- Das japanische Parlament befürwortet die Umklassifizierung von Krypto als Finanzinstrument.
- Sie führt verpflichtende Offenlegungen und eine pauschale Kapitalertragssteuer von 20 % ein.
- Dieser Wandel öffnet erstmals die Tür für regulierte Krypto-ETFs in Japan.
Die japanische Finanzdienstleistungsbehörde hat einen Gesetzentwurf zur Umklassifizierung von Kryptowährungen als Finanzvermögen im Rahmen des Financial Instruments and Exchange Act eingebracht . Die Gesetzgebung befindet sich derzeit im Parlament, mit einer endgültigen Abstimmung, die in den kommenden Monaten erwartet wird.
Vom Zahlungsmittel zum Finanzprodukt
Japan reguliert Krypto länger als die meisten anderen Länder. Im Jahr 2017 wurde sie die erste große Volkswirtschaft, die Kryptowährungen als legale Zahlungsmethode gemäß dem Payment Services Act anerkannte. Börsen mussten sich bei der FSA registrieren, getrennte Kundenkonten führen und die Anti-Geldwäsche-Regeln einhalten.
Dieses Rahmenwerk funktionierte für seine Zeit. Aber es wurde für Zahlungen gebaut, nicht für Investitionen. Krypto-Gewinne fielen unter das sonstige Einkommen und wurden mit progressiven Sätzen von bis zu 55 % besteuert. Bemerkenswert ist, dass die Börsen keine Offenlegungspflichten hatten. Investoren hatten wenig rechtlichen Schutz, wenn sie in die Irre geführt wurden.
Als Krypto zu einem Investmentmarkt wurde, nahmen die Regulierungsbehörden dies wahr. Anfang 2025 verfügte Japan über 12 Millionen registrierte Kryptokonten, wobei die Gesamteinlagen der Kunden 5 Billionen japanische Yen überstiegen.
Was das neue Gesetz ändert
Die vorgeschlagenen Änderungen der FSA bringen Krypto aus dem Zahlungsgesetz in dieselbe rechtliche Kategorie wie Aktien und Anleihen. Der Wandel ist auf mehreren Ebenen bedeutsam.
Börsen müssen nun detaillierte Offenlegungen zu jedem gelisteten Token veröffentlichen. Japan erlaubt derzeit etwa 105 Kryptowährungen auf lizenzierten Plattformen, darunter Bitcoin und Ether. Jeder Emittent hat Berichtspflichten, die denen bei börsennotierten Unternehmen ähneln.
Außerdem gelten erstmals Insiderhandelsregeln für Krypto. Jeder, der Zugang zu nicht-öffentlichen Informationen hat, wie Vorwissen über eine Token-Notierung oder einen größeren technischen Vorfall, wird vom Handel mit diesen Informationen ausgeschlossen.
Auch die Steuerstruktur wird sich ändern. Der derzeitige progressive Satz von bis zu 55 % wird durch eine pauschale Kapitalertragssteuer von 20 % ersetzt. Investoren dürfen außerdem Verluste für bis zu drei Jahre nach vorne tragen, wodurch zukünftige Gewinne ausgeglichen werden.
Interessanterweise werden Krypto-Börsenbetreiber denselben Verhaltensstandards unterliegen wie lizenzierte Wertpapierbroker. Dazu gehören strengere Kundenschutzregeln und höhere Anforderungen an die Geschäftskonformität.
Was kommt als Nächstes
Das Gesetz ebnet außerdem den Weg für regulierte Spot-Bitcoin- und Ether-ETFs in Japan, ein Produkt, das die Regulierungsbehörden zuvor aufgrund der rechtlichen Unklarheit bezüglich der Token-Klassifizierung zurückgehalten hatten.
Der Wandel Japans spiegelt bereits in den USA, Hongkong und den VAE laufenden Maßnahmen wider, wo digitale Vermögenswerte in traditionellen Finanzsystemen formelle Anerkennung finden. Die FSA koordinierte mit dem japanischen Finanzministerium, um die Steuerpolitik des Landes an den neuen investitionbasierten Rahmen anzupassen.
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