- Meta verhandelt darüber, Anthropic Rechenleistung im Rahmen eines möglichen KI-Computing-Deals im Wert von 10 Milliarden Dollar zu vermieten.
- Meta baut eine riesige KI-Kapazität auf und prüft den Verkauf von Ersatzrechenleistungen, um seine Infrastruktur zu monetarisieren.
- Ein unterzeichneter Vertrag würde eine neue Einnahmequelle für Meta schaffen und den Wettbewerb im KI-Hosting verschärfen.
Meta Platforms, Inc. (NASDAQ: META) und Anthropic PBC führen vorläufige Gespräche über einen riesigen Mietvertrag für ein Rechenzentrum, der über zwei Jahre bis zu 10 Milliarden US-Dollar wert sein könnte. Die Partnerschaft würde Anthropic, dem Claude-Hersteller, Zugang zu zusätzlicher künstlicher Intelligenz (KI) verschaffen und Meta gleichzeitig ermöglichen, seine wachsende KI-Rechenzentrumsinfrastruktur zu monetarisieren.
Meta und Anthropic diskutieren einen möglichen KI-Compute-Deal von 10 Milliarden Dollar
Quellen zufolge befindet sich Meta in frühen Gesprächen, um Teile seiner KI-Rechenleistung von seinen Rechenzentren an Anthropic zu vermieten. Das potenzielle Abkommen könnte bis zu 10 Milliarden Dollar wert sein und sich über zwei Jahre erstrecken.
Anthropic, das Unternehmen hinter der Claude-Modellfamilie, schlug die Vereinbarung im Juni 2026 vor. Nach den vorgeschlagenen Bedingungen würde Anthropic monatliche Zahlungen von rund 417 Millionen Dollar an Meta über den vereinbarten Zeitraum leisten, wobei beide Parteien die Flexibilität behalten, den Deal vorzeitig zu verlassen.
Warum Meta und Anthropic den riesigen KI-Compute-Deal anstreben
Beide Unternehmen werden durch den akuten globalen Mangel an KI-Rechenkapazität und die explodierenden Kosten für Infrastruktur angetrieben. Anthropic steht unter enormem Druck, seine Claude-Modelle zu skalieren, angesichts der explodierenden Nutzernachfrage und Nutzungsbeschränkungen für seine fortschrittlichsten Angebote.
Durch die Anmietung von Kapazitäten von Meta kann Anthropic seine Infrastrukturanbieter diversifizieren, die Abhängigkeit von Partnern wie Amazon Web Services verringern und gleichzeitig zuverlässige, leistungsstarke GPUs absichern, ohne die volle Kapitalbelastung eigener Rechenzentren zu benötigen.
Für Meta stellt das Geschäft eine Chance dar, seine enormen KI-Investitionen zu monetarisieren. Meta hat erhebliche Investitionen in KI-Infrastruktur getätigt, wobei die Investitionsausgaben für 2026 zwischen 115 und 145 Milliarden US-Dollar erwartet werden. Mark Zuckerberg hat öffentlich erklärt, dass es Parteien gibt, die an einem Zugriff auf seine Modelle oder an Rechenleistung interessiert sind, und dass das Unternehmen kommerzielle Cloud-Angebote in Betracht zieht.
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Was steht als Nächstes für die KI-Infrastruktur und die Kryptomärkte an?
Die Ausgaben für KI-Infrastruktur beschleunigen sich, wobei große Hyperskalierunternehmen wie Amazon, Microsoft, Alphabet, Meta und andere in diesem Jahr voraussichtlich 700 bis 800 Milliarden Dollar für Investitionsausgaben ausgeben werden – etwa 70 % mehr als 2025. Weitere Erhöhungen werden bis 2027 erwartet, die möglicherweise 1 Billion US-Dollar jährlich erreichen oder überschreiten, während die kumulierte KI-Infrastrukturinvestitionen in diesem Jahrzehnt voraussichtlich 5 Billionen US-Dollar übersteigen werden.
Unterdessen hat die Energie die KI-Chips als größte Einschränkung der Branche abgelöst. Die Stromnachfrage in den US-Rechenzentren wird voraussichtlich bis 2027 von 31 GW auf 66 GW mehr als verdoppelt, während der weltweite Stromverbrauch in den Rechenzentren bis 2030 auf 945 TWh liegen könnte.
Dadurch schaffen diese Trends neue Chancen für Infrastrukturanbieter. Für Meta könnte das Leasing von KI-Computing seine Meta-Compute-Strategie validieren, indem ein neuer wiederkehrender Einnahmestrom geschaffen wird und gleichzeitig mit AWS, Microsoft Azure und Google Cloud konkurriert. Der Boom der KI-Infrastruktur verändert zudem die Kryptomärkte, wobei Bitcoin-Miner über 70 Milliarden Dollar an KI- und HPC-Deals angekündigt haben.
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