- Das Weiße Haus sagt, dass das Verbot der Stablecoin-Renditen die Bankkredite nur um 0,02 % erhöhen würde.
- Der Bericht zeigt, dass Stablecoins Einlagen innerhalb des Systems verschieben, anstatt die Liquidität der Banken zu entziehen.
- Politiker sehen Stablecoins als Teil der Finanzen und nicht als direkte Bedrohung für die Bankkredite.
Ein neuer Bericht des Council of Economic Advisers (CEA) des Weißen Hauses stellte fest, dass ein Verbot der Rendite auf Stablecoins nur einen marginalen Einfluss auf traditionelle Bankkredite hätte.
Der Bericht wurde am 8. April 2026 über die offizielle Webseite des Weißen Hauses veröffentlicht . Sie stellt die Behauptungen von Bankgruppen direkt in Frage, dass zinstragende Stablecoins Einlagen aus dem Finanzsystem erheblich entziehen könnten.
Das Zinsverbot erhöht die Bankkredite nur um 0,02 %
Im Zentrum der Analyse steht der GENIUS-Gesetz, der im Juli 2025 in Kraft getreten ist. Das Gesetz verlangt, dass Stablecoins vollständig eins-zu-eins mit Reserven gedeckt sind und verbietet Emittenten, Zinsen oder Rendite an Inhaber anzubieten.
Laut dem Modell der CEA würde die Abschaffung der Stablecoin-Rendite die Bankkredite nur um 2,1 Milliarden Dollar erhöhen, was einem Anstieg der Gesamtkreditvergabe um 0,02 % entspricht. Der Großteil dieses Anstiegs käme von großen Banken. Gemeinschaftsbanken würden einen kleineren Anteil ausmachen.
Selbst unter extremen und unwahrscheinlichen Annahmen, wie etwa dem sechsfachen Wachstum des Stablecoin-Marktes und vollständiger Bindung in nicht verleihbaren Bargeldreserven, würde der Gesamtanstieg der Kreditvergabe 531 Milliarden US-Dollar erreichen, also etwa 4,4 %. Der Bericht stellt jedoch fest, dass solche Bedingungen „unglaubwürdig“ seien.
Das Fazit ist, dass eine Renditebeschränkung wenig dazu beiträgt, die Kreditvergabe zu steigern, was für renditentragende Stablecoins spricht.
Stablecoins formen Lagerstätten um, nicht zerstören sie
Unterdessen erklärt der Bericht, dass Stablecoins nicht zwangsläufig Geld aus dem Bankensystem entfernen. Stattdessen verändern sie, wie Einlagen verteilt und verwendet werden.
Wenn Nutzer Dollar in Stablecoins umwandeln, werden diese Mittel typischerweise in Vermögenswerte wie kurzfristige US-Staatsanleihen umgezahlt oder bei anderen Banken eingezahlt. In vielen Fällen bleibt der Gesamtbetrag der Einlagen im gesamten Bankensystem unverändert.
Die eigentliche Auswirkung liegt darin, wie diese Ablagerungen behandelt werden. Wenn Stablecoin-Reserven in hochliquiden, vollständig abgesicherten Vermögenswerten gehalten werden, unterstützen diese möglicherweise nicht die Kreditvergabe auf die gleiche Weise wie traditionelle Fractional-Reserve-Einlagen.
Da jedoch die meisten Emittenten einen großen Anteil der Rücklagen an Staatsanleihen einteilen, zirkuliert ein Großteil der Liquidität weiterhin im Finanzsystem.
Verbrauchsvorteile, die durch Ertragsbeschränkungen verloren gehen
Während das Renditeverbot darauf abzielt, Kapitalflucht von Banken in Stablecoins zu verhindern, argumentiert die CEA, dass dies Kosten für die Verbraucher hat.
Stablecoins bieten Vorteile wie 24/7 weltweite Abwicklung und Exponierung gegenüber risikoarmen Vermögenswerten wie Schatzwechsel. Wenn die Rendite oft über Vermittler weitergeleitet wird, können Nutzer Renditen erzielen, die mit denen von Hochzinskonten vergleichbar sind.
Der Bericht hebt hervor, dass ein Verbot der Rendite diese Vorteile entziehen würde, ohne bedeutende Gewinne für die Bankkredite zu erzielen. Sie schätzt eine Netto-Sozialhilfe von etwa 800 Millionen Dollar, was die Ansicht untermauert, dass die Politik mehr schaden als nützen könnte.
Schlupflöcher und die Debatte über den CLARITY Act
Trotz der Beschränkungen des GENIUS Act existieren yield-ähnliche Belohnungen weiterhin durch Drittanbietervereinbarungen. Zum Beispiel bieten Plattformen wie Coinbase Anreize für Stablecoin-Bestände, die durch Umsatzbeteiligungsvereinbarungen mit Emittenten finanziert werden.
Dies ist zu einem zentralen Thema in laufenden Gesetzesdebatten rund um den vorgeschlagenen CLARITY Act geworden, der solche Third-Party-Belohnungen entweder vollständig verbieten oder sie im regulatorischen Rahmen formalisieren könnte.
Das Ergebnis bleibt ungewiss, da Meinungsverschiedenheiten zwischen der Kryptoindustrie und der Bankenlobby den Fortschritt verzögert haben.
Bankenlobby vs. Weißes Haus
Die Schlussfolgerungen der CEA stehen in starkem Kontrast zu Prognosen von Bankgruppen wie der Independent Community Bankers of America, die warnten, dass Stablecoins zu Verlusten von bis zu 1,3 Billionen Dollar an Einlagen und 850 Milliarden Dollar an Krediten führen könnten, wenn renditttragende Produkte zugelassen werden.
Die vom Weißen Haus unterstützte Analyse weist diese Befürchtungen jedoch als übertrieben zurück. Sie betonte, dass Stablecoins die Kreditvergabe aufgrund ihrer Funktionsweise und der aktuellen politischen Lage nicht wesentlich stören werden.
Letztlich hebt der Bericht hervor, dass politische Entscheidungsträger Stablecoins inzwischen als Teil des Finanzsystems und nicht mehr als direkte Bedrohung für Banken sehen.
Verwandt: Ripple prognostiziert ein Stablecoin-Volumen von 33 Billionen US-Dollar bei XRP Tokyo 2026
Disclaimer: The information presented in this article is for informational and educational purposes only. The article does not constitute financial advice or advice of any kind. Coin Edition is not responsible for any losses incurred as a result of the utilization of content, products, or services mentioned. Readers are advised to exercise caution before taking any action related to the company.