- Das 90-Tage-Kaufkraftverhältnis ist auf das Zyklustief von etwa -0,086 gefallen.
- Die Stablecoin-Reserven von Binance fielen seit November von 50,9 Milliarden auf 41,4 Milliarden US-Dollar.
- Der kurzfristige Verkaufsdruck lässt nach, aber die Liquidität bleibt knapp.
Bei Binance entfaltet sich etwas Wichtiges, und es dreht sich um die Liquidität. Laut CryptoQuant ist das 90-Tage-Kaufkraftverhältnis der Börse, das Stablecoin-Reserven mit Bitcoin-Ausflüssen vergleicht, auf -0,086 gefallen. Das bedeutet, dass die Menge an verfügbarem Stablecoin-„Trockenpulver“ auf Binance auf dem niedrigsten Stand seit über einem Jahr liegt.

Das letzte Mal, dass das Verhältnis ähnliche Werte erreichte, war im Juli und August 2024. Damals steckte Bitcoin zwischen 54.000 und 68.000 Dollar fest, und die Marktstimmung war schwankend. Innerhalb weniger Monate stieg BTC bis Dezember auf 102.000 US-Dollar.
Zum Zeitpunkt des Schreibens befindet sich Bitcoin im Minus und wird auf etwa 63.000 $ gehandelt.
Die Liquidität wird knapper
Gleichzeitig sind die Stablecoin-Reserven von Binance stetig zurückgegangen. Seit Mitte November haben fast 10 Milliarden Dollar in Stablecoins die Börse verlassen. Die Reserven sind von 50,9 Milliarden auf 41,4 Milliarden Dollar gesunken, ein Rückgang von etwa 18 %.
Das bringt Binance wieder auf das Liquiditätsniveau, das zuletzt im Oktober 2024 zu sehen war.

Stablecoin-Reserven fungieren als Stellvertreter für die Kaufkraft. Wenn die Reserven steigen, deutet das darauf hin, dass Investoren sich darauf vorbereiten, Kapital einzusetzen. Wenn sie fallen, signalisiert das meist eine geringere Risikobereitschaft.
Binance hält immer noch etwa 64 % aller Stablecoins an Krypto-Börsen. Wenn sich die Liquidität auf einer Plattform dieser Größe verschiebt, ist das also wichtig.
Kurzfristiger Stress, langfristiges Gleichgewicht
Kurzfristig ist das 7-Tage-Kaufkraftverhältnis stark nach unten geschlagen und erreichte Mitte Februar extreme Werte. Das spiegelt den enormen Verkaufsdruck wider.
Das 30-Tage-Verhältnis hat sich jedoch bereits wieder in Richtung neutrales Terrain erholt, was darauf hindeutet, dass die akute Verkaufswelle abkühlen könnte.
Unterdessen bleibt das 365-Tage-Verhältnis bei +0,038 positiv. Das bedeutet, dass das breitere strukturelle Gleichgewicht zwischen Zu- und Abflüssen nicht zusammengebrochen ist. Mit anderen Worten: Der Druck wirkt eher zyklisch als systemisch.
Das größere Makrobild
Auch die Liquiditätsbedingungen werden von allgemeineren wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst. Beamte der Federal Reserve haben angedeutet, dass starke Arbeitsmarktdaten eine stabile Zinsführung unterstützen könnten. Ein strafferes monetäres Umfeld begrenzt typischerweise Zuflüsse in Risikoanlagen wie Krypto.
Gleichzeitig rotiert das Kapital in Aktien und Rohstoffe, insbesondere da der KI-Sektor wächst und Edelmetalle steigen.
Was kommt als Nächstes?
Kryptomärkte bewegen sich historisch in Zyklen von Kompression und Veröffentlichung. Die aktuellen Daten zeigen eine verminderte Kaufkraft und sinkende Stablecoin-Reserven. Das kann kurzfristig als Gegenwind wirken. Ähnliche Strukturen in der Vergangenheit gingen jedoch großen Aufwärtsbewegungen voraus.
Der entscheidende Faktor ist nun, ob Stablecoin-Zuflüsse zurückkommen. Ein Aufbau von Reserven auf Binance würde auf frische Liquidität in den Markt hindeuten, und das ist oft der Treibstoff für die nächste Rallye.
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