- Es gibt eine Quantenbedrohung, aber die aktuelle Hardware kann keine echten Angriffe auf Bitcoin durchführen.
- Bitcoin unterstützt bereits schrittweise Quanten-Upgrades durch Taproot- und Schnorr-Design.
- Blockstream testet Post-Quanten-Signaturen wie SHRINCS im Liquid-Protokoll.
Bedenken darüber, dass Quantencomputing die Krypto-Sicherheit zerstören könnte, sind wieder aufgetaucht. Neue Forschung und Marktdebatten haben den Zeitplan vorgezogen, aber Blockstream-Gründer Adam Back sagt, das Risiko sei nicht unmittelbar.
In einem Interview wies er auf eine Kluft zwischen Theorie und praktischer Fähigkeit hin. Der aktuellen Quantenhardware fehlt die Skalierung und Fehlerkorrektur, die nötig wären, um die Kryptographie von Bitcoin zu durchbrechen.
Hardware-Limits halten Bedrohung auf Distanz
Neuere Forschungen, darunter von Google referenzierte Arbeiten, konzentrieren sich auf Algorithmusverbesserungen. Es reduziert die geschätzten Ressourcen, die benötigt werden, um die ECDLP-256-Kryptographie von Bitcoin anzugreifen.
Die Anforderung ist auf unter 500.000 physische Qubits gesunken, fast 20-mal weniger als frühere Schätzungen. Auch die Ausführungszeit hat sich verbessert, wobei theoretische Angriffe innerhalb des 10-Minuten-Blockfensters von Bitcoin möglich sind.
Aber die Hardware existiert noch nicht. Back fügte hinzu, dass die aktuellen Quantensysteme noch experimentell sind. Ihnen fehlt eine angemessene Fehlerkorrektur und Stabilität. Ohne das führen theoretische Gewinne nicht zu echten Angriffen.
Er erklärte außerdem, dass die Quantensignaturstandards erst im November 2024 finalisiert wurden und das Feld noch früh ist.
Bereits vorhandener Bitcoin-Upgrade-Weg
Back weist Behauptungen zurück, Bitcoin sei unvorbereitet. Er sagt, das Basisdesign erlaube bereits allmähliche Upgrades.
Taproot und Schnorr, die zwischen 2018 und 2019 eingeführt wurden, wurden mit Blick auf zukünftige Verbesserungen gebaut. Die Struktur von Taproot ermöglicht es, neue Signatursysteme hinzuzufügen, ohne das Kernprotokoll ändern zu müssen.
Das bedeutet, dass Bitcoin ohne eine vollständige Überarbeitung übergehen kann. Er hob außerdem hervor, dass die Forschung diese Designs bereits gegen Quantenszenarien validiert hat. Das System berücksichtigt sowohl Kurz- als auch Langstreckenangriffsmodelle.
Back unterstützt einen schrittweisen Upgrade-Weg statt eines überhasteten Wechsels. Eine schrittweise Einführung gibt den Nutzern Zeit, Gelder sicher zu bewegen.
Dazu gehören Börsen, Verwahrer und Langzeitinhaber. Vor allem große Inhaber bewegen sich langsam, was die Koordination zu einem zentralen Thema macht.
Ein längerer Zeitrahmen verringert das Risiko von Geldverlusten und unvollständiger Migration. Außerdem können ältere Systeme wie ECDSA und Schnorr schrittweise eingestellt werden, um plötzliche Störungen zu vermeiden.
Tests bereits im Gange
Die Entwicklung quantenresistenter Systeme ist bereits aktiv. Blockstream Research hat Post-Quanten-Signaturen wie SHRINCS im Liquid Network getestet. Dies sind hashbasierte Signaturen, die keine Änderungen an der Bitcoin-Basisschicht erfordern.
Liquid diente historisch als Testfeld für Upgrades wie SegWit und Schnorr, bevor sie Bitcoin erreichten. Derselbe Ansatz wird jetzt für den Quantenwiderstand verwendet.
Der Rollout-Weg beginnt mit einfachen Anwendungsfällen wie Kühllagerung. Komplexere Systeme, darunter Wallets und Smart Contracts, kommen später. Das Schlüsselmanagement bleibt das schwierigste Problem.
Marktaufteilung wegen Dringlichkeit
Einige Analysten argumentieren, die Bedrohung sei übertrieben und von Angst getrieben. Sie weisen darauf hin, dass Kryptosysteme sich seit Jahren darauf vorbereiten, wobei sich Software schneller entwickelt als Quantenhardware.
Andere sehen eine grundlegende Schwäche. Dezentrale Netzwerke benötigen länger zum Aufrüsten als zentralisierte Systeme. Banken können schnell patchen, während Blockchains einen Konsens erfordern, was eine Zeitlücke schafft.
Google hat ein Ziel für die Migration zur postquantenmechanischen Kryptographie für 2029 gesetzt. Ethereum arbeitet bereits mit aktiven Forschungs- und Testnetzwerken an diesem Zeitplan.
Bitcoin verläuft aufgrund seines konservativen Ansatzes auf einen langsameren Weg. Schätzungen zufolge befinden sich noch 5 % bis 15 % des Bitcoin-Angebots in quantenanfälligen Adressen. Trotzdem bleiben die Anreize stark. Das Netzwerk sichert einen Wert von über einer Billion Dollar.
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