Südkorea öffnet Krypto nach neun Jahren wieder für Unternehmen

Südkorea öffnet nach neun Jahren wieder die Tür zur Kryptowährung

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Südkorea öffnet Krypto nach neun Jahren wieder für Unternehmen
  • Südkorea erlaubt Unternehmen, bis zu 5 % in Krypto zu investieren.
  • Nur die Top 20 Kryptowährungen an großen Börsen qualifizieren sich.
  • Südkorea untersucht Änderungen im ETF-Gesetz, während die Spot-Krypto-ETF-Gespräche zurückkehren

Südkorea öffnet nach fast einem Jahrzehnt strenger Beschränkungen wieder die Türen für Investitionen in Unternehmens-Kryptowährungen – ein Wandel, der die digitale Vermögenslandschaft des Landes neu gestalten und institutionelles Geld in einen Markt ziehen könnte, der lange Zeit von Einzelhändlern dominiert wurde.

Die Regulierungsbehörden haben ein Verbot von 2017 offiziell aufgehoben, das börsennotierten Unternehmen und professionelle Investoren erlaubt, Kryptowährungen unter klar definierten Limits zu halten.

Obergrenzen, Schutzmaßnahmen und Vermögensbegrenzungen

Nach den neuen Regeln dürfen Unternehmen bis zu 5 % ihres Eigenkapitals in digitale Vermögenswerte investieren, wobei Investitionen auf die Top 20 der marktwerten Kryptowährungen beschränkt sind, die an Südkoreas fünf großen Börsen gelistet sind. Es wird erwartet, dass etwa 3.500 Unternehmen berechtigt sind.

Die Politik stellt die letzte Phase eines Reformplans dar, der im vergangenen Jahr von der Financial Services Commission veröffentlicht wurde und die Finanzpolitik festlegt. Beamte sagen, dass detaillierte Handelsrichtlinien bereits innerhalb einer öffentlich-privaten Arbeitsgruppe zirkuliert wurden und dass die endgültigen Regeln bald veröffentlicht werden sollten, um den Markt innerhalb eines Jahres für die Unternehmensbeteiligung zu öffnen.

Leitplanken für vorsichtiges Öffnen

Die Regulierungsbehörden handeln vorsichtig. Die 5%-Obergrenze soll das Bilanzrisiko begrenzen und übermäßige Spekulationen von Unternehmen eindämmen. Derzeit liegt der Fokus auf großen, liquiden Vermögenswerten wie Bitcoin und Ethereum, während die Aufnahme von dollargebundenen Stablecoins wie USDT weiterhin geprüft wird.

Die Behörden planen außerdem technische Schutzmaßnahmen, darunter Beschränkungen bestimmter Auftragstypen und Kontrollen bei Trades, die zu weit vom Marktpreis abweichen – Maßnahmen, die die Volatilität abschwächen sollen, wenn institutionelle Liquidität ins System eintritt.

Das ursprüngliche Verbot Südkoreas wurde angesichts der Angst vor Geldwäsche und unkontrollierter Spekulation eingeführt. Seitdem dominieren Privatanleger den Markt, eine Dynamik, die laut Regulierungsbehörden zu starken Preisschwankungen und anhaltenden Kapitalabflüssen beigetragen hat.

ETFs sind wieder auf der Tagesordnung

Die Lockerung der Beschränkungen hat Diskussionen über Spot-Kryptowährungen-Börsenbörsenfonds wieder hervorgebracht. Digitale Vermögenswerte bleiben als berechtigte ETF-Grundlagen nach dem Capital Markets Act ausgeschlossen, aber in der neu veröffentlichten Wirtschaftswachstumsstrategie der Regierung 2026 haben Beamte bestätigt, dass Änderungen derzeit geprüft werden.

Überprüfungen zu Verwahrung, Preisgestaltung und Investorenschutz laufen bereits und legen damit die Grundlagen für mögliche Genehmigungen, wahrscheinlich beginnend mit Bitcoin-bezogenen Produkten.

Global Capital nimmt es zur Kenntnis

Auch ausländische Investoren setzen zu. Andreessen Horowitz hat kürzlich durch seinen Krypto-Arm eine Präsenz in Seoul etabliert und verweist auf Südkoreas große Entwicklerpool und einen der weltweit aktivsten Retail-Kryptomärkte.

„Wir planen, neue Wege zu erkunden, um unsere Position in Asien zu stärken und unseren geografischen Einfluss auszubauen“, sagte Anthony Albanese, Chief Operating Officer (COO) von a16z Crypto. Weitere internationale Venture-Fonds und Beschleuniger, darunter Plug and Play, erweitern ihre lokalen Aktivitäten.

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