- Ethereum fällt auf 2.156 US-Dollar Intraday, bevor es sich auf 2.290 US-Dollar erholt, da 306,96 Millionen US-Dollar in Liquidationen die Hebelpositionen innerhalb von 24 Stunden auflösen.
- BitMine Immersion Technologies berichtet von über 6 Milliarden US-Dollar unrealisierter Verluste auf seinem 4,24 Millionen ETH Treasury, was das Konzentrationsrisiko bei institutionellen Inhabern unterstreicht.
- Die Erholung erfordert die Rückforderung von 2.782 US-Dollar, während ein Schlusskurs unter 2.156 US-Dollar nach unten in Richtung der 1.800-Dollar-Nachfragezone öffnet.
Der Ethereum-Preis handelt heute bei etwa 2.290 US-Dollar, nachdem er auf 2.156 US-Dollar abgebrochen ist – sein niedrigstes Niveau seit Oktober 2024. Der Crash von ETH erfolgte parallel zu Bitcoins Rückgang auf 74.500 US-Dollar, ausgelöst durch Trumps hawkische Nominierung zum Fed-Vorsitzenden und die Explosion des iranischen Hafens. Allerdings schnitt ETH deutlich hinter BTC ab und fiel über 20 % im Vergleich zu einem Rückgang von 15 %.
306-Millionen-Dollar-Liquidationswelle trifft Long-Positionen

Der Derivatemarkt trug die Hauptlast des Crashs. In den letzten 24 Stunden wurden 306,96 Millionen US-Dollar an ETH-Positionen liquidiert, davon 213,92 Millionen aus Long-Positionen und 93,04 Millionen Dollar aus Shorts. Das 2,3-fache Ungleichgewicht zeigt, dass gehebelte Bullen stark im Abseits erwischt wurden.
Das offene Interesse sank um 4,14 Prozent auf 28,12 Milliarden US-Dollar, da die Positionen zwangsweise geschlossen wurden. Das Optionsvolumen stieg um 35,54 Prozent auf 1,96 Milliarden US-Dollar, da Händler versuchten, sich auf Abwärts-Exposition abzusichern.
Bei Binance liegt das Long/Short-Verhältnis der besten Trader nach Konten bei 3,32, was bedeutet, dass die Mehrheit während des Zusammenbruchs bullisch blieb. Wenn der Hebel auf einer Seite so stark gestapelt ist, beschleunigen Liquidationskaskaden den Verkaufsdruck über das hinaus, was die Spotmärkte allein erzeugen würden.
BitMine-Verlust von 6 Milliarden Dollar deckt das Risiko institutioneller Konzentration aus
Der Crash offenbarte Schwachstellen bei institutionellen ETH-Inhabern. BitMine Immersion Technologies meldete über 6 Milliarden US-Dollar an unrealisierten Verlusten, die mit seiner 4,24 Millionen ETH Treasury-Position und Staking-Aktivitäten verbunden sind.
Das Unternehmen verfolgte einen Ethereum-lastigen Treasury-Ansatz und konzentrierte die Exponierung auf ein einziges Krypto-Asset. Präsident Erik Nelson verließ das Unternehmen während einer Phase finanzieller Belastung, was einen bedeutenden Führungswechsel markierte. BitMine hat kürzlich die autorisierten Aktien von 500 Millionen auf 50 Milliarden erweitert, was bei Investoren Bedenken über Verwässerung auslöst.
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Die Situation verdeutlicht, wie Unternehmens-Treasury-Strategien, die während der Rallye 2024 funktionierten, in der aktuellen Lage zu Verbindlichkeiten geworden sind. Jeder erzwungene Verkauf von angeschlagenen institutionellen Investoren würde den Angebotsdruck auf einen ohnehin schon schwachen Markt erhöhen.
Bollinger-Band-Zusammenbruch bestätigt Kapitulation

Im Tageschart stürzte Ethereum durch das untere Bollinger-Band bei 2.312,88 $, einem technischen Signal, das typischerweise auf überverkaufte Bedingungen oder Kapitulation hinweist. Der 20-Tage-SMA liegt bei 2.940,59 US-Dollar, der obere Bereich bei 3.568,30 US-Dollar, was zeigt, wie stark der Preis vom Durchschnitt abgewichen ist.
Der Supertrend-Indikator bleibt bei 2.782,37 $ fest bärisch. Der Preis ist nun unter die Konsolidierungsspanne im November gebrochen, die zwischen 2.800 und 3.500 US-Dollar lag, was eine strukturelle Verschiebung vom Spannenhandel hin zur Fortsetzung des Abwärtstrends bestätigt.
Das Tief von 2.156 US-Dollar entspricht einem Rückgang von 55 Prozent gegenüber den September-Hochs um etwa 4.800 US-Dollar. Der aktuelle Anstieg auf 2.290 US-Dollar bietet keine Bestätigung der Umkehr, nur eine Pause.
Ausblick: Wird Ethereum steigen?
Der Trend bleibt fest bärisch, während der Preis unterhalb des Supertrend-Niveaus handelt und das institutionelle Verkaufsrisiko weiterhin besteht.
- Bullish Fall: Ein Tagesschluss über 2.782 US-Dollar würde den Supertrend zurückgewinnen und signalisieren, dass das Tief von 2.156 US-Dollar eine Kapitulation markierte. Dieser Schritt erfordert sowohl makroökonomische Stabilisierung als auch das Vertrauen darin, dass angeschlagene institutionelle Inhaber keinen Verkauf erzwingen werden.
Bärischer Fall: Ein Schlusskurs unter 2.156 US-Dollar würde den Bruch der Unterstützung im Oktober 2024 bestätigen und die Nachfragezone von 1.800 US-Dollar offenlegen. Mit 6 Milliarden Dollar an nicht realisierten institutionellen Verlusten und makroökonomischen Gegenwinden intakt, birgt dieses Szenario eine bedeutende Wahrscheinlichkeit.
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