- Die russische Zentralbank schlägt einen Rahmen vor, in dem Banken Krypto-Dienstleistungen anbieten können.
- Der Vorschlag klassifiziert Kryptowährungen und Stablecoins als „Währungswertgegenstände“.
- Krypto-Stakeholder sagen, dass der Plan bestehenden Krypto-Dienstleistern in Russland schaden wird.
Die russische Zentralbank plant, Banken und Brokerfirmen zu erlauben, Krypto-Börsen im Rahmen eines vereinfachten Lizenzverfahrens zu betreiben, wodurch traditionelle Finanzinstitute ins Zentrum des regulierten digitalen Vermögensmarktes des Landes gerückt werden.
Laut der Zentralbankgouverneurin Elvira Nabiullina verfügen bestehende Finanzinstitute bereits über eine Compliance-Infrastruktur, die zur Überwachung von Kryptotransaktionen genutzt werden könnte.
Nabiullina würdigte die umfangreiche Erfahrung traditioneller Banken in AML/CFT und Betrugsprävention und wies darauf hin, dass diese Erfahrung dazu beitragen wird, Kunden im Kryptomarkt zu schützen. Das vorgeschlagene Rahmenwerk soll es Banken und Brokern ermöglichen, Lizenzen für Krypto-Börsen über ein benachrichtigungsbasiertes Verfahren zu erhalten, anstatt über einen separaten Lizenzierungsprozess. Das bedeutet, dass die Institutionen mit ihren bestehenden Lizenzen Kryptowährungs-Exchange-Dienstleistungen anbieten dürfen.
Teil eines umfassenderen Programms
Es ist erwähnenswert, dass der Vorschlag Teil eines umfassenderen regulatorischen Rahmens ist, der für digitale Vermögenswerte in Russland entwickelt wird. Der neue Plan klassifiziert Kryptowährungen und Stablecoins als „Währungswertgegenstände“. Daher können Nutzer sie besitzen und handeln, während ihre Nutzung als Zahlungsmittel auf nationale Regionen beschränkt ist, mit begrenzten Ausnahmen für den internationalen Handel.
Nach der vorgeschlagenen Regelung dürfen russische Einwohner Kryptotransaktionen nur über lizenzierte Vermittler wie Banken und Broker durchführen. Weitere Protokolle im Rahmen werden den Investorenschutz behandeln, etwa indem unqualifizierte Investoren einem Wissenstest unterzogen und ein jährliches Kauflimit von 300.000 Rubel für liquide Krypto über einen einzelnen Zwischenhändler erreicht wird.
Interessengruppen kritisieren den Krypto-Vorschlag der Bank of Russia
In der Zwischenzeit haben einige Akteure der russischen Krypto-Community den Vorschlag kritisiert, darunter der Krypto-Unternehmer Sergey Mendeleev, der sagte, der Plan ziele darauf ab, die Aktivitäten der Kryptobörse von bestehenden Marktbetreibern auf große Banken zu übertragen. Mendelejew erklärte, dass der Kryptowährungsmarkt nicht so funktioniere.
Dmitriy Machikhin, Gründer des Krypto-Compliance-Anbieters BitOK, kritisierte das Modell ebenfalls und wies darauf hin, dass Krypto-Nutzer in Russland wahrscheinlich ausländische Plattformen gegenüber inländischen Vermittlern wählen würden.
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