Iran warnt, dass Öl 200 Dollar erreichen könnte: Was das für den Bitcoin- und XRP-Preis bedeutet

Iran warnt, dass Öl 200 Dollar erreichen könnte: Was das für den Bitcoin- und XRP-Preis bedeutet

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Iranische Krypto-Abflüsse steigen nach US-israelischen Angriffen um 700 % an
  • Iran warnte, dass der Ölpreis auf 200 Dollar pro Barrel steigen könnte, während der Krieg mit den USA und Israel eskaliert.
  • Bitcoin ist trotz des Konflikts konstant bei etwa 70.000 $ geblieben; Energiekosten könnten die Krypto-Liquidität unter Druck setzen.
  • Mit Ölspitzen, Inflation und verzögerten Zinssenkungen könnten die Liquidität verschärfen und Volatilität bei Bitcoin und XRP auslösen.

Die steigenden Spannungen im Nahen Osten haben neue Unsicherheit auf den Weltmärkten geschaffen, nachdem Iran gewarnt hatte, dass die Ölpreise steigen könnten, falls der Konflikt mit den Vereinigten Staaten und Israel eskaliert.

Iran gab am Mittwoch die Warnung heraus und sagte, die Ölpreise könnten sich mehr als verdoppeln und potenziell 200 Dollar pro Barrel erreichen, falls der Krieg sich verschärft.

Die Ölmärkte zeigen aufgrund des Konflikts bereits Volatilität, was Bedenken hinsichtlich globaler Liquidität, Inflation und Risikobereitschaft der Anleger weckt. Weitere Erhöhungen der Ölpreise könnten die Finanzmärkte insgesamt beeinträchtigen, einschließlich Kryptowährungen wie Bitcoin und XRP.

Bitcoin bleibt trotz des Kriegsschocks stabil

Trotz der geopolitischen Turbulenzen ist Bitcoin bisher relativ widerstandsfähig geblieben.

Die führende Kryptowährung verkaufte sich kurzzeitig nach den ersten Angriffen der Vereinigten Staaten und Israels, erholte sich jedoch schnell. In letzter Zeit wurde er etwa 70.434 US-Dollar gehandelt, etwas mehr als zu Beginn des Krieges am 28. Februar.

Dennoch warnen Analysten, dass die Stabilität möglicherweise nicht von Dauer ist, falls die Energiepreise weiter steigen. Laut Sebastián Serrano, CEO der argentinischen Kryptobörse Ripio, könnten steigende Energiekosten indirekten Druck auf die Kryptomärkte ausüben.

„Wenn Energie teurer wird, steigt die Inflation und die Zentralbanken verschieben Zinssenkungen, was letztlich die Liquidität einschränkt, die Bitcoin braucht, um an Schwung zu gewinnen“, sagte Serrano.

Liquidität ist ein wesentlicher Treiber für Krypto-Bullenrennen, und straffere Geldverhältnisse belasten historisch gesehen Risikovermögen.

Für Bitcoin war der Krieg selten bullisch

Obwohl viele Bitcoin-Befürworter den Vermögenswert als „digitales Gold“ bezeichnen, hat seine Leistung während geopolitischer Krisen oft eine andere Geschichte erzählt.

Historisch gesehen reagierte Bitcoin eher wie ein Risikovermögen denn wie ein sicherer Zufluchtsort. Frühere Konflikte im Nahen Osten haben kurzfristige Ausverkäufe ausgelöst.

Zum Beispiel fiel Bitcoin nach Israels Militärkampagne im Juni 2025 als „Operation Rising Lion“ stark zurück, bevor es sich erholte, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Pause der Angriffe ankündigte. Marktforscher sagen, dass eine erneute Eskalation in der Region ähnliche Reaktionen auslösen könnte.

„Die Erzählung der Inflationsabsicherung ist schon seit einiger Zeit widerlegt“, sagte Laurens Fraussen, Forschungsanalyst bei der Krypto-Datenfirma Kaiko.

Bitcoin handelt immer noch wie ein Risikovermögen

Regulierungsbehörden wie die Commodity Futures Trading Commission klassifizieren Bitcoin als Rohstoff neben Vermögenswerten wie Gold und Öl. Das Marktverhalten deutet jedoch darauf hin, dass die Kryptowährung weiterhin eher wie eine Hochrisiko-Investition handelt.

Laut Fraussen hat sich Bitcoin in letzter Zeit mit volatilen Vermögenswerten wie Technologieaktien anstelle traditioneller Rohstoffe entwickelt.

„Bitcoin ist derzeit ein Risikoobjekt, keine Ware“, sagte er und bemerkte, dass die Kryptowährung im vergangenen Jahr „sehr empfindlich gegenüber geopolitischen Schocks“ war.

Wenn die Spannungen im Nahen Osten steigen und die Ölpreise weiter steigen, könnte diese Sensibilität zu stärkeren Schwankungen am Kryptomarkt führen.

Was es für XRP bedeuten könnte

Während Bitcoin typischerweise den Ton für den breiteren Kryptomarkt angibt, könnte XRP eine ähnliche Volatilität erleben, falls sich die makroökonomischen Bedingungen verschärfen.

Ein starker Anstieg der Ölpreise könnte die Inflation weltweit nach oben treiben und die Zentralbanken dazu zwingen, die Zinssenkungen zu verschieben. Dieses Szenario würde die Liquidität in Risikoanlagen, einschließlich Kryptowährungen, verringern.

Daher könnte sich XRP in Phasen makroökonomischen Stresses zunächst mit Bitcoin und dem breiteren Kryptomarkt angleichen.

Einige Analysten weisen jedoch darauf hin, dass die Rolle von XRP bei grenzüberschreitenden Zahlungen bedeutet, dass langfristige Akzeptanztrends letztlich wichtiger werden könnten als kurzfristige geopolitische Schocks.

In Summe

Sollten die Ölpreise sich 200 Dollar pro Barrel nähern, könnte der Schock die globalen Märkte durchziehen, die Inflation erhöhen, die Geldpolitik straffen und eine Risiko-Off-Stimmung bei den Anlegern auslösen. Kurzfristig erzeugt das Umfeld Volatilität für Kryptowährungen statt der Nachfrage nach sicheren Hafen.

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