- Die Deutsche Börse investiert 200 Millionen US-Dollar in Kraken und erwirbt dabei 1,5 % Anteile, während das Unternehmen in die Blockchain expandiert.
- Der Deal bewertet Kraken mit 13,3 Milliarden US-Dollar, unter seiner bisherigen Bewertung von 20 Milliarden US-Dollar, während es sich auf einen Börsengang vorbereitet.
- Dieser Schritt unterstreicht die zunehmende institutionelle Akzeptanz von Krypto trotz Marktvolatilität.
Die Deutsche Börse AG hat einen bedeutenden Schritt tiefer in den Kryptosektor eingeschlagen und 200 Millionen US-Dollar in Payward Inc., die Muttergesellschaft von Kraken, investiert.
Das Geschäft verleiht dem deutschen Wechselbetreiber einen vollständig verwässerten Anteil von 1,5 % an Kraken. Bemerkenswert ist, dass der Deal im zweiten Quartal abgeschlossen wird, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Behörden.
Basierend auf der Transaktion ist Kraken etwa 13,3 Milliarden US-Dollar wert, deutlich unter der Bewertung von 20 Milliarden US-Dollar, die es während einer Fundraising-Runde im November erreicht hat.
Börsengangspläne und strategische Partnerschaft
Kraken, eine der langjährigen Krypto-Börsen, bereitet bereits dieses Jahr eine Börsennotierung vor. Die Investition folgt auf eine im Dezember angekündigte Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen.
Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit wird Kraken in die FX-Handelsplattform der Deutschen Börse, 360T, integriert werden, während die Deutsche Börse ihre blockchainbasierte Infrastruktur weiter ausbaut.
Thomas Book, Vorstandsmitglied der Deutschen Börse, beschrieb die Partnerschaft als Teil einer umfassenderen Strategie, um eine „vollständig hybride Marktinfrastruktur“ aufzubauen, bei der traditionelle und tokenisierte Vermögenswerte zu einem einzigen Ökosystem vereint werden.
Traditionelle Finanzen drängen in die Kryptobranche voran
Unterdessen zeigt dieser Schritt, wie große Finanzinstitute zunehmend digitale Vermögenswerte annehmen. Anfang dieses Jahres investierte Intercontinental Exchange Inc., Eigentümer der New York Stock Exchange, ebenfalls rund 200 Millionen Dollar in die Kryptobörse OKX.
Dieses institutionelle Interesse ergibt sich vor dem Hintergrund einer verbesserten regulatorischen Klarheit in Regionen wie der Europäischen Union und einem günstigeren politischen Hintergrund in den Vereinigten Staaten unter Donald Trump.
Kraken selbst erweitert seinen regulatorischen Fußabdruck. Kürzlich hat es Zugang zum Kernzahlungssystem der Federal Reserve erhalten und führt in Europa mit MiFID-regulierter Krypto-Derivate auf den Markt.
Aufbau einer blockchain-basierten Marktinfrastruktur
Die Deutsche Börse entwickelt aktiv blockchain-basierte Dienste. Die Clearstream-Einheit hat kürzlich eine Plattform für den Handel mit tokenisierten Wertpapieren gestartet, die mit ihrer Vision übereinstimmt, digitale Vermögenswerte in die Mainstream-Finanzwelt zu integrieren.
Das Unternehmen sieht die Tokenisierung als einen zentralen Bestandteil des zukünftigen Finanzsystems. Es zielt darauf ab, eine nahtlose Wertschöpfungskette zu schaffen, unabhängig davon, ob Vermögenswerte traditionell, tokenisiert oder vollständig digital sind.
Trotz wachsender institutioneller Akzeptanz steht der Kryptomarkt weiterhin vor Herausforderungen. Bitcoin ist seit seinem Oktober-Höchststand um etwa 40 % gefallen, was Druck auf die Börsen in der gesamten Branche ausübt.
Wettbewerber wie Gemini haben Berichten zufolge Schwierigkeiten gehabt, Stellen abgebaut und während des Abschwungs nach zusätzlichen Fördermitteln gesucht.
Sicherheit bleibt ein weiteres Problem. Kraken hat kürzlich einen versuchten Erpressungsversuch einer kriminellen Gruppe offengelegt, die Anspruch auf Zugriff auf einige Kundenkontoinformationen beanspruchte, wobei die Börse betonte, dass Kundengelder niemals gefährdet seien.
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