- Simon Gerovich bestreitet Behauptungen über nicht offengelegte Bitcoin-Geschäfte.
- Das Unternehmen sagt, die Put-Optionsstrategie habe die Bitcoin-Einstiegskosten gesenkt.
- Er erklärte, das Ziel sei es, die Bestände unabhängig von kurzfristigen Kursbewegungen stetig zu erhöhen.
Metaplanet-CEO Simon Gerovich hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, das Unternehmen habe Verluste verborgen und durch riskante Optionsgeschäfte auf Bitcoin spekuliert. Die Kritik kam diese Woche von einem anonymen Social-Media-Account. Gerovich sagte, die Strategie des Unternehmens habe sich darauf konzentriert, die Übernahmekosten zu senken und nicht auf Preisschwankungen zu setzen.
Vorwürfe tauchen online auf
Der Streit betrifft das in Tokio notierte Metaplanet, das sich nun zu einer Bitcoin-Staatsanleihe-Strategie entwickelt hat. Ein anonymer Beitrag warf dem Unternehmen vor, wichtige Offenlegungen zurückgehalten, Bitcoin nahe Markthochs gekauft und seine Optionshandelsaktivitäten nicht vollständig zu erklären.
Der Beitrag behauptete, Metaplanet habe Bitcoin im September gekauft, nahe einem lokalen Höhepunkt, und gab den Zeitpunkt dieser Käufe nicht sofort bekannt. Es wurde außerdem behauptet, dass das Unternehmen Aktionärsgelder für Put-Options-Trades verwendet habe, die zu ungünstigen Ergebnissen führten.
Weitere Kritik konzentrierte sich auf Verleihpraktiken. Der Beitrag stellte die Frage, warum bestimmte Darlehensdetails, darunter Zinssätze und Identität des Kreditgebers, trotz der Verwendung von Bitcoin als Sicherheit nicht öffentlich bekannt gegeben wurden. Es führte auch den Rückgang des Aktienkurses gegenüber dem Hoch des Vorjahres als Beleg für schlechte Managemententscheidungen an.
CEO reagiert auf Offenlegungsklagen
Gerovich reagierte öffentlich und wies die Vorwürfe zurück. Er sagte, Metaplanet habe im September vier separate Bitcoin-Käufe offengelegt, sobald sie stattfanden. Er fügte hinzu, dass das Unternehmen ein öffentliches Dashboard unterhält, das es den Aktionären ermöglicht, seine Bitcoin-Adressen und -Bestände in Echtzeit zu verfolgen.
Obwohl sich der September später als kurzfristiger Höhepunkt für Bitcoin erwies, sagte Gerovich, das Unternehmen versuche nicht, den Markt zu timen. Stattdessen folgt es einem langfristigen Anhäufungsplan. Das Ziel, so sagte er, sei es, die Bitcoin-Bestände unabhängig von kurzfristigen Preisbewegungen stetig zu erhöhen.
Gerovich ging auch auf die Behauptung ein, dass das Unternehmen die Ankündigung von Käufen verzögert habe. Er sagte, die Offenlegungen seien gemacht worden, wenn Entscheidungen finalisiert und umgesetzt wurden, entsprechend den regulatorischen Anforderungen.
Erklärung der Optionsstrategie
Ein zentrales Thema in der Debatte ist die Verwendung von Put-Optionen durch Metaplanet. Die Kritiker argumentierten, dass der Verkauf von Put-Optionen das Unternehmen Verlusten aussetze, falls die Bitcoin-Preise fallen.
Gerovich sagte, die Strategie sei darauf ausgelegt, die effektiven Ankaufskosten zu senken. Durch den Verkauf von Put-Optionen erhält das Unternehmen Prämien. Wenn Bitcoin für 80.000 US-Dollar gehandelt wird und Metaplanet einen Put-Kurs zu diesem Preis verkauft, während er eine Prämie von 10.000 US-Dollar erhält, würde die effektive Anschaffungskostenbasis bei Ausübung 70.000 US-Dollar betragen, erklärte er.
Er sagte, dieser Ansatz ermögliche es dem Unternehmen, Bitcoin zu einem niedrigeren Durchschnittspreis zu erwerben als zum geltenden Spotpreis. Die Strategie, so fügte er hinzu, zielt darauf ab, die Kosteneffizienz zu verbessern, anstatt auf kurzfristige Preisentwicklung zu spekulieren.
Finanzberichterstattung und Kreditaufnahme
Gerovich reagierte auch auf Bedenken hinsichtlich der finanziellen Ergebnisse. Er sagte, die gemeldeten Nettoverluste spiegeln unrealisierte Bewertungsänderungen langfristiger Bitcoin-Bestände wider. Er verwies auf den operativen Gewinn von 6,2 Milliarden Yen, was einem Anstieg von 1.694 % im Jahresvergleich entspricht, als Maß für die operative Leistung.
Zur Kreditaufnahme sagte Gerovich, das Unternehmen habe im Oktober die Einrichtung einer Kreditfazilität sowie die anschließenden Rückzahlungen im November und Dezember offengelegt. Obwohl der Name des Kreditgebers und der spezifische Zinssatz nicht bekannt gegeben wurden, sagte er, dies sei auf Wunsch der Gegenpartei geschehen. Er erklärte, dass die Darlehensbedingungen im Rahmen der gesetzlichen Richtlinien kommuniziert wurden.
Umfassender Kontext
Der Aktienkurs von Metaplanet ist seit seinem Höchststand im letzten Jahr stark gefallen. Gerovich sagte, der Rückgang der Aktie im Jahresverlauf habe die Entwicklung von Bitcoin im gleichen Zeitraum eng begleitet. Er fügte hinzu, dass er ein Großaktionär sei und direkt von Preisbewegungen betroffen sei.
Die Börse hebt die anhaltende Prüfung hervor, mit denen börsennotierte Unternehmen konfrontiert sind, die Bitcoin als Staatsanleihe halten.
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