Ray Dalio sagt, die nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte Weltordnung zerfällt

Ray Dalio sagt, die nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte Weltordnung zerfällt

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Ray Dalio sagt, die nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte Weltordnung zerfällt
  • Ray Dalio sagt, die Welt sei in „Phase 6“ eingetreten, geprägt von zunehmenden Großmachtenkonflikten.
  • Zunehmende Handels-, Technologie- und Kapitalkriege könnten globale Finanzsysteme neu gestalten.
  • Krypto könnte langfristig von Fragmentierung profitieren, aber kurzfristige Volatilität könnte zunehmen.

Der milliardenschwere Investor Ray Dalio hat seine Warnung erneuert, dass die nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte Weltordnung sich verschlechtert, und beschreibt die aktuelle Periode als eine Spätphase in einem langen historischen Zyklus von aufsteigenden und absteigenden Mächten.

In jüngsten Äußerungen sagte der Gründer von Bridgewater Associates, die Welt befinde sich nun in dem, was er „Phase 6“ des „Big Cycle“ nennt, einer Phase, die von Unordnung, geschwächten Regeln und zunehmender Rivalität zwischen den großen Nationen geprägt ist.

Dalios Einschätzung hat eine Diskussion darüber ausgelöst, wie geopolitische Instabilität und strukturelle Veränderungen in der globalen Finanzwelt die Kryptomärkte beeinflussen könnten.

Dalio beschreibt „Stufe 6“ des großen Zyklus

Dalio erklärt globale Entwicklungen durch ein wiederkehrendes Muster, in dem dominante Imperien aufsteigen, ihren Höhepunkt und schließlich den Rückgang erreichen. Nach seinem Modell ist „Phase 6“ durch den Verlust etablierter Regeln und die zunehmende Abhängigkeit von Macht statt von Institutionen zur Streitbeilegung gekennzeichnet.

Er argumentiert, dass internationale Beziehungen im Gegensatz zu nationalen Systemen keine verbindlichen Durchsetzungsmechanismen besitzen. Während das dominante Land schwächer wird und der Herausforderer stärker wird, steigen die Spannungen meist.

Dalio identifiziert fünf Konfliktformen, die sich während solcher Übergänge typischerweise verschärfen: Handels- und Wirtschaftsstreitigkeiten, Technologiewettbewerb, Kapitalkriege mit Sanktionen und finanziellen Beschränkungen, geopolitische Auseinandersetzungen um Allianzen und Territorium und letztlich militärische Konfrontationen.

Er zieht Vergleiche mit den 1930er Jahren und stellt fest, dass Zollstreitigkeiten, Vermögenssperren und Embargos groß angelegten Kriegen vorausgingen. Er sagte, ähnliche Taktiken seien heute sichtbar. Seiner Ansicht nach ist der größte Brennpunkt im aktuellen Zyklus die strategische Rivalität zwischen den Vereinigten Staaten und China, insbesondere in Bezug auf Taiwan.

Dalio hat in den Vorjahren vergleichbare Warnungen ausgesprochen und darauf hingewiesen, dass seine jüngsten Äußerungen eher einer konsistenten langfristigen These entsprechen als einer plötzlichen Einstellungsänderung. Er geht davon zurück, militärische Konflikte vorherzusagen, sondern stellt stattdessen fest, dass strukturelle Bedingungen, die historisch mit Großmachtübergängen verbunden sind, vorhanden sind.

Kryptomärkte stehen vor komplexen Ausblicken

Dalios Kommentare haben Auswirkungen auf digitale Vermögenswerte. Perioden, die von Sanktionen, Vermögenssperren und Beschränkungen grenzüberschreitender Finanzierung geprägt sind, haben historisch das Interesse an alternativen Abwicklungssystemen außerhalb der traditionellen Bankinfrastruktur gesteigert.

Bitcoin wird häufig als widerstandsfähig gegen Zensur und Kapitalverkehr beschrieben – Eigenschaften, die Aufmerksamkeit erregen könnten, wenn die finanzielle Fragmentierung sich beschleunigt. Dennoch bleiben Kryptowährungen sensibel gegenüber globaler Liquidität und dem Risikobereitschaft der Anleger.

Analyst Ted Pillows sagte , steigende geopolitische Risiken könnten zu höherer Volatilität und stärkeren Preisschwankungen auf den Märkten führen. Während das Schwächen des Vertrauens in traditionelle Geldsysteme das langfristige Interesse an Kryptowährungen unterstützen könnte, kann kurzfristiger Stress die Bewertungen unter Druck setzen.

Die letzten Monate zeigten zudem eine Divergenz zwischen Gold und digitalen Vermögenswerten. Edelmetalle erreichten Rekordhochs angesichts geopolitischer Unsicherheit, während Kryptowährungen nach zollbedingten Marktrückgängen zu kämpfen hatten.

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