Haushalt 2026: Wird Indien die Krypto-Innovation im eigenen Land behalten oder sie verdrängen?

Haushalt 2026: Wird Indien die Krypto-Innovation im eigenen Land behalten oder sie verdrängen?

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Indiens erste Krypto-Ermittlungszelle wurde in Thane gegründet, um illegale Transaktionen zu bekämpfen
  • Unternehmen wünschen sich klare Regeln für digitale Vermögenswerte, um Blockchain-Projekte von Pilotprojekten in den Skalierungsbereich zu bringen.
  • Die 30 % VDA-Steuer und die 1 % TDS werden für die Schrumpfung der Onshore-Liquidität und die Verschiebung des Handels ins Ausland verantwortlich gemacht.
  • Die Führungskräfte fordern niedrigere TDS, Verlustabrechnungen und höhere Schwellen, um kleine Investoren zu schützen.

Indiens Blockchain- und Krypto-Ökosystem befindet sich in einer entscheidenden Phase. Da der Unionshaushalt 2026–27 näher rückt, hat sich die Debatte von der Frage, ob Krypto existieren sollte, hin verschoben, wie Indien Innovation, Kapital und Arbeitsplätze innerhalb seiner Grenzen halten will.

Jahrelang blieb die Blockchain-Einführung in Indien auf Pilotprojekte beschränkt. Diese Phase verblasst jetzt. Unternehmen sind bereit zur Skalierung, aber politische Unsicherheit hält sie weiterhin zurück.

Von der Spekulation zur Kerninfrastruktur

Blockchain wird nicht mehr nur als Handelswerkzeug betrachtet. Indische Unternehmen sehen es zunehmend als digitale Infrastruktur mit realen Anwendungsfällen in Zahlungen, Logistik, Identitätssystemen, Gesundheitswesen, Governance und grenzüberschreitenden Transaktionen.

Trotz dieses Wandels bleiben viele Unternehmensinitiativen im Testmodus stecken. Das größte Hindernis ist nicht die Technologie, sondern unklare Regeln zu digitalen Vermögenswerten, Compliance und Besteuerung. Ohne Klarheit haben CIOs Schwierigkeiten, langfristige Investitionen zu genehmigen oder Blockchain in Produktionssysteme zu integrieren.

Die Steuerpolitik verlagert Aktivitäten ins Ausland

Branchenführer sagen, dass das größte Hindernis weiterhin der indische Rahmen für virtuelle digitale Vermögenswerte ist, der 2022 eingeführt wurde. Eine pauschale Steuer von 30 % auf Gewinne, kein Verlustabgleich und eine an der Quelle abgezogene Steuer (TDS) auf jede Transaktion haben das Marktverhalten grundlegend verändert.

Laut Dilip Chenoy, Vorsitzender der Bharat Web3 Association, hat das aktuelle Design den heimischen Plattformen mehr geschadet als der Aufsicht geholfen.

„Das Steuersystem sieht keine Vorkehrungen für Verlustausgleich vor, und der 1 % TDS hat die Onshore-Liquidität reduziert, während ein großer Teil des Handels auf Offshore-Plattformen außerhalb der effektiven indischen Aufsicht verlagert wird“, sagte Chenoy.

Er fügte hinzu, dass dieses Ergebnis dem ursprünglichen Ziel der Regierung widerspreche, TDS für Rückverfolgbarkeit und Transparenz zu nutzen. „Sie hat konforme inländische Börsen geschwächt und die regulatorische Sichtbarkeit verringert“, sagte er.

Chenoy sieht den Haushalt 2026–27 als Chance, diese Verzerrungen zu korrigieren. „Das derzeitige Steuerdesign wirkt sich auf das breitere Blockchain-Ökosystem aus, treibt Investitionen ins Ausland und schränkt Indiens Fähigkeit ein, Innovation, Beschäftigung und verantwortungsvolles Wachstum zu erhalten“, sagte er.

Industrie setzt sich für TDS-Entlastung ein

Ashish Singhal, Mitbegründer von CoinSwitch, fordert eine deutliche Reduzierung der Transaktionssteuer.

Singhal sagte, dass eine Senkung des TDS für Krypto-Transaktionen von 1 % auf 0,01 % die Liquidität erheblich verbessern würde, ohne die Transparenz zu beeinträchtigen. Er schlug außerdem vor, die TDS-Schwelle auf ₹5 Lakh anzuheben, um kleine Investoren vor unverhältnismäßigen Auswirkungen zu schützen.

Die Regulierung ist gereift, die Politik muss aufholen

Seit 2022 hat sich die Aufsicht gestärkt. Berichtssysteme sind vorhanden, die Durchsetzung hat sich verbessert und die Steuereinnahmen aus Krypto-Transaktionen sind stetig gewachsen. Genau deshalb sollte das ursprüngliche, abschreckende Steuermodell nun neu bewertet werden, so Branchenstimmen.

Die Forderung nach Deregulierung gilt nicht nach Deregulierung, sondern nach Ausgewogenheit. Klare Regeln, faire Besteuerung und vorhersehbare Einhaltung würden es Indien ermöglichen, sich als Zentrum für konforme Krypto- und Blockchain-Innovationen zu positionieren.

Das größere Risiko ist, stillzustehen

Weltweit sind Krypto und Blockchain in den Mainstream eingedrungen. Institutionelles Kapital fließt herein, Stablecoins verarbeiten Billionen von Dollar, und die Infrastruktur wächst rasant.

Indien verfügt über die Nutzer, das Talent und die Größe, um mitzuhalten. Experten sagen, dass sie Gefahr läuft, ihre Relevanz zu verlieren.

Der Haushalt 2026–27 ist nicht mehr nur ein fiskalisches Ereignis für den Kryptosektor. Es ist ein Test, ob Indien seine digitale Vermögenswirtschaft im eigenen Land aufbauen oder sie anderswo wachsen sehen will.

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