- Der ehemalige CFTC-Chef sagt, dass Banken mehr als die Kryptobranche in der Krypto-Regulierung brauchen.
- Der CLARITY Act bleibt im Senat wegen Streitigkeiten über Stablecoin-Prämien und Bankregeln ins Stocken.
- Giancarlo warnt, dass US-Banken Gefahr laufen, bei der digitalen Finanzinnovation hinter Europa und Asien zurückzufallen.
Die regulatorische Klarheit rund um digitale Vermögenswerte könnte für den traditionellen Bankensektor wichtiger sein als für Kryptowährungsunternehmen, so der ehemalige Vorsitzende der U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Chris Giancarlo.
In einer Folge des Podcasts The Wolf of All Streets, moderiert von Scott Melker, sagte Giancarlo, Banken stünden unter strukturellen Einschränkungen, die sie viel abhängiger von klaren rechtlichen Rahmenbedingungen machen, bevor sie in kryptobezogene Infrastruktur investieren.
Banken suchen klare Regeln vor größeren Krypto-Investitionen
Giancarlo erklärte, dass große Finanzinstitute kein großes Kapital in digitale Vermögensinfrastruktur investieren können, solange regulatorische Regeln unsicher bleiben. Seiner Aussage nach raten Rechtsabteilungen der Banken den Führungsteams, groß angelegte Investitionen in Kryptotechnologien zu vermeiden, bis Gesetzgeber klarere regulatorische Richtlinien vorlegen.
Er sagte, Banken müssten strikt nach Compliance-Strukturen arbeiten, was regulatorische Sicherheit als Voraussetzung für die Bereitstellung bedeutender Finanzierungen mache. Ohne klare Richtlinien riskieren Finanzinstitute rechtliche und aufsichtspolitische Komplikationen, wenn sie aggressiv in digitale Vermögensdienste einsteigen.
Giancarlo fügte hinzu, dass das Problem für Kryptowährungsunternehmen weniger dringend sei, da sie in den letzten Jahren trotz regulatorischen Drucks weiterhin Produkte entwickelt haben. Er verwies auf anhaltende Innovationen im Sektor, selbst während der Amtszeit des ehemaligen Vorsitzenden der Securities and Exchange Commission, Gary Gensler, und deutete darauf hin, dass die Kryptoindustrie bereits ihre Fähigkeit unter unsicheren regulatorischen Bedingungen unter Beweis gestellt hat.
CLARITY Act steht vor legislativem Stillstand
Die laufende politische Debatte dreht sich um den CLARITY Act, einen vorgeschlagenen Gesetzentwurf zur Struktur des US-Kryptomarktes, der regulatorische Verantwortlichkeiten definieren und Regeln für digitale Vermögensmärkte festlegen soll. Das Gesetz ist seit Januar im Senat festgefahren, da sich Gesetzgeber und Branchenvertreter über wichtige Bestimmungen uneinig sind.
Eine der umstrittensten Fragen ist, ob Stablecoin-Emittenten und Kryptoplattformen Rendite- oder Belohnungsprogramme anbieten dürfen, die an Stablecoin-Einlagen gebunden sind. Coinbase-CEO Brian Armstrong hat öffentlich Vorschläge des Senatsausschusses für Banken kritisiert, die solche Belohnungen verbieten würden.
Unterdessen haben traditionelle Finanzinstitute Bedenken hinsichtlich möglicher Einlagenabflüsse geäußert, falls Stablecoin-Prämienprogramme zugelassen werden. JPMorgan-CEO Jamie Dimon erklärte zuvor, dass Banken ein „faires Spielfeld“ anstreben und argumentierte, dass Kryptounternehmen, die einlagenähnliche Belohnungen anbieten, vergleichbare regulatorische Verpflichtungen haben sollten.
Auch die Gesetzgebungsdiskussionen haben politische Aufmerksamkeit erregt. Präsident Donald Trump hat die Banken während der Verhandlungen kritisiert und gesagt, Finanzinstitute würden den CLARITY Act als Geisel halten.
Giancarlo warnt vor globalem Wettbewerb in der digitalen Finanz
Giancarlo warnte außerdem, dass Verzögerungen bei der Einführung von Kryptowährungen weitreichende Folgen für das US-Bankensystem haben könnten. Er warnte, dass, wenn amerikanische Banken zögern, während andere Rechtsordnungen voranschreiten, die Finanzinnovation sich in andere Regionen verlagern könnte.
Seiner Aussage nach entwickeln Länder in Europa und Asien bereits die digitale Finanzinfrastruktur voran. Wenn die Vereinigten Staaten regulatorische Entscheidungen verzögern, könnten sich laut Giancarlo digitale Zahlungssysteme und blockchain-basierte Finanzkanäle anderswo entwickeln.
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