- Die Rallye von Bitcoin im Jahr 2024 folgte auf Trumps Wahl, ETF-Zuflüsse und den Zinssenkungszyklus der Fed.
- Whale-Investoren verkaufen nun aggressiv und bringen 188.000 BTC auf den Markt.
- Ein regulatorischer Durchbruch am 16. April könnte als nächster großer Katalysator dienen.
Bitcoin verzeichnete im November 2024 einen Gewinn von 37,4 % und setzte damit einen aktuellen Benchmark für die monatliche Performance. Analysten fragen nun, ob die Bedingungen im April 2026 ein ähnliches Ergebnis liefern können, und die Antwort hängt von mehreren Schlüsselvariablen ab, die derzeit in entgegengesetzte Richtungen zeigen.
Was hat den Anstieg im November 2024 angetrieben
Drei Kräfte vereinten sich, um die Rallye von Bitcoin im November 2024 voranzutreiben. Donald Trumps Sieg bei der Präsidentschaftswahl weckte sofort Marktoptimismus. Investoren erwarteten ein kryptofreundliches regulatorisches Umfeld, eine nationale Bitcoin-Reserve und die Absetzung eines feindlichen Vorsitzenden der Securities and Exchange Commission.
Bemerkenswert ist, dass Bitcoin-ETFs am Tag nach Trumps Sieg mit 1,38 Milliarden Dollar ihren höchsten Tageszufluss verzeichneten. Die Federal Reserve hat Treibstoff hinzugefügt. Zu dieser Zeit wurde die Zinsen aktiv gesenkt, was die Anleger zu riskanteren Vermögenswerten drängte.
Unterdessen zogen große Inhaber innerhalb von 30 Tagen mehr als 120.000 BTC von den Börsen, was das verfügbare Angebot einschränkte. Alle drei Kräfte schlugen gleichzeitig zu und brachten Bitcoin innerhalb weniger Wochen von etwa 69.000 auf 108.000 US-Dollar.
Wo April 2026 steht
Bitcoin handelt heute, am 8. April 2026, bei 71.782 US-Dollar, deutlich ansteigend von einem monatlichen Tief von etwa 65.500 US-Dollar. Die monatliche Rendite-Heatmap zeigt bereits einen Anstieg von 5,25 %, nahe am historischen Median von 6,41 %, aber deutlich unter dem Durchschnitt von 31,6 %. Am vergangenen Tag ist Bitcoin um fast 5 % gestiegen.
Ein Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und Iran trieb Bitcoin kurzzeitig über 72.700 US-Dollar und löste damit die schärfste Tagesrallye seit drei Wochen aus. Dies entfachte erneut die Debatte darüber, ob das Asset seine bahnbrechende Leistung vom November 2024 wiederholen kann.
Unterdessen ist das strukturelle Bild von Bitcoin gemischt. Bitcoin-ETFs verzeichneten im März 1,32 Milliarden US-Dollar an Nettozuflüssen und beendeten damit vier aufeinanderfolgende Monate mit Abflüssen. Diese Erholung signalisiert erneutes institutionelles Interesse. Historisch gesehen gilt der April als der stärkste Monat von Bitcoin und beendete in 10 der letzten 15 Jahre einen grünen Platz.

Allerdings fehlen heute wichtige Bedingungen, die im November 2024 bestanden. Wale mit 1.000 bis 10.000 BTC wechselten von 200.000 BTC zu einer Marktabgabe von 188.000 BTC.
Die Federal Reserve bleibt vorsichtig, da keine unmittelbare Zinssenkung bevorsteht. Geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran sind trotz des Waffenstillstands noch nicht vollständig gelöst.
Was könnte das Bild verändern
Der nächste Katalysator liegt am 16. April. Die SEC hat eine Diskussionsrunde zum CLARITY Act angesetzt, einer Gesetzgebung, die den regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten definieren würde. Ein günstiges Ergebnis könnte eine Welle institutioneller Beteiligung auslösen und ETF-Zuflüsse nach oben treiben.
Da Bitcoin sich über 70.000 US-Dollar stabilisiert, identifizieren Analysten 80.000 US-Dollar als das nächste wichtige technische und psychologische Ziel. Der April bleibt der stärkste historische Monat von Bitcoin mit einer durchschnittlichen Rendite von 31,6 %. Ob 2026 auch nur annähernd diese Zahl erreicht, hängt davon ab, ob der diplomatische Fortschritt in Islamabad anhält.
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