- Privathändler verschärften die Risikokontrollen, anstatt die Derivatemärkte zu verlassen.
- Die Futures-Aktivität stieg Anfang Dezember an und ging dann zurück, als die Liquidität dünner wurde.
- US-Händler reagierten kurz auf die Schlagzeilen, während globale Händler über längere Zeiträume hinweg angepasst wurden.
Einzelhandels-Krypto-Händler reagierten laut im Januar veröffentlichten Daten mit Zurückhaltung auf die Marktvolatilität im Dezember 2025. Anstatt in Panik zu geraten, verschärften Händler die Risikokontrolle und reduzierten frühzeitig das Risiko. Das Verhalten steht im Gegensatz zu den Liquidationszyklen der Vorjahresjahre auf den Krypto-Derivatemärkten.
Dezember 2025 durchbricht ein bekanntes Muster
Der Dezember ist typischerweise eine risikoreiche Phase für die Krypto-Derivate-Märkte. Die Liquidität zum Jahresende wird oft dünner, während Preisschwankungen schwerer zu verarbeiten sind. In früheren Zyklen führten ähnliche Bedingungen zu erzwungenen Liquidationen und schnellen Einzelhandelsausgängen.
Der Dezember 2025 folgte diesem Muster nicht. Eine Analyse vom Januar 2026, basierend auf Verhaltensdaten von Leverage.Trading, zeigt, dass Privathändler das Risiko frühzeitig gesteuert und sich zurückgezogen haben, bevor der Marktdruck zunahm.
Der Datensatz behandelt anonymisiertes Vorhandelsverhalten zwischen dem 1. und 31. Dezember 2025 auf globalen Krypto-Derivate-Plattformen .
Anfang Dezember: Die Risikobewertung steht an erster Stelle
Die Volatilität nahm Anfang Dezember angesichts regulatorischer und makroökonomischer Entwicklungen zu. Dazu gehörten laut Reuters eine erneute Prüfung von Stablecoins in Europa und Veränderungen der globalen Risikostimmung.
Anstatt den Markt zu verlassen, konzentrierten sich Händler darauf, die Belastung zu bewerten. Die Liquidationsrisiken stiegen in den ersten Tagen des Monats um 35 % bis 45 %. Die Aktivität im Leverage-Sizing stieg um 20 % bis 30 %, was auf Positionsanpassungen und nicht auf Aufgabe hindeutete.
Die Futures-Handelsaktivität stieg in der ersten Woche um 30 % bis 40 %. Der Anstieg deutet darauf hin, dass Händler Kontraktpositionen während der Volatilität vorbereitet haben. Auch die Margin-Call-Überprüfungen nahmen zu, beschleunigten sich jedoch nicht, was auf eine frühzeitige Intervention hindeutet.
Mitte des Monats: Volatilität wird handelbar
Die Marktbedingungen entwickelten sich Mitte Dezember, als die Kursentwicklung richtungsorientierter wurde. Zwischen dem 9. und 12. Dezember gingen Bitcoin und Ether niedriger, da der Risikobereitschaft geschwächt war und sich die geldpolitischen Erwartungen verändert hatten.
In diesem Zeitraum stieg die Terminhandelsaktivität um weitere 20 % auf 30 %, angeführt von Händlern außerhalb der Vereinigten Staaten. Die Finanzierungszinsprüfungen stiegen um 45 % auf 55 %, was eine genauere Überprüfung der Haltekosten in den Terminmärkten für ewige Termingeschäfte widerspiegelt.
Auch die Margin-Call-Checks stiegen um 45 % auf 55 %. Die Aktivität hat jedoch nicht zugenommen, was darauf hindeutet, dass Händler den Kontodruck aktiv überwachten, ohne Stress aufbauen zu lassen.
US- und globale Händler folgen unterschiedlichen Zeitplänen
Die Daten zeigen deutliche regionale Unterschiede in den Reaktionsmustern. In den USA ansässige Händler reagierten scharf auf schlagzeilengetriebene Ereignisse. Die Liquidationsrisiko- und Hebelkontrollen stiegen während der Volatilitätsfenster um 40 % bis 60 % über das typische Tagesniveau. Die Aktivität wird in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden normalisiert.
Globale Händler zeigten ein stabileres Engagement. Außerhalb der Vereinigten Staaten blieben die Liquidationsrisikokontrollen und die Futures-Handelsaktivitäten mehrere Tage in Folge 20 % bis 35 % über dem Ausgangswert. Das Muster deutet auf anhaltende Positionierung und nicht auf kurzfristige Reaktionen hin.
Ende Dezember: Fokus verlagert sich auf Kostenkontrolle
Als das Jahresende näher rückte, verschlechterten sich die Liquiditätsbedingungen. Die Futures-Handelsaktivität ging in den letzten Dezberwochen um 30 % bis 50 % zurück, was auf einen Rückgang von der Eröffnung neuer Positionen hindeutet.
Gleichzeitig stiegen die Finanzierungszinszahlungen an mehreren Tagen Ende Dezember um 85 % auf 110 %. Der Anstieg spiegelt eine verstärkte Aufmerksamkeit auf die Haltekosten wider, während Händler bewerteten, ob es sich lohnt, Positionen ins neue Jahr zu tragen.
Margin-Call-Checks bewegten sich in die entgegengesetzte Richtung und fielen um 20 % auf 60 %. Trotz Unsicherheit verhinderten Händler die Ansammlung von Margenstress.
Was die Daten zeigen
Die Analyse basiert auf 82.155 anonymisierten Pre-Trade-Risiko-Setups, darunter Liquidationsschecks, Hebelgrößen, Futures-Vorbereitung, Finanzierungsrate-Überprüfungen und Margenschätzungen. Die Daten spiegeln nur das Planungsverhalten wider und stellen keine durchgeführten Trades oder die Leistung dar.
Der im Januar 2026 veröffentlichte Bericht zeigt, dass Privathändler die Belastung freiwillig reduziert haben, anstatt durch Marktstress gedrängt zu werden. Da die Märkte immer tiefer ins Jahr 2026 vordringen, bleibt die Frage, ob dieser disziplinierte Ansatz auch bei größeren Schocks Bestand hat.
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