Trump-Tarif-Fall des Obersten Gerichtshofs rückt Liquidität und Krypto in den Fokus

Trump-Tarif-Fall des Obersten Gerichtshofs rückt Liquidität und Krypto in den Fokus

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Trump-Tarif-Fall des Obersten Gerichtshofs rückt Liquidität und Krypto in den Fokus
  • Das Urteil des Obersten Gerichtshofs könnte zu Zollrückerstattungen in Höhe von 150 bis 200 Milliarden Dollar führen.
  • Rückerstattungen können die Staatseinnahmen, die Renditen der Staatsanleihen und die Marktliquidität beeinflussen.
  • Bitcoin liegt über 90.000 US-Dollar, während Investoren die langfristige politische Unsicherheit bewerten.

Eine ausstehende Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu Präsident Donald Trumps Zollbefugnissen könnte zu großen Steuerrückerstattungen führen und die Investitionen in Kryptowährungen im Jahr 2026 beeinflussen. Das Urteil könnte die Staatseinnahmen, Anleiherenditen und Liquiditätsbedingungen neu gestalten.

Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs könnte Tarifrückerstattungen freischalten

Der Oberste Gerichtshof der USA wird voraussichtlich bereits am 9. Januar darüber entscheiden, ob Präsident Trump die Befugnis hatte, mit Notstandsbefugnissen ohne Zustimmung des Kongresses Zölle zu erheben.

Der Fall konzentriert sich auf Trumps Einsatz des International Emergency Economic Powers Act, der es ihm ermöglichte, Zölle schnell umzusetzen. Während der mündlichen Verhandlungen im November stellten mehrere Richter die Frage, ob das Gesetz eine so weitreichende Befugnis gewährt.

Die Prognosemärkte spiegeln diese Unsicherheit wider. Polymarket schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass das Gericht Trumps Zollbefugnisse voll unterstützt, auf etwa 24 %, während Kalshi die Wahrscheinlichkeit auf 27 % schätzt. Wenn das Gericht die Tarife aufhebt, könnten Unternehmen, die die Abgaben gezahlt haben, Anspruch auf Rückerstattungen haben.

Mögliche Rückerstattungen und finanzielle Auswirkungen

Investoren schätzen, dass die Zollrückerstattungen über mehrere Monate zwischen 150 und 200 Milliarden Dollar betragen könnten. Die Rückzahlungen würden effektiv eine wichtige Quelle der Bundeseinnahmen umkehren.

JPMorgan schätzt, dass die annualisierten Zolleinnahmen von etwa 350 Milliarden auf etwa 250 Milliarden Dollar sinken könnten, falls die Regierung auf alternative juristische Wege mit niedrigeren Sätzen umstellt. Analysten sagen, dass sinkende Einnahmen das US-Finanzministerium dazu zwingen könnten, mehr Schulden zu emittieren, was den Renditendruck nach oben ausüben könnte.

Höhere Staatsanleihenrenditen ziehen tendenziell Kapital in Richtung Anleihen und verstärken die finanziellen Bedingungen für riskante Vermögenswerte. Marktstrategen weisen darauf hin, dass solche Veränderungen Aktien und digitale Vermögenswerte beeinflussen können, indem sie die Gesamtliquidität verringern.

Für den privaten Sektor würden diese Rückzahlungen effektiv eine erhebliche fiskalische Belastung umgehen. Importeure und Hersteller, die höhere Kosten tragen mussten, würden Bargeld zurückgewinnen, das durch Zollzahlungen gebunden war. Marktteilnehmer sagen, dass Kapital im Laufe der Zeit über Bilanzen, Investitionen und Finanzmärkte umverteilt werden könnte.

Kryptomärkte konzentrieren sich auf Liquiditätseffekte

Bitcoin handelt mit 90.861 US-Dollar, einem Anstieg von 0,7 % im vergangenen Tag, was eine begrenzte Bewegung vor der Entscheidung des Gerichts zeigt. Ethereum lag bei etwa 3.100 $, ein Rückgang von mehr als 0,3 % in den letzten 24 Stunden.

Analysten sagen, dass die Kryptomärkte während zollbedingter Ereignisse nicht immer den traditionellen makroökonomischen Mustern gefolgt sind. Die Untersuchung von CoinDesk Indices zum „Tariff Tantrum“ des ersten Quartals 2025 ergab, dass die Preisrückgänge kurz waren und größtenteils durch erzwungene Liquidationen und reduzierte Verschuldung statt durch langfristigen Verkauf verursacht wurden.

Jose Torres, Ökonom bei Interactive Brokers, sagte, dass die Regierung wahrscheinlich andere legale Wege suchen wird, falls das Gericht die Zölle blockiert oder einschränkt. Er warnte, dass langsamere und engere Maßnahmen die fiskalische Unsicherheit verlängern könnten, die Krypto in Zeiten steigender Renditen historisch belastet.

Unterdessen sagen andere Marktanalysten, dass Unternehmen, die 2026 Rückerstattungen erhalten, möglicherweise Anteile des überschüssigen Kapitals an nicht-traditionelle Vermögenswerte, einschließlich Kryptowährungen, abweisen könnten, insbesondere wenn sich die regulatorische Klarheit verbessert und Inflations- oder Renditebedenken bestehen.

Regulatorischer Hintergrund sorgt für langfristige Unterstützung

Während kurzfristige Unsicherheiten bestehen, verändern sich die regulatorischen Bedingungen für Krypto in den USA. TD Cowens Washington Research Group beschrieb kürzlich das Jahr 2026 als eine seltene Phase regulatorischer Abstimmung, bei der das Weiße Haus, das Finanzministerium und Marktaufsichtsbehörden einen anpassungsfähigeren Ansatz gegenüber digitalen Vermögenswerten verfolgen.

Die Kanzlei erwartet Fortschritte durch Behördenrichtlinien, Ausnahmen und gezielte Regeländerungen statt durch umfassende Gesetzgebung. Sie warnte, dass viele Initiativen vor 2029 abgeschlossen werden müssen, um potenziellen politischen Veränderungen nach der Wahl 2028 standzuhalten.

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