Srinivasan: Krypto als Backup, wenn Institutionen scheitern

Srinivasan: Krypto als Backup, wenn Institutionen scheitern

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Srinivasan-Krypto als Backup, wenn Institutionen scheitern
  • Krypto funktioniert weiterhin, selbst wenn Banken, Regierungen und traditionelle Institutionen das öffentliche Vertrauen verlieren.
  • Digitale Gemeinschaften verlagern sich offline durch Blockchain-Campusse, Zonen und reale Governance-Experimente.
  • In Entwicklungsländern fungieren Telefone als Bankkonten; Ersparnisse werden in Bitcoin und Stablecoins gehalten.

Der ehemalige Coinbase-CTO Balaji Srinivasan hat eine tiefere Debatte über Kryptowährungen neu entfacht – nicht als spekulative Anlageklasse, sondern als ideologisches und institutionelles Backup-System für die Vereinigten Staaten und den weiteren Westen.

Im Network State Podcast argumentierte Srinivasan, dass Krypto sowohl eine Notfallversicherung als auch ein Upgrade amerikanischer Werte darstellt – zu einer Zeit, in der das Vertrauen in Banken, Regierungen und politische Systeme schwindet. Seiner Ansicht nach ist Krypto das, was funktional bleibt, wenn traditionelle Institutionen belastet oder zerbrechen.

„Krypto ist das Backup amerikanischer Werte, aber es ist auch die nächste Version davon“, sagte er.

Die Wolke auf die reale Welt drucken

Ein Teil von Srinivasans These ist, dass digitale Systeme nicht länger auf das Internet beschränkt sind. Er beschrieb eine wachsende Bemühung, „die Cloud auf das Land zu drucken“, wo Online-Communities und Protokolle physisch entstehen.

Er verwies auf Beispiele von Start-up-Campussen und Sonderwirtschaftszonen bis hin zu blockchain-nativen Gemeinschaften, die reale Governance versuchen. Diese Bemühungen, so sagte er, spiegeln wider, wie digitale Dienste wie E-Commerce, Mitfahrdienste und Logistik zuerst online entstanden und dann den Alltag neu gestalteten.

Die Implikation ist eindeutig. Wenn physische Institutionen unter Schulden, politischer Lähmung oder Konflikt schwächeln, könnten digital koordinierte Systeme bestehen bleiben und später als Grundlage für den Wiederaufbau dienen.

Krypto als Ideologie, nicht nur als Finanzen

Srinivasan wies die Idee zurück, dass Krypto nur um Gewinne oder Preischarts geht. Er verglich sie mit religiösen Traditionen, die materielle Praxis mit Glaubenssystemen verbinden. In diesem Zusammenhang geht es bei Krypto auch um Ausstiegsoptionen, Selbstsouveränität und institutionelle Skepsis.

Seiner Meinung nach spiegelt der Aufstieg von Krypto ein weitverbreitetes Scheitern wider. Banken haben an Glaubwürdigkeit verloren. Politische Systeme werden zunehmend misstraut. Die Überwachung wird ausgeweitet. Krypto, so argumentierte er, bietet eine teilweise Flucht aus allen dreien.

Privatsphäre bleibt seiner Ansicht nach die fehlende Säule.

Bitcoin, Ethereum und Zcash: Verschiedene Rollen, eine Richtung

Srinivasan sprach offen über das, was er als die größten Durchbrüche der Kryptowährung ansieht. Bitcoin führte dezentrales Geld ein. Ethereum hat durch Smart Contracts Programmierbarkeit hinzugefügt. Zcash sprach die Privatsphäre an, die er für unerlässlich für wahre Selbstvermögenheit hält.

Er argumentierte, dass die Blockchain-Infrastruktur still und leise gereift sei. Skalierbare Smart Contracts laufen jetzt ununterbrochen. Dezentrale Börsen funktionieren. Stablecoins werden weit verbreitet verwendet. In vielen Entwicklungsländern ist Krypto nicht mehr experimentell. Telefone funktionieren als Bankkonten. Die Preise werden in Stablecoins angegeben. Ersparnisse werden in Bitcoin gehalten.

Ein Backup-System für eine fragile Welt

Im Kern von Srinivasans Botschaft steht eine Warnung. Das Internet wurde entwickelt, um Störungen zu überstehen. Selbst in Kriegsgebieten und zerfallenden Staaten bleiben digitale Netzwerke oft weiterhin in Betrieb. Krypto, so argumentierte er, erbe diese Widerstandsfähigkeit.

Wenn physische Systeme in Unordnung verfallen, kann die digitale Ordnung bestehen bleiben.

Das ist laut Srinivasan die eigentliche Bedeutung von Krypto. Kein Ersatz für die heutige Gesellschaft, sondern ein Backup für morgen.

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