Südkorea setzt Bithumb wegen KYC-Lücken für 6 Monate aus

Südkorea setzt Bithumb wegen KYC-Lücken für 6 Monate aus

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Südkorea setzt Bithumb wegen KYC-Lücken für 6 Monate aus
  • Die südkoreanische FIU schlägt eine sechsmonatige teilweise Bithumb-Suspendierung mit Bußgeldern von bis zu 50 Milliarden Won vor.
  • Die Untersuchung ergibt laxe KYC, schwache Transaktionsverfolgung und nicht lizenzierte Geschäfte.
  • Der CEO erhielt eine offizielle Rüge, und der Compliance-Beauftragte des Unternehmens könnte abgesetzt werden.

Die südkoreanischen Regulierungsbehörden versuchen, einen Teil der Bithumb-Aktivitäten auszusetzen, was eine der härtesten Maßnahmen markiert, denen die Börse je ausgesetzt war.

Die Finanznachrichteneinheit Südkoreas (FIU) hat eine vorläufige Mitteilung zurückgezogen, die eine sechsmonatige Aussetzung einiger Bithumb-Dienste sowie mögliche Geldstrafen von 50 Milliarden Won (etwa 36,5 Millionen US-Dollar) vorschlägt.

Die Untersuchung zeigte eine Reihe von Problemen auf, darunter laxe KYC-Prüfungen, schlechte Nachverfolgung dubioser Transaktionen, vermisste Berichte über verdächtige Aktivitäten und Geschäfte mit nicht lizenzierten ausländischen Kryptofirmen.

Das Vorgehen traf auch die Führung, da der CEO von Bithumb eine offizielle Rüge erhielt und der Compliance-Beauftragte des Unternehmens möglicherweise abgesetzt werden könnte.

Wenn die Strafe bleibt, könnten neue Nutzer Krypto nicht mehr aus der Börse entfernen, obwohl bestehende Kunden weiterhin handeln und abheben könnten. Ein Sanktionsausschuss wird die endgültige Entscheidung später im März erläutern.

Dies geschieht nach einer Reihe von hochkarätigen Vorfällen, die den Austausch bereits unter die Lupe genommen hatten.

So tippte beispielsweise im Februar ein Bithumb-Mitarbeiter versehentlich „BTC“ statt „Koreanisch“ während einer Aktion ein und kreditierte den Nutzern kurzzeitig 620.000 Bitcoin. Dies schuf Milliarden an gefälschten Vermögenswerten und brachte den Markt aus dem Gleichgewicht, bevor die Börse den Großteil davon zurückgeholt hatte.

Frühere Untersuchungen hatten bereits schwache Systeme und betriebliche Fehler aufgedeckt, was die Aufsichtsbehörden dazu veranlasste, genauer nachzuforschen, wie die Börse hinter den Kulissen abwickelt.

Verschärfung der Krypto-Regulierung in Südkorea

Südkorea ist einer der größten Krypto-Handelsmärkte der Welt und verschärft seit einiger Zeit stetig die regulatorische Aufsicht über Börsen.

Das Land führte 2024 den Virtual Asset User Protection Act ein, der einige strenge Regeln wie Reservechecks, AML-Compliance und Live-Transaktionsüberwachung mit sich brachte.

Seit Einführung dieser Regeln scheuen sich die Regulierungsbehörden nicht, sie durchzusetzen. Upbit und andere Börsen wurden bereits wegen ähnlicher AML-Probleme mit Geldstrafen und Suspendierungen belastet.

Beamte sagen, dass die härtere Haltung dazu dienen soll, den Investorenschutz und die Marktstabilität zu verbessern, insbesondere nach einigen früheren Branchenmisserfolgen, wie dem Zusammenbruch von Terra (LUNA), der aus Südkorea stammte und weltweit Milliarden an Verlusten verursachte.

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