Kanada erwägt ein Verbot politischer Kryptowährungsspenden nach Großbritannien

Kanada erwägt ein Verbot politischer Kryptowährungsspenden nach Großbritannien

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Kanada erwägt ein Verbot politischer Kryptowährungsspenden nach Großbritannien
  • Kanadas Gesetzentwurf C-25 schlägt vor, Krypto-Spenden über Parteien, Kandidaten und Werbetreibende hinweg zu verbieten.
  • Bußgelder können nach dem Scheitern eines ähnlichen Gesetzes im Januar 2025 den doppelten Spendenwert erreichen.
  • Das Vereinigte Königreich hat bereits ein Verbot der Krypto-Spenden verhängt, und Kanada ist das jüngste, das beitritt.

Kanada hat den Gesetzentwurf C-25, bekannt als Strong and Free Elections Act, eingebracht, um Kryptowährungsspenden im gesamten politischen System zu verbieten. Der Vorschlag umfasst politische Parteien, Kandidaten, Wahlverbände und Drittanbieter-Werbetreibende.

Das Gesetz ordnet Krypto neben Prepaid-Karten und Zahlungsanweisungen ein, da es schwierig ist, die Herkunft der Gelder nachzuverfolgen. Behörden argumentieren, dass Krypto-Transaktionen es erschweren, Spender zu identifizieren, was ein Risiko für die Transparenz darstellt.

Die Strafen sind streng, und Verstöße können zu Bußgeldern in Höhe des doppelten Betrags der Spende führen. Empfänger wären außerdem verpflichtet, die Gelder innerhalb von 30 Tagen zurückzugeben oder zu vernichten.

Dies ist Kanadas zweiter Versuch. Ein ähnliches Gesetz, C-65, scheiterte im Januar 2025 nach der Auflösung des Parlaments. Der neue Gesetzentwurf befindet sich nun in der ersten Lesungsphase.

Warum Regierungen Krypto-Spenden verbieten

Das Kernproblem ist die Rückverfolgbarkeit. Krypto-Transaktionen können die Identität der Spender verbergen, insbesondere wenn sie über mehrere Wallets oder Offshore-Plattformen geleitet werden.

Dies schafft eine Lücke in den Regeln zur Wahlfinanzierung, bei der traditionelle Systeme klare Identitätskontrollen erfordern.

Regierungen sehen darin ein direktes Risiko ausländischer Einmischung. Gelder aus dem Ausland können ohne klare Verfolgung in politische Kampagnen fließen.

Dies schafft eine einfache Kette schwacher Identitätsprüfungen, die zu versteckter Finanzierung führen und das Risiko von Einfluss auf Wahlen erhöht. Infolgedessen wechseln die Länder von Regulierung zu vollständigen Verboten.

Handeln im Vereinigten Königreich löst eine globale Reaktion aus

Kanadas Schritt erfolgt einen Tag, nachdem das Vereinigte Königreich ein Verbot von Krypto-Politikspenden verhängt hat.

Die britische Regierung führte unter Premierminister Keir Starmer ein Notstandsmoratorium ein und verwies auf Risiken illegaler Finanzen und ausländischen Einflusses. Die Entscheidung folgte auf Druck von Gesetzgebern und eine unabhängige Überprüfung, die Krypto als Hochrisikokanal kennzeichnete.

Die Behörden wiesen darauf hin, dass ausländische Akteure Krypto nutzen könnten, um Gelder unbemerkt in politische Systeme zu transferieren. Das Vereinigte Königreich begrenzte außerdem politische Spenden im Ausland auf 100.000 Pfund pro Jahr.

Sowohl Kanada als auch Großbritannien bezeichnen diese Maßnahmen als defensiv, nicht als reaktiv. Es wird kein großflächiger Missbrauch gemeldet, aber das Risikoniveau gilt als hoch genug, um frühzeitig zu handeln.

Von der Regulierung zur Prohibition

Kanada erlaubte erstmals 2019 Krypto-Spenden. Diese wurden als nicht-geldliche Beiträge behandelt, ähnlich wie Immobilien. Das System hatte jedoch Grenzen.

Spenden waren nicht für Steuergutschriften berechtigt. Beiträge über 200 US-Dollar mussten öffentlich offengelegt werden. Trotzdem nutzte keine große Partei Krypto-Spenden bei den Wahlen 2021 oder 2025.

Im Jahr 2022 setzte sich die kanadische Wahlbehörde für strengere Meldepflichten ein. Bis November 2024 wurde die Empfehlung aufgrund anhaltender Identifikationsprobleme in ein vollständiges Verbot geändert. Gesetzentwurf C-25 folgt den strengeren Regeln.

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