- Schwellenländer erreichen trotz anhaltender US-Handelszolldruck ein Wachstum von 3,4 %.
- KI-Hardware-Exporte in die USA helfen Schwellenländern, Handelsstörungen auszugleichen.
- Infrastrukturausgaben unterstützen die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit angesichts globaler Handelsspannungen und Unsicherheit.
Schwellenländer haben laut der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) die Handelszölle der USA bisher mit weniger Störungen überstand als viele Analysten erwartet. Das Wachstum in 40+ von der Institution überwachten Ländern erreichte im vergangenen Jahr 3,4 % und übertraf damit frühere Prognosen. Ökonomen weisen darauf hin, dass obwohl Handelsspannungen die globalen Lieferketten verändert haben, mehrere Länder weiterhin von starken Infrastrukturinvestitionen und Technologieexporten profitieren.
Handelsverschiebungen und wirtschaftliche Chancen
Die EBRD hebt hervor, dass Handelsumleitungen unerwartete Chancen für bestimmte Volkswirtschaften geschaffen haben. Länder wie Ungarn, Tschechien und Polen haben den Export von KI-bezogener Hardware wie Prozessoren, Servern und Computersystemen in die Vereinigten Staaten erhöht.
Diese Exporte ersetzten teilweise Lieferungen, die zuvor aus China bezogen wurden. Folglich haben einige Märkte ein stärkeres als erwartetes Wachstum verzeichnet, was die Fähigkeit von Schwellenländern zeigt, sich an globale Handelsstörungen anzupassen.
Zudem sorgen die verlangsamte Inflation in Teilen Europas und starke staatliche Investitionen in Infrastruktur für wirtschaftlichen Schwung. Straßen, Krankenhäuser und andere langfristige Projekte haben die inländische Aktivität angekurbelt.
EBRDs Chefökonomin Beata Javorcik betonte, dass strategische öffentliche Investitionen weiterhin entscheidend sind, insbesondere da globale Unsicherheiten private Investoren abschrecken könnten. Indem Regierungen die Ausgaben auf produktive Ressourcen statt auf temporäre Notfallmaßnahmen konzentrieren, können sie das langfristige Wachstumspotenzial stärken.
Anhaltende Risiken und politische Herausforderungen
Trotz positiver Signale bleiben Risiken bestehen. Viele US-Zölle wurden nach den im EBRD-Bericht analysierten Handelsströmen eingeführt, sodass die vollständigen Auswirkungen unklar blieben. Darüber hinaus haben rechtliche Entscheidungen Unsicherheit über den Umfang der präsidialen Befugnis zur Verhängung von Zöllen geschaffen.
Die Länder stehen weiterhin unter Druck des „Notfallmodus“, einschließlich Verteidigungsausgaben im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Solcher Druck könnte die verfügbaren Ressourcen für breitere Entwicklungsprioritäten einschränken.
Javorcik stellte fest, dass diese ständige Turbulenz die Entscheidungsträger dazu zwingt, auf unmittelbare Schocks zu reagieren, wodurch ihre Fähigkeit zur Bewältigung struktureller Herausforderungen wie demografischer Veränderungen verringert wird. Daher müssen Regierungen die öffentlichen Ausgaben sorgfältig priorisieren, um den größtmöglichen wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen. Wenn Investitionen auf Infrastruktur mit langfristigen Auswirkungen statt auf kurzfristige Ausrüstungskäufe fokussiert werden, können sie die Risiken von Handelsvolatilität mindern und gleichzeitig das Wachstum aufrechterhalten.
Ausblick für 2026 und darüber hinaus
Die EBRD prognostiziert nun ein Wachstum von 3,6 % für 2026 und 3,7 % für 2027, etwas höher als die bisherigen Prognosen. Die Bank warnte jedoch, dass anhaltende globale Unsicherheit Schwellenländer noch stören könnte. Effektive politische Entscheidungen und gezielte öffentliche Investitionen werden bestimmen, ob diese Märkte in einem sich wandelnden Handelsumfeld ihre Widerstandsfähigkeit aufrechterhalten.
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