- Ray Dalio sagt, dass Bitcoin keine Zentralbankunterstützung und keine zentralen Eigenschaften traditioneller sicherer Hafen-Vermögenswerte besitzt.
- Bitcoin und Gold zeigten während des US-Iran-Konflikts gemischte Bewegungen und stellten Absicherungsansprüche infrage.
- Dalio hält immer noch etwa 1 % von Bitcoin und schlägt eine Allokation von bis zu 15 % für Bitcoin oder Gold vor.
Ray Dalio erneuerte seine Kritik an der Rolle von Bitcoin als Wertspeicher während eines Auftritts im All-In Podcast und argumentierte, dass die Kryptowährung nicht mit Gold verglichen werden sollte, da ihr die institutionelle Unterstützung und strukturellen Merkmale fehlen, die traditionell mit sicheren Hafen assoziiert werden.
Der Gründer von Bridgewater Associates sagte, Bitcoin profitiere nicht von Zentralbankbesitz, besitze aufgrund seines transparenten Blockchain-Verzeichnisses keine Privatsphäre und könnte künftigen technologischen Risiken durch Fortschritte im Quantencomputing ausgesetzt sein.
Dalios Äußerungen fielen in einer Woche erhöhter geopolitischer Spannungen nach dem Ausbruch des US-Iran-Konflikts, einer Phase, die auch prüfte, wie die Märkte auf plötzliche globale Unsicherheit reagieren. Obwohl er wiederholte, dass Gold weiterhin ein etablierter Reservevermögen sei, zeigten die Kursbewegungen in beiden Märkten im gleichen Zeitraum eher Volatilität als ein klares Safe-Haven-Verhalten.
Gold und Bitcoin bewegen sich während Marktstress unterschiedlich
Die Marktaktivität am Tag von Dalios Äußerungen zeigte unterschiedliche Reaktionen zwischen den beiden Vermögenswerten. Fünf Tage nach Beginn des US-Iran-Konflikts hatten beide Märkte schwankende Preisbewegungen erlebt. Das Gold stieg zunächst nach den ersten Militärschlägen, gab diese Gewinne jedoch später wieder auf, als sich die Bedenken hinsichtlich möglicher Störungen der Ölversorgung verlagerten.
Bitcoin fiel unterdessen am Samstag, erholte sich am Sonntag nach Berichten über den Tod des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei und stieß später auf Widerstand nahe der 70.000-Dollar-Grenze.
Die Kursbewegung wies darauf hin, dass sich keiner der beiden Vermögenswerte während der Woche konsequent wie eine traditionelle Krisenabsicherung verhielt. Beide Märkte bewegten sich als Reaktion auf sich verändernde geopolitische und makroökonomische Signale, anstatt einen stabilen Safe-Haven-Trend aufrechtzuerhalten.
Dalio hat eine begrenzte Bitcoin-Exposition
Obwohl Dalio die strukturellen Stärken von Bitcoin infrage stellte, hält er weiterhin eine kleine Allokation für das digitale Asset. Er sagte, dass derzeit etwa 1 % seines Anlageportfolios für Bitcoin zur Diversifikation vorgesehen ist.
Im Juli 2025 empfahl Dalio außerdem, bis zu 15 % ihrer Portfolios entweder Bitcoin oder Gold zuzuordnen, und beschrieb die kombinierte Allokation als das, was er das „beste Rendite-Risiko-Verhältnis“ angesichts steigender US-Staatsanleihen nannte.
Bedenken hinsichtlich Transparenz und langfristigen Risiken
Dalio hat wiederholt Bedenken hinsichtlich des Transparenz- und Governance-Modells von Bitcoin geäußert. Da Transaktionen in einem öffentlichen Hauptbuch stattfinden, so sagte er, könne die Aktivität im Netzwerk überwacht und potenziell kontrolliert werden. Er stellte außerdem infrage, ob die Zentralbanken ein Vermögen anhäufen würden, das außerhalb traditioneller Geldsysteme operiert.
Ein weiteres Problem, das er hervorhob, betrifft potenzielle langfristige technologische Bedrohungen. Dalio verwies auf Quantencomputing als eine Entwicklung, die letztlich bestehende kryptografische Sicherheitsrahmen, die von digitalen Vermögenswerten genutzt werden, herausfordern könnte.
Separat hat Dalio gewarnt, dass die von den USA geführte globale Finanzordnung strukturellen Wandel durchläuft. In seinen jüngsten Äußerungen sagte er, das aktuelle System sei „zusammengebrochen“ und argumentierte, dass Investoren möglicherweise überdenken müssten, wie sie Vermögen schützen, da sich die globalen Finanzbedingungen entwickeln.
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