- Der StarkWare-Forscher Avihu Levy steht hinter dem Quantum Safe Bitcoin (QSB)-Vorschlag.
- Anstatt Bitcoin selbst zu ändern, läuft QSB vollständig innerhalb der aktuellen Regeln des Netzwerks.
- Transaktionen könnten 75 bis 150 Dollar an Rechenleistung kosten, deutlich mehr als normale Bitcoin-Gebühren.
StarkWares neuer Forschungsvorschlag regt die Diskussion über die zukünftige Sicherheit von Bitcoin an und legt nahe, dass das Netzwerk Quantencomputing-Bedrohungen ohne ein disruptives, hartes Fork-Upgrade abwehren könnte.
Der Vorschlag, eingebracht vom StarkWare-Forscher Avihu Levy, heißt Quantum Safe Bitcoin (QSB). Es ist eine Möglichkeit, Transaktionen vor zukünftigen Quantencomputern zu schützen, die die bestehende Infrastruktur von Bitcoin nutzen.
Derzeit stützt sich die Sicherheit von Bitcoin stark auf elliptische Kurvenkryptographie (ECDSA), die Wallets und Transaktionen schützt. Ein ausreichend leistungsstarker Quantencomputer könnte jedoch theoretisch dieses System mit Shors Algorithmus knacken, private Schlüssel offenlegen und Angreifern ermöglichen, Gelder zu stehlen.
Dieses Risiko ist nicht neu und wird seit Jahren diskutiert, aber es zu beheben bedeutete meist große Protokolländerungen (wie Soft oder Hard Forks), die langsam und komplex sind.
Levys Vorschlag verfolgt einen anderen Ansatz. Anstatt Bitcoin selbst zu verändern, läuft QSB vollständig innerhalb der aktuellen Netzwerkregeln, sodass es sofort ohne Konsens von Minern oder Entwicklern ausgerollt werden kann.
StarkWare-Mitbegründer Eli Ben-Sasson war von dem Vorschlag begeistert und unterstützte die Arbeit, wobei er sagte, Bitcoin könne derzeit quantensicher sein.
Wie quantensicherer Bitcoin funktioniert
Der entscheidende Durchbruch ist der Austausch der elliptischen Kurvensignaturen von Bitcoin durch hashbasierte kryptografische Rätsel.
Anstatt eine normale Signatur zum Nachweis des Besitzes zu verwenden, generieren Nutzer eine Transaktion, deren Hash-Ausgabe versehentlich mit einem gültigen Signaturformat übereinstimmt. Alles basiert auf Brute-Force-Computing und nicht auf fragilen kryptographischen Annahmen.
Da Quantencomputer nur einen begrenzten Geschwindigkeitsschub gegen Hashfunktionen erhalten (durch Grovers Algorithmus), bleibt dieser Ansatz auch nach Einführung der Quantencomputing resistent.
Laut der Forschung erreicht das System eine Sicherheit von bis zu etwa 118 Bit gegen Quantenangriffe.
Hohe Kosten und begrenzte Benutzerfreundlichkeit
Trotz seines Durchbruchspotenzials bringt der Vorschlag erhebliche Einschränkungen mit sich. Zum Beispiel könnte jede Transaktion 75 bis 150 Dollar an Rechenleistung kosten, deutlich mehr als normale Bitcoin-Gebühren.
Es braucht außerdem spezialisierte Werkzeuge und GPUs und unterstützt keine gängigen Anwendungsfälle wie das Lightning Network. Außerdem würde dieses System nur neue Ausgaben schützen und nicht alte, bereits sichtbare Wallets in der Kette.
Daher beschreibt der StarkWare-Forscher selbst QSB als letzte Lösung, die hauptsächlich zum Schutz großer Transaktionen oder großer Krypto-Bestände nützlich ist.
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