- Quantenrisiko wird diskutiert, als real angesehen, während die Vorbereitungen laufen, während manche es als FUD abtun.
- TradFi könnte früher mit Quantenrisiken konfrontiert sein, kann aber schneller aufrüsten als langsamere Blockchains.
- ETH führt den Post-Quantum-Push mit einer aktiven Roadmap an, während BTC einen langsameren Upgrade-Weg bekommt.
Bedenken darüber, dass Quantencomputing die Sicherheit von Bitcoin und Krypto zerstören könnte, sind wieder aufgetaucht. Doch die Marktteilnehmer sind weiterhin gespalten, ob die Bedrohung unmittelbar oder übertrieben ist.
BTC Optioneer auf X hat kürzlich gefragt , warum Quantenrisiko kein Hauptthema mehr ist. Analysten antworteten, dass das Risiko bestehe, der Markt aber bereits mit der Vorbereitung begonnen habe.
FUD vs. Reales Risiko
Analyst MartyPartyMusic wies die Erzählung als angstgetrieben zurück. Er argumentierte, dass Kryptoprojekte sich seit Jahren auf fortschrittliche kryptografische Angriffe vorbereiten, wobei sich Software-Updates schneller entwickeln als die Bedrohung selbst, im Gegensatz zu TradFi, das möglicherweise früher exponiert werden könnte
Die zentrale Behauptung ist, dass das Quantenrisiko nicht neu ist und die Entwicklung nicht ungenutzt war.
Andere jedoch wehrten sich. Marktteilnehmer wiesen darauf hin, dass zentralisierte Systeme in der traditionellen Finanzwelt schneller aufrüsten können als dezentrale Netzwerke wie Bitcoin und Ethereum. Protokolländerungen in der Krypto erfordern Koordination, Konsens und Zeit.
Dies schafft eine Lücke, da Banken und zentralisierte Systeme schnell patchen können, während Blockchains langsamer vorankommen.
Google Data schränkt die Zeitleiste ein
Neue Forschungen von Google haben den Zeitplan für potenzielle Quantenangriffe verkürzt . Die neuesten Schätzungen zeigen, dass das Aufknacken der Kryptographie hinter Bitcoin, insbesondere ECDLP-256, deutlich weniger Ressourcen erfordern könnte als bisher angenommen.
Die Anzahl der benötigten physischen Qubits ist auf unter 500.000 gesunken, eine etwa 20-fache Reduktion. Auch die Ausführungszeit hat sich verbessert. Theoretisch könnte ein ausreichend fortschrittlicher Quantencomputer einen Angriff innerhalb des 10-Minuten-Blockfensters von Bitcoin durchführen.
Dies öffnet die Tür für sogenannte „On-Spend“-Angriffe, die auf aktive Transaktionen abzielen. Trotzdem ist die Bedrohung nicht unmittelbar. Quantencomputer, die zu diesem Ausführungsniveau fähig sind, existieren noch nicht.
Google hat ein Ziel für die vollständige Migration zur postquantenmechanischen Kryptographie für 2029 gesetzt und warnt, dass das Vorbereitungsfenster zwar schrumpft, aber weiterhin ausreichend ist.
Ethereum steigert frühe Vorteile
Ethereum scheint in der Vorbereitung auf diese Veränderung weiter voranzukommen. Das Netzwerk finanziert seit 2018 Post-Quantenforschung und arbeitet aktiv an einem vollständigen Migrationsplan, der bis 2029 abgeschlossen sein soll.
Die Initiative umfasst Live-Testnetzwerke, dedizierte Teams und neue Signatursysteme, die für die Verarbeitung größerer postquantumischer Daten entwickelt wurden.
Der Ethereum-Forscher Justin Drake bezeichnete diese Transformation als Chance statt als Risiko. Das Ziel ist es, das erste globale Finanzsystem zu werden, das gegen Quantenangriffe geschützt ist – nicht nur vor anderen Blockchains, sondern auch vor traditionellen Systemen.
Das Hinrichtungsrisiko bleibt jedoch bestehen. Nutzer müssen Gelder an neue, quantumsichere Adressen übertragen, und verlorene Coins könnten weiterhin exponiert bleiben. Das jüngere Angebot von Ethereum verringert dieses Risiko jedoch im Vergleich zu Bitcoin.
Bitcoin steht vor einem langsameren Upgrade-Pfad
Bitcoin basiert auf derselben elliptischen Kurven-Kryptographie, steht aber vor einem komplexeren Übergang. Die Modernisierung des Netzwerks erfordert einen breiten Konsens, und seine Kultur bevorzugt Stabilität gegenüber schnellem Wandel. Obwohl es Vorschläge wie BIP-360 gibt, haben einige Analysten deren Dringlichkeit infrage gestellt.
Ein Teil des Bitcoin-Angebots, geschätzt zwischen 5 % und 15 %, befindet sich in quantenanfälligen Adressen. Dazu gehören auch frühe Münzen, die möglicherweise nie verkauft werden.
Dennoch bleiben die Anreize stark. Bei einem Wertwert von über einer Billion Dollar wird eine Migration erwartet. Die Herausforderung ist Timing und Koordination.
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