- Die Stromnachfrage der Rechenzentren wird voraussichtlich um 220 % steigen und bis 2030 einen Rekord von 1.350 TWh erreichen.
- Der US-Iran-Krieg hat die Energieströme gestört, da KI-Rechenzentren den weltweiten Strombedarf erhöhen.
- Steigende Energiekosten könnten das kurzfristige BTC-Mining beeinträchtigen, aber langfristiges Wachstum der Infrastruktur fördern.
Goldman Sachs prognostiziert, dass KI-Rechenzentren den weltweiten Strombedarf bis 2030 um 220 % auf 1.350 TWh steigern werden. Zunehmende Spannungen im Nahen Osten schränken die Energieversorgung ein, treiben die Stromkosten in die Höhe und setzen Bitcoin-(BTC)-Miner unter Druck, während sie große Chancen in dezentraler Berechnung und On-Chain-Energieinfrastruktur schaffen.
Der Strombedarf der Rechenzentren wird voraussichtlich um 220 % ansteigen
Die weltweite Stromnachfrage in Rechenzentren wird voraussichtlich um 220 % gegenüber dem Stand von 2023 steigen und bis 2030 auf etwa 1.350 TWh ansteigen, laut der neuesten Aufwärtskorrektur von Goldman Sachs Research. Dieses Update hebt die Prognose der Bank gegenüber der bisherigen Prognose von einem Anstieg von 175 % an.

Unterdessen wird erwartet, dass die Vereinigten Staaten 60 % dieses Wachstums ausmachen, gegenüber 50 % in früheren Schätzungen, und etwa 750 TWh erreichen. Im Vergleich dazu wird die Kapazität der US-Rechenzentren voraussichtlich um 197 % auf einen Rekordwert von 95 Gigawatt steigen.
Störungen in der Straße von Hormus verengen die globale Energieversorgung
US-amerikanische und israelische Militärschläge auf den Iran führten zur faktischen Schließung der Straße von Hormus, wodurch seit Ende Februar 2026 nahezu der gesamte Schiffsverkehr auf der kritischen Schifffahrtsroute gestoppt wurde. Iranische Streitkräfte erklärten die Straße geschlossen, griffen Schiffe an und beschränkten die Passage, wodurch die täglichen Durchfahrten in den letzten Wochen von etwa 140 auf weniger als 10 reduziert wurden.
Die Blockade schnitt etwa 20 % der weltweiten Ölversorgung und einen ähnlichen Anteil an LNG-Exporten ab, hauptsächlich aus Katar. Angriffe auf Katars Ras Laffan LNG-Komplex und andere Golfinfrastrukturen verschärften die Engpässe, drängten katarisches LNG offline und verkürzten die weltweite Versorgung. Die Ölpreise stiegen stark an, wobei Brent kurzzeitig zwischen 100 und 120 Dollar pro Barrel gehandelt wurde, inmitten physischer Knappheit.
Diese geopolitischen Zwänge haben den Nachfrageschub verstärkt und weltweit zu höheren Industriestrompreisen geführt. Die US-Großhandelspreise für Strom werden voraussichtlich 2026 um 8,5 % steigen, da Rechenzentren und Großverbraucher um begrenzte Netzkapazitäten konkurrieren und so anhaltend den Energiekosten unter Druck setzen.
Welche Auswirkungen hat das Bitcoin-Mining?
BTC-Mining, das jährlich etwa 100–195 TWh verbraucht, sieht sich nun zunehmender Konkurrenz um Strom durch zunehmende KI-Rechenzentren gegenüber. KI-Hyperskaler überbieten Miner bei günstigen Aufträgen und drücken die Margen aus, da der Mining-Umsatz pro kWh weit unter dem von KI-Workloads liegt.
Der zunehmende Stromwettbewerb zwischen BTC-Minern und Rechenzentren verschärft kurzfristig die Rentabilität und erhöht den potenziellen BTC-Verkaufsdruck von gestressten Minern. Bergleute konkurrieren direkt mit Rechenzentren um günstigen Strom, was die Betriebskosten erhöhen, Kürzungen in teuren Regionen auslösen und einige Betreiber dazu zwingen könnte, ihre Infrastrukturstrategien neu zu überdenken.
Langfristig könnten anhaltende Energiebeschränkungen die Entwicklung dezentraler Infrastrukturlösungen unterstützen. Neue Modelle wie DePIN-Netzwerke und verteilte Rechenplattformen könnten flexiblere Alternativen bieten, während On-Chain-Energiemärkte und Miner-integrierte Systeme sich weiterhin als potenzielle Reaktionen auf globale Energieherausforderungen weiterentwickeln.
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