Russland bringt Krypto unter das Strafgesetzbuch mit neuem Beschlagnahmegesetz

Russland bringt Krypto unter das Strafgesetzbuch mit neuem Beschlagnahmegesetz

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Russland bringt Krypto unter das Strafgesetzbuch mit neuem Beschlagnahmegesetz
  • Wladimir Putin unterzeichnete ein Gesetz, das Kryptowährungen offiziell als immaterielles Eigentum anerkennt.
  • Die neue Änderung wird es Gerichten ermöglichen, Krypto in Strafsachen zu beschlagnahmen.
  • Dieser Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der Russland erwägt, ausländische Kryptobörsen zu blockieren.

Wladimir Putin hat ein Gesetz unterzeichnet, das russischen Gerichten die formale Befugnis gibt, Kryptowährungen in strafrechtlichen Ermittlungen zu beschlagnahmen.

Die Änderung des russischen Strafgesetzbuchs und des Strafprozessrechts erkennt Krypto-Vermögenswerte als immaterielles Eigentum an. Dies verändert den Status digitaler Vermögenswerte von einer Grauzone in ein definiertes rechtliches Gebiet.

Früher stützten sich die Behörden auf rechtliche Präzedenzfälle, um Bitcoin, Ethereum und Altcoins zu beschlagnahmen. Jetzt sind die Verfahren direkt in das Gesetz aufgenommen.

Berichten zufolge sagte stellvertretende Justizministerin Elena Ardabyeva, dass die Gesetzgebung bestehende Beschlagnahmungspraktiken kodifiziert und rechtliche Grundlagen für die Zusammenarbeit mit ausländischen Kryptobörsen schafft.

Gerichte erhalten direkte Kontrolle über die Geldbörse

Nach dem Gesetz müssen Polizei oder Staatsanwälte, die Beschlagnahme beantragen, die Art und Menge der Token sowie die Wallet-Adressen angeben.

In einigen Fällen können Vermögenswerte in staatlich kontrollierte Geldbörsen übertragen werden. Die Gerichtsvollzieher sind befugt, diese Überstellungen durchzuführen. Die Regierung wird Lager- und Übergabeverfahren festlegen.

Dies schafft eine strukturierte Pipeline, die die Wallet-Identifikation, die Dokumentation des Token-Betrags, die gerichtliche Genehmigung und dann die Übertragung an eine staatlich kontrollierte Adresse umfasst.

Umfassendere regulatorische Initiative

Der Gesetzentwurf läuft, während Moskau die Krypto-Regulierung beschleunigt. Die Staatsduma entwirft zusätzliche Gesetze, die Händler dazu zwingen würden, inländische Plattformen oder Börsen mit physischer Präsenz in Russland zu nutzen.

Experten warnen, dass der Kreml in diesem Jahr den Zugang zu ausländischen Kryptobörsen blockieren könnte. Das belarussische Modell, das nicht lizenzierte ausländische Plattformen einschränkt, ohne den Zugang vollständig zu beenden, wird Berichten zufolge überprüft.

Olga Tisen, Rektorin der V.M. Lebedev Russischen Staatlichen Universität für Justiz, sagte, kryptobezogene Kriminalität sei zu einer großen Herausforderung für die Gerichte geworden.

Russland verfügt derzeit nicht über systematische Ausbildungsprogramme für Anwälte, die sich mit Fällen digitaler Vermögenswerte beschäftigen. Als Reaktion darauf hat die Universität das erste Masterprogramm des Landes im Bereich Kryptowährungsrecht gestartet.

Unterdessen signalisiert das neue Beschlagnahmegesetz einen zweigleisigen Ansatz. Erstens: Krypto als Eigentum definieren und den Gerichten direkte Kontrolle geben. Zweitens: Verschärfen Sie den Zugang zu Börsen und die inländische Aufsicht.

Es ist wichtig zu beachten, dass Russland Krypto nicht verbietet, sondern die Kontrolle darüber formalisiert. In Strafuntersuchungen stehen digitale Vermögenswerte nicht mehr außerhalb des Rechtssystems. Sie befinden sich jetzt vollständig darin.

Verwandt: Russland erwägt, ausländische Kryptobörsen zu blockieren, während sich die inländischen Regeln weiterentwickeln

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