- Fed-Chef Powell wird voraussichtlich von QT zu QE übergehen und sich auf Staatsanleihen konzentrieren
- Im Zusammenhang mit dem Finanzierungsbedarf des Finanzministeriums, der mit Sec. Bessent besprochen wurde; Hayes blickt auf den Sommer
- Mögliches QE könnte fiskalische Ziele unterstützen (Defizitabbau, Trump-Handelspolitik)
Es wird erwartet, dass der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, eine erneute quantitative Lockerung (QE) einleiten wird, die sich möglicherweise auf den Markt für US-Staatsanleihen konzentrieren könnte. Diese Erwartung folgt auf ein angebliches Treffen zwischen Powell und Finanzminister Scott Bessent Anfang März.
In einem Blogbeitrag deutete BitMEX-Mitbegründer Arthur Hayes an, dass Powell sich darauf vorbereitet, das aktuelle quantitative Straffungsprogramm (QT) der Fed zurückzufahren. Hayes glaubt, dass die Fed die Märkte für Staatsanleihen mit neuen Liquiditätsspritzen unterstützen wird, möglicherweise ab diesem Sommer.
Warum die mögliche Verschiebung von QT zu QE?
Nach Angaben von Beobachtern der Zentralbank wies Bessent Powell während ihrer Sitzung darauf hin, dass die bevorstehenden geldpolitischen Entscheidungen des Offenmarktausschusses (FOMC) mit dem erheblichen Finanzierungsbedarf des Finanzministeriums übereinstimmen müssen.
Berichten zufolge wurde auf der März-Sitzung die Dringlichkeit einer möglichen Wiederaufnahme der quantitativen Lockerung hervorgehoben, um das große Volumen an Neuemissionen von Staatsanleihen zu absorbieren, das erforderlich ist, um die laufenden Staatsdefizite zu bewältigen und die Verlängerung erheblicher Staatsschulden reibungslos zu bewältigen.
Die Einnahmen aus der Kapitalertragssteuer bleiben jedoch eine wichtige Finanzierungsquelle für die Bundesregierung. Diese Steuereinnahmen hängen stark von steigenden Aktienmarktbewertungen ab, um die Prognosen zu erfüllen.
Wie beeinflusst die Handelspolitik die geldpolitische Strategie?
Auch die erklärten handelspolitischen Ziele von US-Präsident Donald Trump spielen eine Rolle im gesamtwirtschaftlichen Bild. Der Fokus seiner Regierung liegt weiterhin auf dem Versuch, das hohe US-Leistungsbilanzdefizit wieder ins Gleichgewicht zu bringen und eine Rückverlagerung hin zu mehr inländischer Produktionstätigkeit zu fördern.
Präsident Trump hat seit seiner ersten Amtszeit im Jahr 2016 öffentlich behauptet, dass das US-Handelsdefizit, insbesondere mit China, für die langfristige Gesundheit des Landes nicht tragbar ist.
Der historische wirtschaftliche Kontext verstärkt die Besorgnis über diese langfristigen Handelspfade. Chinas Währungsabwertung im Jahr 1994 und sein anschließender Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 2001 werden von Ökonomen oft mit der jahrzehntelangen Verlagerung bedeutender Produktionskapazitäten in den USA in Verbindung gebracht, die darauf folgte.
Das Ergebnis war ein tiefes und anhaltendes US-Handelsdefizit über viele Jahre, wie die offiziellen Leistungsbilanzdaten bestätigen. Trumps vorgeschlagene Umkehr dieses langfristigen Trends erfordert eine große Unterstützung der heimischen Industriepolitik und wahrscheinlich erhebliche private Investitionen.
Warum sollte sich die Fed an ihren fiskalischen Zielen ausrichten müssen?
Die unabhängigen geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve spielen eine entscheidende Rolle dabei, diese umfassenderen fiskal- und handelspolitischen Veränderungen der Regierung möglicherweise zu ermöglichen oder zu behindern.
So besteht beispielsweise die Gefahr, dass die anhaltend restriktiven monetären Bedingungen das gesamtwirtschaftliche Wachstum verlangsamen und die Performance der Aktienmärkte möglicherweise deutlich abschwächen.
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Powells mögliche Anpassung der Geldpolitik hin zu einer erneuten quantitativen Lockerung dürfte daher darauf hindeuten, dass eine breitere fiskal- und geldpolitische Angleichung erforderlich ist.
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