- Vitalik sagt, State Tree und VM verursachen über 80 % der Beweiskosten.
- Der vorgeschlagene Binärbaum könnte die Beweisgrößen um den Faktor 3 bis 4 reduzieren.
- Ein langfristiger Plan könnte EVM durch RISC-V ersetzen, um eine einfachere Ausführung zu ermöglichen.
Ethereum könnte auf sein radikalstes Redesign seit dem Start zusteuern.
In einem detaillierten technischen Vorschlag stellte Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin umfassende Upgrades vor, die darauf abzielen, das Netzwerk deutlich schneller zu verifizieren, günstiger in der Nutzung und für Zero-Knowledge-Technologie deutlich effizienter zu machen.
Im Zentrum seines Arguments steht Effizienz. „Sie sind die großen Engpässe, die wir angehen müssen, wenn wir effizienten Beweis wollen“, schrieb Buterin und bezog sich dabei auf den Zustandsbaum und die virtuelle Maschine von Ethereum. Er schätzt, dass sie zusammen mehr als 80 % der Prüfungskosten ausmachen.
Ein einfacherer, schnellerer Zustandsbaum
Buterin schlägt vor, den komplexen hexaren Zustandsbaum von Ethereum durch ein saubereres binäres Design zu ersetzen. Die Auswirkungen könnten enorm sein.
Merkle-Beweise würden drei- bis viermal kleiner werden. Die clientseitige Verifizierung wäre deutlich günstiger. Der Speicher würde in „Seiten“ gruppiert, sodass Anwendungen Daten effizienter laden und bearbeiten können, was in manchen Fällen potenziell über 10.000 Gas pro Transaktion einsparen könnte.
Für Entwickler, die Zero-Knowledge-Anwendungen entwickeln, könnte diese Änderung einen großen Engpass beseitigen. Anstatt separate Datenbäume zu erstellen, könnten Projekte direkt mit Ethereums eigenem Zustand auf eine prover-freundliche Weise interagieren.
Der Hash-Kampf: Poseidon gegen BLAKE
Buterin griff auch in die Debatte um die Hashfunktion ein. Obwohl er BLAKE als „schön und gut“ lobte, warnte er davor, die von Poseidon gebotene maßlose Effizienz zu verlieren.
Er skizzierte eine Zukunft, in der Blockbauer schnell Zustandsbeweise lokal erzeugen und umfangreichere Berechnungen an andere Orte auslagern. In diesem System könnten sogar KI-Rechenzentren in weniger als einer Minute für Ethereum umfunktioniert werden.
Eine Zukunft ohne das EVM?
Die kühnste Idee ist langfristig: die Ethereum Virtual Machine durch RISC-V zu ersetzen. „Wenn der EVM nicht gut genug ist, um die Anforderungen dieser Allgemeingültigkeit zu erfüllen, sollten wir das Problem direkt angehen und eine bessere VM bauen“, schrieb Buterin.
Viele Zero-Knowledge-Beweiser laufen bereits auf RISC-V. Die Ausrichtung der Ausführungsschicht von Ethereum an diese Architektur könnte das Protokoll vereinfachen und die Effizienz erheblich steigern.
Der Übergang wäre allmählich mit vollständiger Abwärtskompatibilität. Dies ist kein kosmetisches Update. Es handelt sich um einen strukturellen Neustart, der darauf abzielt, Ethereum schlanker, schneller und für eine nachweislastige Zukunft gebaut zu machen.
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