Die US-Inflation kam kühler als erwartet, was den Märkten einen neuen Grund gab, den Zeitplan für die Zinssenkung zu überdenken.
Der Gesamt-CPI stieg im Jahresvergleich um 3,5 %, unter den erwarteten 3,8 % und unter den vorherigen 4,2 %. Der Kern-CPI, der Lebensmittel- und Energiepreise entfernt, sank ebenfalls auf 2,6 % gegenüber den Erwartungen von 2,8 %, gegenüber zuvor 2,9 %.
Für Märkte sind dies die Arten von Daten, die zählen. Eine sanftere Inflation könnte den Druck auf die Federal Reserve verringern, die Zinsen länger hoch zu halten. Das könnte die Erwartungen an Zinssenkungen wieder in den Fokus rücken, insbesondere wenn kommende Daten ebenfalls zeigen, dass die Inflation weiter abkühlt.
Anleiherenditen und der US-Dollar könnten unter Druck geraten, wenn die Anleger beginnen, einen stärker duiven Fed-Ausblick einzupreisen. Das würde in der Regel risikoreiche Vermögenswerte wie Aktien und Bitcoin unterstützen, da niedrigere Renditen alternative Vermögenswerte attraktiver machen.
Dennoch könnte ein schwacher Verbraucherpreisindex nicht ausreichen, damit die Fed sofort die Richtung ändert. Die Behörden werden wahrscheinlich mehr Bestätigungen wollen, insbesondere durch die Inflation der Dienstleistungen und die Kosten für Unterkünfte.
Für den Moment ist die Botschaft klar: Der Inflationsdruck lässt nach, und die Märkte haben endlich einen stärkeren Grund, wieder über Zinssenkungen zu sprechen.
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