- Die VAE schließen die Aktienmärkte für zwei Tage, nachdem iranische Streiks die Spannungen verschärft haben.
- Der Öl steigt stark an, da die Störungen in der Straße von Hormus die globale Energieversorgung bedrohen.
- Bitcoin erholt sich, aber große Altcoins fallen angesichts zunehmender geopolitischer Unsicherheit.
Der Nahost-Konflikt ist in eine neue Phase eingetreten und hat die globalen Finanzmärkte erschüttert.
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben die Schließung ihrer beiden Hauptbörsen, der Abu Dhabi Securities Exchange und des Dubai Financial Market, für Montag und Dienstag angekündigt, nachdem iranische Angriffe in Teilen des Golfs stattgefunden haben.
Eine schnelle Eskalation
Die Stilllegung folgt auf massive US-israelische Militäroperationen gegen iranische Standorte. In einer Erklärung sagte US-Präsident Donald Trump: „Wir haben Dinge getan, die andere nicht tun können.“
Er fügte hinzu, dass Irans Oberster Führer tot sei, und behauptete, dass „die Menschen im Iran feiern.“ Trump erklärte außerdem, dass die Militäroperationen fortgesetzt würden, „bis alle unsere Ziele erreicht sind“, und warnte das iranische Militär, „die Waffen niederzulegen oder dem sicheren Tod zu drohen.“
Iran hat mit Angriffen in der gesamten Region reagiert, darunter gemeldete Angriffe auf Häfen und Energieinfrastruktur. Zeugen berichteten Reuters, dass israelische Angriffe ein Krankenhausgebiet in der Gandhi-Straße in Teheran trafen und die Angst vor einem sich ausweitenden Krieg weiter verstärkten.
Straße von Hormus effektiv blockiert
Eine der alarmierendsten Entwicklungen ist die gemeldete Störung in der Straße von Hormus.
Täglich passieren etwa 20 Millionen Barrel Öl diesen schmalen Wasserweg, was fast 20 Prozent des weltweiten Ölangebots entspricht. Es ist auch eine wichtige Route für den Export von verflüssigtem Erdgas, insbesondere aus Katar.
Wenn dieser Korridor weiterhin blockiert oder stark gestört wird, könnten die wirtschaftlichen Auswirkungen sofort und global sein.
Öl steigt, Energiemärkte bereiten sich auf Auswirkungen vor
Die Ölpreise stiegen bei Markteröffnung stark an, stiegen bis zu 12 %, bevor sie sich mit einem Anstieg von 8 % stabilisierten. US-Rohöl wird derzeit mit etwa 72,50 US-Dollar pro Barrel gehandelt.
Analysten warnen, dass bei anhaltenden Störungen das Öl auf 100 bis 120 Dollar pro Barrel steigen könnte. Das würde die Benzin- und Dieselpreise weltweit steigen lassen und die Stromkosten in gasabhängigen Volkswirtschaften erhöhen.
Fluggesellschaften, Reedereien und Hersteller würden mit steigenden Treibstoffkosten konfrontiert sein. Für Verbraucher könnte das innerhalb weniger Wochen zu höheren Transport- und Warenpreisen führen.
Gold und Silber steigen, während Anleger Sicherheit suchen
Während die Aktien fielen, stiegen die Wertemetalle stark an.
Gold stieg innerhalb der ersten Handelsstunde um etwa 2 % und erhöhte seinen Marktwert um rund 750 Milliarden US-Dollar. Er ist nun nur noch etwa 3,6 % davon entfernt, einen neuen Allzeithöchststand zu erreichen.
Silber stieg ebenfalls um mehr als 2 % und legte über 100 Milliarden Dollar Marktwert hinzu. Während geopolitischer Krisen rotieren Investoren oft aus Risikoanlagen und in traditionelle sichere Häfen wie Gold.
Aktien fallen, Märkte in den VAE schließen
Mit der geschlossenen Märkte in den VAE hat sich auch die Aufmerksamkeit auf globale Aktien verlagert.
US-Aktienfutures fallen niedriger, wobei der Nasdaq etwa 0,67 % gefallen ist und der Russell 2000 um etwa 1 % fiel. Auch die europäischen Märkte bereiten sich auf Volatilität vor.
Die Entscheidung der VAE, den Handel einzustellen, zielt darauf ab, Panikverkäufe zu verhindern und die finanziellen Bedingungen während extremer Unsicherheit zu stabilisieren.
Krypto reagiert anders
Im Gegensatz zu Aktien zeigten die Kryptomärkte gemischte Reaktionen.
Bitcoin erholte sich in den Bereich von 66.000–67.000 US-Dollar, obwohl US-Aktienfutures fielen. Einige Investoren scheinen Bitcoin als spekulative Absicherung gegen Instabilität zu betrachten, obwohl seine Bewegungen weiterhin volatil bleiben.
Altcoins sind in den letzten 24 Stunden gefallen , da der Verkaufsdruck am Markt anhielt. Ethereum ist um etwa 2,45 % gefallen, nahe 1.970 US-Dollar. Der XRP ist um über 3 % auf etwa 1,37 $ gefallen, während Solana fast 4 % gefallen ist und nahe 84 $ gehandelt wird. Cardano und Dogecoin sind ebenfalls um etwa 3 % gefallen.
Die Prognosemärkte auf Polymarket verzeichneten etwa 529 Millionen Dollar Handelsvolumen bei Verträgen, die mit möglichen US-israelischen Angriffen auf den Iran verknüpft sind. Sie wurde zu einem der größten geopolitischen Märkte der Plattform überhaupt.
Lieferketten und Inflationsrisiken
Über die Finanzmärkte hinaus bedroht der Konflikt die globalen Handelsströme.
Schifffahrtsrouten werden um Afrika umgeleitet, um die Golfregion zu umgehen, was die Lieferungen um 10 bis 14 Tage verlängert. Das erhöht die Kraftstoffkosten und Frachtpreise.
Die Kriegsrisiko-Versicherungsprämien für Schiffe sind Berichten zufolge um etwa 50 % gestiegen. Für große Schiffe bedeutet das Hunderttausende Dollar an zusätzlichen Kosten pro Reise.
Die Auswirkungen sind vielleicht nicht sofort spürbar, könnten aber stetig wachsen, wenn der Konflikt andauert.
Eine volatile Woche bevorsteht
Die Märkte reagieren nicht nur auf Schlagzeilen, sondern auch auf das Potenzial für anhaltende Störungen.
Wenn der Konflikt eingedämmt bleibt und die Schifffahrtsrouten schnell wieder geöffnet werden, könnten sich die Märkte stabilisieren. Sollten die Spannungen jedoch eskalieren oder die Störungen mehrere Wochen andauern, könnten sich die wirtschaftlichen Auswirkungen schnell verstärken.
Im Moment steigt das Öl, Gold steigt stark, Aktien stehen unter Druck, und Krypto bleibt volatil.
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