- Die US-Inflation stieg über die Prognosen hinaus, was die Befürchtungen vor längeren Zinssätzen verstärkte.
- Bitcoin fiel unter 81.000 US-Dollar, nachdem CPI-Daten die Bereitschaft der Investoren für Risikovermögen geschwächt hatten.
- XRP stagnierte nahe dem Widerstand von 1,50 US-Dollar, da der makroökonomische Druck auf dem Kryptomarkt lastete.
Frische US-Inflationsdaten führten zu einem erneuten Druck auf den Kryptomärkten, nachdem die Verbraucherpreise höher als erwartet waren. Das Update verstärkte die Befürchtungen, dass die Federal Reserve die Zinssätze länger hochhalten könnte.
Laut dem neuesten Verbraucherpreisindex stieg die Gesamtinflation auf 3,8 %, über der Markterwartung von 3,7 %. Der Kern-Verbraucherpreis, der Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg ebenfalls auf 2,8 % und übertraf damit die Prognosen von 2,7 %.
Die heißere Inflationsrate löste sofort Volatilität bei Risikoanlagen aus, darunter Aktien und Kryptowährungen. Marktbeobachter sagen, dass die Zahlen den Weg der Fed zur Zinssenkung erschweren könnten – eine Entwicklung, die Bitcoin und Altcoins im Jahr 2026 stark belastet hat.
Bitcoin fällt nach CPI-Schock unter 81.000 $
Nach der Veröffentlichung fiel Bitcoin weiter, da Händler die Erwartungen an die zukünftige Geldpolitik neu bewerteten. Daten von CoinMarketCap zeigten, dass Bitcoin bei 80.422 US-Dollar gehandelt wurde, was einem Rückgang von 0,76 % in den letzten 24 Stunden entspricht. Unterdessen liegt sie im monatlichen Zeitraum weiterhin um 14 % höher.
Vor dem Inflationsbericht zeigte Bitcoin bereits Schwäche und fiel kurzzeitig unter 81.000 US-Dollar. Der Vermögenswert hatte sich zuletzt am 11. Mai auf 82.000 $ erholt, konnte jedoch das Momentum oberhalb eines wichtigen technischen Widerstandsniveaus nahe dem 200-Tage-EMA bei 82.130 $ nicht halten.
Analysten stellten fest, dass die stärkeren Inflationswerte das Narrativ von „höher für länger“ rund um die Zinssätze verstärkten. Höhere Zinssätze verringern typischerweise die Liquidität und die Investorenlust an spekulativen Vermögenswerten wie Krypto.
Die Inflationsüberraschung traf auch die traditionellen Märkte. Laut Marktkommentaren von Bull Theory fiel der S&P 500 um 0,45 % und strich damit einen Marktwert von etwa 270 Milliarden US-Dollar aus. Auch der Nasdaq fiel um 0,95 %, was kurz nach Marktöffnung etwa 285 Milliarden US-Dollar ausmachte.
Derselbe Bericht wies darauf hin, dass Händler nun eine Wahrscheinlichkeit von 35,2 % für eine Zinserhöhung der Federal Reserve im Jahr 2026 einplanen.

Quelle: X
XRP-Rallye stockt bei einem wichtigen Widerstand bei 1,50 $
Auch XRP reagierte negativ auf den makroökonomischen Druck. Der Token wurde bei etwa 1,44 $ gehandelt, was einem Rückgang von 1,62 % in den letzten 24 Stunden entspricht, obwohl er im vergangenen Monat weiterhin um 8,8 % gestiegen ist.
Der Rückgang erfolgte, nachdem XRP kürzlich aus einem symmetrischen Dreiecksmuster ausgebrochen war, eine Bewegung, die zunächst die bullische Stimmung beflügelte. Die Rallye stagnierte jedoch nahe der wichtigen psychologischen Widerstandszone von 1,50 $.
XRP folgt oft der Richtung von Bitcoin in unsicheren wirtschaftlichen Phasen, da Altcoins in der Regel empfindlicher auf Veränderungen in der Investorenstimmung und Marktliquidität reagieren.
Fed Outlook wird zum größeren Krypto-Treiber
Der jüngste Verbraucherpreisindex (CPI) hat die Erwartungen gestärkt, dass die Federal Reserve die Zinssenkungen verzögern könnte. Einige große Wall-Street-Institutionen, darunter JPMorgan, Morgan Stanley, Deutsche Bank, Citigroup, UBS und Wells Fargo, hatten bereits gewarnt, dass die Inflation stärker als erwartet kommen könnte.
Unterdessen soll die Bank of America ihre Prognose für die erste Zinssenkung der Fed auf Mitte 2027 verschoben haben.
Trotz der kurzfristigen Schwäche stellten einige Analysten fest, dass sich die Kryptomärkte historisch gesehen nach anfänglichen, inflationsbedingten Ausverkäufen schnell erholt haben.
Vorerst konzentrieren sich die Händler weiterhin auf bevorstehende makroökonomische und regulatorische Entwicklungen, darunter die Anhörung vom 14. Mai zum Digital Asset Market Clarity Act und die Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Führung der Federal Reserve und der politischen Ausrichtung.
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