- CMLNs bewegten 2025 16,1 Milliarden US-Dollar in Krypto und verarbeiteten täglich etwa 44 Millionen US-Dollar in 1.799+ Wallets.
- Die illegalen Zuflüsse zu CMLNs wuchsen seit 2020 um 7.325 × schneller als zu zentralisierten Börsen.
- Anbieter wechseln nach Maßnahmen die Plattform und verdeutlichen damit die Grenzen der reinen Durchsetzung von Plattformen.
Chinesischsprachige Geldwäschenetzwerke (CMLNs) bearbeiteten laut einem Vorschaukapitel des Chainalysis 2026 Crypto Crime Report im Jahr 2025 schätzungsweise 16,1 Milliarden US-Dollar an illegalen Kryptowährungsgelder. Die Aktivität entspricht etwa 44 Millionen US-Dollar pro Tag in mehr als 1.799 aktiven Geldbörsen, was die Größe und den industriellen Charakter dieser Aktivitäten unterstreicht.
Chainalysis-Daten zeigen, dass chinesischsprachige Geldwäschenetzwerke inzwischen etwa 20 % der bekannten illegalen Krypto-Waschaktivitäten der letzten fünf Jahre ausmachen. Der Bericht weist außerdem darauf hin, dass die Zuflüsse in diese Netzwerke seit 2020 7.325-mal schneller gewachsen sind als die illegalen Zuflüsse zu zentralen Börsen, was eine Abkehr von börsenbasierten Waschrouten unterstreicht.

Sechs Diensttypen definieren das CMLN-Ökosystem
Chainalysis identifizierte sechs Hauptdienstleistungskategorien im chinesischsprachigen Geldwäschenetzwerk-Ökosystem. Dazu gehören Running-Point-Broker, Geldmule, informelle Over-the-Counter-Dienste, Black U-Dienste, Glücksspielplattformen sowie Krypto-Mixing- oder Swapping-Dienste.
Black-U-Dienste und glücksspielbezogene Dienste fragmentieren große Transaktionen in kleinere Beträge, um der Entdeckung zu entgehen, während OTC-Dienste kleinere Überweisungen in größere Beträge bündeln, um in Finanzsysteme integriert zu werden. Garantieplattformen wie Huione und Xinbi fungieren als Marktplätze und Treuhandzentren für Anbieter, kontrollieren jedoch nicht direkt die Waschaktivitäten und wurden von den Gesamtwertschätzungen ausgeschlossen.
Schnelle Skalierung und operative Infrastruktur
Der Bericht weist auf die rasche Skalierung dieser Operationen hin. Die Black U-Dienste erreichten innerhalb von 236 Tagen 1 Milliarde US-Dollar an bearbeiteten Geldern, während OTC-Dienste 1.136 Tage benötigten. Geldmuliere und Geldbewegungsdienste wuchsen allmählich, was die Einschränkungen der manuellen Verarbeitung widerspiegelte. Insgesamt verarbeitete das Ökosystem im Jahr 2025 fast 44 Millionen Dollar pro Tag.
Chainalysis stellte zudem strukturelle Ähnlichkeiten zwischen den Anbieterplattformen fest, was auf koordinierte oder zentralisierte Betriebsmodelle hindeutet. Diese Netzwerke verbinden On-Chain-Automatisierung mit krimineller Infrastruktur außerhalb der Kette, was schnelle Verarbeitung und eine breite geografische Reichweite ermöglicht, einschließlich gemeldeter Aktivitäten in ganz Afrika.
Durchsetzungsmaßnahmen und laufende Risiken
Jüngste Durchsetzungsmaßnahmen umfassen Sanktionen gegen die Prince Group, die Einstufung der Huione Group durch FinCEN als primäres Geldwäscheproblem sowie beratende Maßnahmen gegen chinesische Geldwäschenetzwerke. Der Bericht stellt jedoch fest, dass Anbieter nach Störungen häufig auf alternative Plattformen umsteigen, um die Kontinuität des Betriebs zu gewährleisten.
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass koordinierte öffentlich-private Zusammenarbeit, Blockchain-Analysen und Informationsaustausch weiterhin notwendig sind, um Geldwäsche-Betreiber zu identifizieren und zu stören, anstatt nur Plattformen anzuvisieren.
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