- Solomon warnt, dass die Spannungen im Nahen Osten Krypto wochenlang unter Druck setzen könnten, da die Volatilität allmählich zunimmt.
- Steigendes Öl und ein stärkerer Dollar könnten Bitcoin und andere Risikovermögen unter Druck setzen, falls die Inflation steigt.
- Matt Hougan sagt, der Israel-Iran-Konflikt habe den Vorteil von Krypto als 24/7-globaler Markt bewiesen.
Steigende Spannungen im Nahen Osten könnten laut David Solomon, CEO von Goldman Sachs, Druck auf Kryptowährungen für mehrere Wochen ausüben.
Auf einem Wirtschaftsgipfel in Sydney sagte Solomon, er sei überrascht, dass die Finanzmärkte nach Beginn des Konflikts zwischen Israel und Iran ruhig reagierten. Normalerweise können große geopolitische Ereignisse zu starken Marktausverkäufen führen, aber das ist diesmal nicht eingetreten.
Er erklärte, dass sich die Märkte oft nicht dramatisch bewegen, es sei denn, ein Konflikt bedroht das Wirtschaftswachstum eindeutig.
Solomon warnte jedoch, dass es „ein paar Wochen“ dauern könnte, bis Investoren die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen der Situation vollständig verstehen. Das bedeutet, dass die Marktvolatilität, auch bei Kryptowährungen, allmählich statt auf einmal zunehmen könnte.
Ölspitzen, Risikoanlagen unter Druck
Der sich ausweitende Konflikt hat die Ölpreise aufgrund von Angebotsbedenken bereits nach oben getrieben und die Befürchtungen verstärkt, dass die Inflation sich wieder beschleunigen könnte. Gleichzeitig sind die globalen Aktien zurückgegangen, und der US-Dollar hat sich gestärkt, da Anleger von riskanteren Vermögenswerten zu traditionellen sicheren Häfen gewechselt sind.
Die Verluste an der Wall Street sind jedoch relativ mild geblieben. Der S&P 500 ist diese Woche um weniger als 1 % gefallen, nachdem er frühere Rückgänge abgeschwächt hat.
Für Kryptomärkte, die oft als Hoch-Beta-Risiko-Vermögenswerte gehandelt werden, könnte eine verzögerte, aber kumulative Reaktion bei Aktien zu einem kurzfristigen Abwärtstrend führen. Digitale Vermögenswerte haben ebenfalls oft Schwierigkeiten, wenn der Dollar stärker wird und die Inflationserwartungen steigen, besonders wenn sich die finanziellen Bedingungen verschärfen.
Starker US-Makro-Hintergrund bietet ein Polster
Solomon betonte, dass die US-Wirtschaft abgesehen von den Spannungen im Nahen Osten weiterhin stark ist. Er verwies auf unterstützende Faktoren wie eine leichtere Geldpolitik und eine leichtere Regulierung und sagte, das Wachstum in diesem Jahr könnte sogar „ein wenig heiß werden“.
Stärkeres Wachstum und höhere Ölpreise könnten jedoch die Inflation nach oben treiben, was es der Federal Reserve erschwert, die Zinsen zu steuern. Das könnte Vermögenswerte wie Bitcoin und andere Kryptowährungen betreffen, die empfindlich auf Veränderungen der Liquidität reagieren.
Solomon warnte außerdem, dass die Kreditstandards während des langen Kreditzyklus geschwächt sein könnten. Wenn das Wachstum nachlässt oder eine Rezession beginnt, könnten diese Risiken sichtbarer werden.
KI-Disruption und Produktivitätswandel
Über Geopolitik und makroökonomische Bedingungen hinaus diskutierte Solomon auch, wie künstliche Intelligenz das Bankwesen verändert. Goldman Sachs hat kürzlich mit dem KI-Unternehmen Anthropic zusammengearbeitet, um KI-Tools zu entwickeln, die Aufgaben wie das Onboarding von Kunden automatisieren.
Solomon sagte, der kurzfristige Effekt auf Bürojobs sei „kompliziert“, aber die Gesamtzahl des Personals werde sich kaum ändern. Stattdessen könnte KI die Produktivität steigern und den Mitarbeitern ermöglichen, sich auf andere Aufgaben zu konzentrieren.
Krypto glänzt als 24/7-Markt
Unterdessen beschleunigen geopolitische Ereignisse die breite Aufmerksamkeit für die Blockchain. Matt Hougan, CIO von Bitwise, stellte in einem Blogbeitrag vom 3. März fest, dass der Israel-Iran-Konflikt eine Schwäche in den traditionellen Märkten offenbarte: Sie schließen sich. Kryptomärkte hingegen handeln rund um die Uhr.
Hougan erinnerte daran, dass die US-Angriffe auf den Iran am frühen Sonntag, dem 28. Februar, stattfanden, als die meisten globalen Märkte offline waren.
Unterdessen verzeichneten Kryptoplattformen wie Hyperliquid, tokenisiertes Gold XAUT und Prognosemärkte Rekordhandelsvolumen. Für Hougan markierte dies einen Wendepunkt, der zeigte, dass Krypto nicht nur eine Alternative ist; Es wurde zum Markt.
Er prognostiziert, dass die institutionelle Akzeptanz sich beschleunigen wird, wenn Anleger Stablecoin-Wallets einrichten und dezentrale Finanzplattformen (DeFi) erkunden. Die Blockchain-Tokenisierung von Vermögenswerten wie Aktien, Öl und Gold könnte den Handel schneller, günstiger und transparenter machen, obwohl Risiken wie Volatilität, Cybersicherheitsbedrohungen und schwächere regulatorische Schutzmaßnahmen weiterhin bestehen.
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