- Die Federal Reserve bestätigt, dass die Arbeiten an der CBDC eingestellt wurden und derzeit keine Pläne geprüft werden.
- Beamte sagen, dass es keine rechtliche Befugnis für die Ausgabe von CBDC ohne Zustimmung des Kongresses gibt.
- Der regulatorische Fokus verlagert sich auf die Überwachung digitaler Vermögenswerte und die Überwachung von Fintech-Innovationen.
Beamte der Federal Reserve haben bestätigt, dass die US-Zentralbank die Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) nicht prüft, und erklärten, dass frühere Arbeiten in diesem Bereich eingestellt wurden. Die Klarstellung erfolgte während einer Kongressanhörung, in der politische Entscheidungsträger den Stand von Initiativen für digitale Vermögenswerte sowie Exekutivdirektiven und rechtliche Einschränkungen zur Zuständigkeit der Federal Reserve untersuchten.
Während der Sitzung zitierten die Gesetzgeber eine von Präsident Donald Trump erlassene Exekutivverordnung, die Bundesbehörden anwies, alle CBDC-bezogenen Bemühungen einzustellen. Als Antwort bestätigten Vertreter der Federal Reserve, dass ihre derzeitige Position mit dieser Anweisung übereinstimmt.
Sie verwiesen auf frühere Äußerungen von Vorsitzendem Jerome Powell, der erklärt hat, dass die Entwicklung der CBDC nicht mehr im Gange sei. Er wies außerdem darauf hin, dass die Federal Reserve sich nicht als rechtlich befugt sieht, eine digitale Währung ohne ausdrückliche Zustimmung des Kongresses auszugeben. Diese Position gilt speziell für eine Einzelhandels-CBDC, die für die allgemeine Öffentlichkeit konzipiert ist.
Gleichzeitig äußerten Gesetzgeber Bedenken darüber, ob eine Großhandels-CBDC für Transaktionen zwischen Finanzinstituten noch in Erwägung gezogen wird. Die Zeugenaussagen lieferten jedoch keinen Hinweis darauf, dass solche Arbeiten aktiv laufen, was die breitere Pause bei CBDC-bezogenen Initiativen verstärkt.
Regulatorischer Fokus verlagert sich auf digitale Vermögenswerte
Obwohl die Bemühungen der CBDC eingestellt wurden, bestätigte die Federal Reserve, dass ihre Arbeit an digitalen Vermögenswerten weiterhin im Aufsichts- und Regulierungsrahmen stattfindet. Beamte erklärten, dass Risiken im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten nun in die routinemäßige Bankaufsicht integriert sind.
Im Einklang mit diesem Wandel hat die Zentralbank Maßnahmen ergriffen, um ihren regulatorischen Ansatz anzupassen. Sie hob mehrere frühere Aufsichtskommunikationen im Zusammenhang mit Krypto-Aktivitäten zurück und führte im Dezember 2025 einen überarbeiteten politischen Rahmen ein, der verantwortungsvolle Innovation unter überwachten Institutionen unterstützen soll.
Darüber hinaus haben die Regulierungsbehörden die Erwartungen hinsichtlich der Aufbewahrung von Krypto-Vermögenswerten klargestellt und Leitlinien zur Kapitalbehandlung von tokenisierten Wertpapieren gegeben. Diese Entwicklungen sind Teil der laufenden Koordination mit anderen US-Bankenaufsichtsbehörden, die sich auf die Umsetzung von Bestimmungen im Zusammenhang mit dem GENIUS Act vorbereiten.
Die Aufsicht setzt sich fort, während die Innovation voranschreitet
Beamte der Federal Reserve skizzierten zudem umfassendere Bemühungen zur Überwachung neuer Technologien, darunter künstliche Intelligenz und Bank-Fintech-Partnerschaften. Sie stellten fest, dass diese Innovationen zwar die Effizienz steigern und Finanzdienstleistungen erweitern können, aber auch ein strukturiertes Risikomanagement und eine Aufsicht erfordern.
Um dieses Gleichgewicht zu unterstützen, hat die Federal Reserve begonnen, die Transparenz in Bezug auf ihre Aufsichtspraktiken zu erhöhen. Dazu gehört die Veröffentlichung interner Betriebsprinzipien und die Veröffentlichung zuvor nicht-öffentlicher Aufsichtsmaterialien, um mehr Einblick in die Regulierung der Banken zu ermöglichen.
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