- Staatsanleihen und Schwäche im Dollar belebten das Interesse der Anleger an knappen Vermögenswerten und Inflationsabsicherungen wieder.
- Gold und Silber stiegen im Januar stark an, während Bitcoin die traditionellen Entwertungsanlagen nicht nachbilden konnte.
- Investoren haben Geld in Edelmetall-ETPs investiert und dabei Mittel aus Bitcoin-Produkten abgezogen.
Da die Sorgen um Staatsverschuldungen und Währungsstabilität wieder aufkommen, überdenken Vermögensverwalter erneut, wie sie die Kaufkraft schützen können. Vermögenswerte mit begrenztem Angebot, von Gold bis zu digitalen Vermögenswerten, sind wieder im Fokus.
Bitcoin hat seit der Pandemie übermäßige Gewinne erzielt und so seine Position als alternatives Wertspeicher gestärkt, doch jüngste Marktbewegungen zeigen, dass Investoren weiterhin eine klare Grenze zwischen Kryptowährungen und traditionellen sicheren Zufluchtsorten ziehen.
Der Januar sendet ein gemischtes Signal
Im Januar 2026 schienen die Bedingungen reif für eine Beschleunigung des Entwertungshandels zu sein. Der US-Dollar verzeichnete seinen schwächsten Monat seit Mitte 2025, unter Druck von geopolitischen Spannungen, erneuten Zolldrohungen, fiskalischen Streitigkeiten in Washington und wachsender Debatte über die Unabhängigkeit der Federal Reserve.
Traditionelle Hecken reagierten schnell. Die Goldpreise stiegen um etwa 13 %, Silber stieg fast 19 %, und mehrere Währungen aus Schwellenländern stärkten sich.
Bitcoin bewegte sich in die entgegengesetzte Richtung.

Die Large-Cap-Krypto-Vermögenswerte gingen im Laufe des Monats zurück und brachen damit die Erwartungen, dass Bitcoin in Phasen der Dollarschwäche Gold nach oben verfolgen würde. Die Divergenz überraschte einige Anleger, insbesondere da Bitcoin und Gold oft ähnliche makroökonomische Treiber teilen und in diversifizierten Portfolios gemeinsam auftreten.
Warum Bitcoin kein Gold ist
Vermögensverwalter wie Grayscale argumentieren, dass der Unterschied in der Identität von Bitcoin liegt.
Der Reiz von Bitcoin beruht auf seinen monetären Merkmalen: einem festen und transparenten Angebot, globaler Zugänglichkeit und zensurresistenten Transaktionen. Grayscale erwartet, dass die Nachfrage nach diesen Immobilien wächst, da das Vertrauen in Fiat-Systeme schwankt.
Dennoch wird Bitcoin nicht als direkter Ersatz für physisches Gold angesehen.
Gold profitiert von jahrhundertelangem Vertrauen und breiter institutioneller Akzeptanz. Zentralbanken halten es, und konservative Investoren sind oft verpflichtet, es zu besitzen. Bitcoin hingegen bleibt ein relativ junges, technologiegetriebenes Vermögen, und sein Preis wird oft von breiteren Risikobereitschaft und Innovationszyklen beeinflusst.
Das Geld verfolgen
Das Verhalten der Anleger im Januar zeigte diesen Unterschied.
Die in den USA gelisteten Spot-Bitcoin-Börsenprodukte verzeichneten im Monat etwa 2,3 Milliarden US-Dollar an Nettoabflüssen. Gleichzeitig verzeichneten große Kapitalfonds für Edelmetalle mehr als 3,5 Milliarden US-Dollar Zuflüsse. Als die Unsicherheit zunahm, bewegte sich das Kapital zu vertrauten sicheren Zufluchtsorten.

Bitcoin-Preise an US-amerikanischen Börsen wurden zudem mit einem Rabatt gegenüber Offshore-Plattformen gehandelt, was auf eine schwächere Inlandsnachfrage hindeutet.
Der Bericht von Grayscale kam jedoch zu dem Schluss: „Wir sehen weiterhin eine positive Aussicht sowohl für Bitcoin als auch für die Krypto-Anlageklasse.“
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