- Nigeria benötigt nun eine Steuer-ID, um neue Konten auf regulierten Krypto-Börsen und P2P-Plattformen zu eröffnen.
- Neue Richtlinien führen klare Steuerregelungen für Kryptowährungen, Stablecoins und andere virtuelle Vermögenswerte ein.
- Mittelgroße und große Unternehmen zahlen 30 % Körperschaftsteuer auf Gewinne aus Krypto-Transaktionen.
Nigeria hat einen umfassenden Steuerrahmen für virtuelle Vermögenswerte eingeführt und neue Compliance-Anforderungen für Krypto-Nutzer, Börsen und Peer-to-Peer-(P2P)-Betreiber festgelegt. Konkret hat der Nigeria Revenue Service (NRS) eine Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID) für jeden, der ein neues Krypto-Konto auf regulierten Plattformen eröffnet, verpflichtend gemacht.
Die am Montag unter dem Nigeria Tax Act 2025 und dem Nigeria Tax Administration Act 2025 veröffentlicht wurden, erklären außerdem, wie Kryptowährungen, Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und andere virtuelle Vermögenswerte besteuert werden.
NRS‘ Steuerrahmen für Krypto
Laut NRS schaffen die Richtlinien einen administrativen Rahmen für die Besteuerung virtueller Vermögenswerte. Sie behandeln die Steuerregistrierung, Berichtspflichten, Buchführung, Bewertungsprinzipien und die steuerliche Behandlung von Krypto-Transaktionen.
Die Behörde erklärte, der Rahmen solle Klarheit und Konsistenz für Steuerzahler, Virtual Asset Service Providers (VASPs), P2P-Marktplatzbetreiber, Steuerberater und Personen im Bereich digitaler Vermögenswerte schaffen.
Steuer-ID erforderlich, um neue Krypto-Konten zu eröffnen
Eine der größten Änderungen ist die Einführung der verpflichtenden Steuer-ID-Verifizierung. Jeder, der steuerpflichtige virtuelle Vermögenswerte ausübt, muss eine Steueridentifikationsnummer erhalten. Regulierte Kryptobörsen, Wallet-Anbieter, Handelsplattformen und P2P-Treuhandbetreiber müssen die Steuer-ID der Nutzer überprüfen, bevor sie ein neues Konto aktivieren.
Die Anforderung macht die Steuerverifizierung zum Teil des Onboarding-Prozesses. Außerdem werden Krypto-Plattformen mit Nigerias umfassendem Steuerverwaltungssystem in Einklang gebracht.
30 % Steuer auf Krypto-Gewinne
Außerdem bestätigen die Leitlinien, dass mittelständische und große Unternehmen, die Gewinne aus Krypto- und anderen virtuellen Anlagetransaktionen erzielen, nun eine Körperschaftsteuer von 30 % gemäß dem Nigeria Tax Act 2025 zahlen müssen.
Die Maßnahme ist Teil von Reformen zur Verbesserung der Steuererhebung und zur Schaffung eines stärkeren regulatorischen Umfelds für Unternehmen, die in Nigerias digitaler Wirtschaft tätig sind.
Was die neuen Regeln für Krypto-Nutzer bedeuten
Bemerkenswert ist, dass das neue Rahmenwerk weder den Handel mit Kryptowährungen noch den Eigentum verbietet. Stattdessen werden formelle Steuervorschriften eingeführt.
Jeder, der ein neues Konto auf einer regulierten Börse oder einer P2P-Plattform eröffnet, muss eine gültige Steuer-ID vorlegen, bevor das Konto aktiviert werden kann. Bestehende Nutzer könnten zudem mit zusätzlichen Berichtspflichten konfrontiert werden, wenn die Plattformen das neue Framework übernehmen.
Nutzer sollten außerdem strengere Berichtspflichten und eine engere Aufsicht über steuerpflichtige digitale Vermögenswerte erwarten.
Unterdessen erweitert der neue Rahmen die Compliance-Aufgaben für Börsen und VASPs erheblich. Die Plattformen werden verpflichtet sein:
- Verifizieren Sie Steuer-IDs, bevor Sie neue Kundenkonten aktivieren
- Führen Sie detaillierte Transaktionsaufzeichnungen
- Erfüllen Sie Anforderungen an Steuerberichterstattung und Buchführung
- Implementierung von Systemen, die den NRS-Meldepflichten entsprechen
Diese Anforderungen könnten die Betriebs- und Compliance-Kosten für Börsen für nigerianische Nutzer erhöhen.
Im Juli unterzeichnete Präsident Bola Tinubu die Präsidiale Exekutivverordnung zur Koordination virtueller Vermögenswerte, 2026. Die Anordnung zielt darauf ab, die Koordination zwischen Regierungsbehörden, die für Kryptowährungen, Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und verwandte Technologien zuständig sind, zu verbessern.
Nigeria bleibt einer der größten Kryptomärkte Afrikas. Schätzungsweise 22 bis 26 Millionen Nigerianer nutzen Kryptowährungen, während etwa 40 % für internationale Überweisungen auf digitale Vermögenswerte angewiesen sind.
Die jüngsten Steuermaßnahmen zeigen die Absicht der Regierung, den Sektor weiter in das formelle Finanz- und Steuersystem einzubinden, um die Einhaltung zu verbessern und die öffentlichen Einnahmen zu steigern.
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