- Hongkong fördert ein risikobasiertes Regime für digitale Vermögenswerte und positioniert sich gleichzeitig als reguliertes Fintech-Hub.
- Vorgeschlagene Regeländerungen könnten die 10%ige Krypto-Ausnahme für Vermögensverwalter beenden, was die Anforderungen an die Einhaltung erhöht.
- Branchenverbände warnen, dass strengere Lizenz- und Verwahrungsregeln vorsichtige Krypto-Exposition von Fonds einschränken könnten.
Hongkongs Ansatz zur Regulierung digitaler Vermögenswerte stand diese Woche im Fokus, nachdem der Finanzchef der Stadt ihre Strategie auf der globalen Bühne dargelegt hatte, während Teile der Finanzbranche Bedenken hinsichtlich vorgeschlagener Regeländerungen im eigenen Land äußerten.
Bei einem Workshop unter verschlossenen Türen während der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos, Schweiz, beschrieb der Finanzsekretär von Hongkong, Paul Chan Mo-po, das Digital-Asset-Regime der Stadt als darauf ausgelegt, Innovation mit finanzieller Stabilität in Einklang zu bringen. Chan sagte, dass Finanzen und Technologie zunehmend miteinander verbunden seien und eine Aufsicht erfordern, die die Entwicklung unterstützt und systemische Risiken berücksichtigt.
Laut Chan können digitale Vermögenswerte die Transparenz verbessern, Risikomanagementprozesse stärken und effizientere Kapitalflüsse ermöglichen. Er bekräftigte Hongkongs Regulierungsprinzip „gleiche Tätigkeit, gleiches Risiko, gleiche Regulierung“ und stellte es als Grundlage für das dar, was Beamte als verantwortungsvolle und nachhaltige Marktentwicklung ansehen. Chan sagte außerdem, dass die Regierung und die Regulierungsbehörden sich selbst als Marktermöglicher sehen, die durch Politik und Umsetzung Vorbilder setzen.
Hongkong hat in den letzten Jahren seine Rolle als regionales Fintech-Zentrum priorisiert. Chan wies darauf hin, dass die Stadt seit 2023 drei Chargen tokenisierter grüner Anleihen im Wert von insgesamt 2,1 Milliarden US-Dollar ausgegeben hat. Er verwies außerdem auf das bestehende Lizenzregime für Plattformen zum Handel mit virtuellen Vermögenswerten und auf ein Pilotprogramm, das im vergangenen November von der Hongkonger Währungsbehörde gestartet wurde und Realwerttransaktionen mit tokenisierten Einlagen und digitalen Vermögenswerten ermöglicht.
Branchenwiderstand gegen vorgeschlagene Regeländerungen
Während Beamte regulatorische Klarheit fördern, haben Branchenverbände Vorbehalte geäußert. Die Hong Kong Securities and Futures Professionals Association reichte diese Woche eine Eingabe ein, in der sie warnte, dass vorgeschlagene Änderungen traditionelle Vermögensverwalter davon abhalten könnten, sich nur begrenzt mit Kryptowährungen zu beschäftigen.
Es geht um einen Vorschlag der Securities and Futures Commission, die langjährige 10%ige „de minimis“-Ausnahme für Typ-9-lizenzierte Vermögensverwalter abzuschaffen. Im aktuellen System können Manager bis zu 10 % der Vermögenswerte eines Fonds virtuellen Vermögenswerten zuweisen, ohne eine separate Lizenz zu erhalten, sofern die Regulierungsbehörden benachrichtigt werden. Der vorgeschlagene Rahmen würde diese Begrenzung aufheben, was bedeutet, dass jede Form der Krypto-Exposition eine vollständige Lizenzierung erfordern würde.
Die Vereinigung erklärte, dass die Änderung höhere Compliance-Kosten für Unternehmen verursachen würde, die kleine Allokationen als kryptofokussierte Strategien prüfen. Regulierungsbehörden haben außerdem strengere Verwahrungsregeln und die Einführung des OECD-orientierten Crypto-Asset Reporting Framework vorgeschlagen, das die Aufsicht auf Unternehmen ausweiten würde, die zuvor außerhalb der traditionellen Wertpapierregulierung lagen. Die örtliche Anwaltskanzlei JunHe LLP bezeichnete die Vorschläge als eine wesentliche Veränderung der regulatorischen Erwartungen.
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