- Arthur Hayes sagt, dass die Richtung der Kryptowährung von der Liquidität der Zentralbank abhängt, nicht von der kurzfristigen Marktstimmung.
- Japans schwacher Yen und steigende Anleiherenditen werden zu einem großen globalen Finanzrisiko.
- Hayes erwartet, dass die USA und die Federal Reserve eingreifen werden, falls sich die Instabilität in Japan ausbreitet.
Der ehemalige BitMEX-CEO Arthur Hayes sagt, dass die Richtung des Kryptomarktes in den nächsten sechs Monaten weniger von Hype geprägt sein wird, sondern mehr davon, wie globale Zentralbanken auf den wachsenden Stress in der traditionellen Finanzwelt reagieren.
In einer aktuellen Analyse verglich Hayes das heutige Finanzsystem mit einer fragilen Schneeschicht in den Bergen, die an der Oberfläche ruhig, darunter aber instabil ist. Seine Botschaft war klar: Wenn Märkte Warnsignale senden, sollten Anleger darauf achten.
Japan tritt als Druckpunkt hervor
Hayes verwies auf Japan als eine wichtige Quelle globaler Risiken. Der japanische Yen ist stark geschwächt, während die langfristigen Renditen japanischer Staatsanleihen (JGB) gestiegen sind – eine Kombination, die auf ein sinkendes Vertrauen in die finanzielle Stabilität des Landes hindeutet.

Japan ist stark auf importierte Energie angewiesen, was bedeutet, dass eine schwächere Währung den Inflationsdruck erhöht. Gleichzeitig machen steigende Anleiheriten die Staatskreditaufnahme teurer und verursachen Verluste für die Bank of Japan, die einen großen Anteil am Anleihemarkt hält.
Laut Hayes könnte dieser Kontrollverlust in Japan sich auf die globalen Märkte auswirken.
Warum die USA Japan nicht ignorieren können
Hayes argumentierte, dass die Instabilität in Japan die Vereinigten Staaten direkt bedrohe. Japanische Investoren gehören zu den größten ausländischen Inhabern von US-Staatsanleihen. Wenn die Renditen im eigenen Land attraktiver werden, könnte Japan US-Anleihen verkaufen und Kapital zurückführen, was die US-Kreditkosten steigen würde.

Mit großen Defiziten in den USA würden höhere Staatsanleihenrenditen die Finanzierungskosten erhöhen und die Wirtschaft unter Druck setzen. Das, so Hayes, erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Eingreifens der US-Behörden.
Ein Weg zum stillen Gelddruck
Hayes skizzierte, wie die Federal Reserve eingreifen könnte, ohne offiziell eine neue Runde quantitativer Lockerungen anzukündigen. Durch die Unterstützung der Währungs- und Anleihemärkte durch die Expansion der Bilanz könnte die Fed Japan stabilisieren und gleichzeitig die globale Dollar-Liquidität erhöhen.
Solche Maßnahmen, so sagte er, würden in der Praxis einer Geldschöpfung gleichkommen, auch wenn sie nicht als Konjunkturmittel bezeichnet würden.
Warum das für Bitcoin wichtig ist
Hayes ist der Ansicht, dass der langanhaltende seitliche Handel von Bitcoin erst enden wird, wenn die Liquidität ins System zurückkehrt. Historisch hat Bitcoin davon profitiert, wenn Zentralbanken ihre Bilanzen erweitern und das Angebot an Fiatgeld erhöhen.
„Wenn das Gelddrucken wieder beginnt“, sagte Hayes, „braucht Bitcoin keine Erzählung, es steigt mechanisch auf.“
Er warnte jedoch, dass ein schnell bewegender Yen zunächst Risiko-Off-Verhalten auslösen könnte, was kurzfristigen Druck auf Bitcoin auslösen könnte, bevor liquiditätsgetriebene Gewinne sichtbar werden.
Die nächsten sechs Monate: Beobachten Sie die Zentralbanken, nicht die Schlagzeilen.
Hayes sagte, Anleger sollten sich weniger auf Preisprognosen konzentrieren und mehr auf die Bilanzen der Zentralbank, insbesondere auf Anzeichen dafür, dass die Behörden eingreifen, um den Währungs- und Anleihestress zu steuern.
Hayes sagte, er erhöhe noch kein Risiko und werde auf klare Anzeichen warten, dass die Fed Geld druckt. Er plant, mehr Bitcoin nur zu kaufen, wenn die Bilanz der Fed zu wachsen beginnt. Derzeit erweitert seine Firma Zcash und hält andere DeFi-Positionen stabil.
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