-Bedenken warfen die Entwicklungen auch Fragen zur Führungsstabilität und internen Kontrollen an der weltweit größten Krypto-Börse auf.
Quellen, die in jüngster Berichterstattung zitiert wurden, sagten, Ermittler hätten mehr als eine Milliarde Dollar an Transaktionen mit Tether auf der Tron-Blockchain zurückverfolgt. Berichten zufolge eskalierten sie die Bedenken durch interne Berichte.
Allerdings verließen mindestens fünf Compliance-Mitarbeiter das Unternehmen ab Ende 2025. Mehrere hatten einen Hintergrund im Strafvollzug und leiteten weltweite Finanzuntersuchungen. Zusätzlich sind in den letzten Monaten weitere leitende Compliance-Beamte ausgestiegen.
Binance lehnte es ab, Personalangelegenheiten und laufende Ermittlungen zu besprechen. Das Unternehmen erklärte, es bleibe verpflichtet, in jeder Gerichtsbarkeit, in der es tätig ist, die Einhaltung von Sanktionen einzuhalten. Darüber hinaus erklärte Binance, weiterhin mit Strafverfolgungspartnern zusammenzuarbeiten, um Nutzer und das gesamte Ökosystem zu schützen.
Zhao reagiert auf narrative Behauptungen
Changpeng Zhao, Mitbegründer von Binance und ehemaliger CEO, stellte öffentlich die Erzählung rund um die Abgänge in Frage. Er sagte, der Artikel stütze sich auf anonyme und möglicherweise voreingenommene Quellen.
Außerdem argumentierte Zhao, dass man alternative Erklärungen für die Entlassungen schaffen könne. So schlug er beispielsweise vor, Kritiker könnten behaupten, die Ermittler hätten potenzielle Verstöße nicht verhindert.
Zhao betonte außerdem, dass Binance jede Transaktion mit mehreren Drittanbieter-Anti-Geldwäsche-Tools überprüft. Diese Werkzeuge stimmen oft mit den von Strafverfolgungsbehörden verwendeten Systemen überein. Daher deutete er an, dass jede angebliche Aufsicht breitere Branchenerkennungsgrenzen widerspiegeln würde und nicht isolierte interne Versagen.
Zhao trat 2023 zurück, nachdem er sich schuldig bekannt hatte, keine ordnungsgemäße Aufsicht umgesetzt zu haben. Später verbüßte er eine viermonatige Haftstrafe. Folglich trat Binance unter CEO Richard Teng in eine neue Compliance-Phase ein.
Aufsicht, Politik und interne Veränderungen
Die gemeldeten Entlassungen fielen mit politischen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten zusammen. Präsident Donald Trump hat bestimmte Krypto-Kontrollmaßnahmen zurückgenommen.
Außerdem gewährte er Zhao im Oktober nach Lobbyarbeit eine Begnadigung. Binance unterstützte außerdem das Krypto-Projekt der Trump-Familie, World Liberty Financial, bei der Einführung eines Stablecoin.
Bemerkenswert ist, dass Binance weiterhin seine Compliance-Belegschaft erweitert. Das Unternehmen kündigte Pläne an, sein Vollzeit-Compliance-Team auf 645 Mitarbeiter auszubauen. Beobachter stellen jedoch nun infrage, ob allein das Personalwachstum eine effektive Aufsicht gewährleistet.
Die Führung von Binance hat seit der Einigung in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar eine regulatorische Reife zugesagt. Dennoch zeigen erneute Vorwürfe, dass der Austausch weiterhin unter intensiver Beobachtung stattfindet. Die kommenden Monate könnten darüber entscheiden, ob Binance sein Compliance-Rahmenwerk stabilisiert oder zusätzlichem regulatorischem Druck ausgesetzt ist.
Verwandt: Valentinstag: US-Staatsanwalt warnt die Öffentlichkeit, vor Liebesbetrügereien vorsichtig zu sein
Disclaimer: The information presented in this article is for informational and educational purposes only. The article does not constitute financial advice or advice of any kind. Coin Edition is not responsible for any losses incurred as a result of the utilization of content, products, or services mentioned. Readers are advised to exercise caution before taking any action related to the company.