- Russland könnte Krypto-Mining in der Nähe von Moskau bis 2032 verbieten, da der Druck auf das Stromnetz zunimmt.
- Die Bergbauaktivitäten in Moskau und den umliegenden Regionen erreichten eine kombinierte Leistungskapazität von 734 Megawatt.
- Neue Beschränkungen zeigen, dass der legale Bergbau in strombelasteten Regionen immer knapper wird.
Russland nähert sich einer weiteren großen regionalen Beschränkung des Krypto-Minings, diesmal in der Nähe seines politischen und wirtschaftlichen Zentrums. Eine Regierungskommission für den Stromausbau hat empfohlen, den Bergbau in Moskau, der Oblast Moskau und ausgewählten Teilen der Oblast Kursk bis 2032 zu verbieten.
Die Empfehlung folgt auf wachsende Besorgnis über den Strombedarf von Rechenzentren und bergbaugebundener Infrastruktur. Der stellvertretende Energieminister Jewgeni Grabtschak sagte, die Kommission habe die Beschränkung nach Überprüfung des Drucks auf lokale Stromnetze überprüft.
Moskauer Stromnetzdruck zieht die Debatte über das Bergbauverbot in die Hauptstadt
Laut lokalen Medien soll die vorgeschlagene Maßnahme die Stabilität der lokalen Stromversorgung schützen. Dieser Schritt markierte eine deutliche Veränderung gegenüber der Position des Energieministeriums im April.
Damals erklärten Beamte, es gebe keine unmittelbaren Pläne, das Krypto-Mining in Moskau und den umliegenden Gebieten zu verbieten. Sie sagten, ein formeller regionaler Antrag sei noch nicht eingereicht worden. Die jüngste Empfehlung legt jedoch nahe, dass der Stromnetzdruck schwerer zu ignorieren ist.
Sergei Voropanov, der Energieminister der Moskauer Region, verwies zuvor auf die hohe Nachfrage nach Rechenzentren. Die im Bericht zitierten Schätzungen des Ministeriums zeigten 65 Rechenzentren, die in Moskau und den umliegenden Gebieten verbunden sind. Ihre kombinierte Kapazität erreichte 734 Megawatt.
Davon befanden sich 19 Rechenzentren in der Region Moskau. Diese Anlagen hatten eine angeschlossene Kapazität von 233 Megawatt. Diese Größenordnung hat das Krypto-Mining in eine größere Debatte über Stromnachfrage, industrielle Belastung und regionale Netzresilienz gebracht.
Russlands regionale Bergbauverbote deuten auf eine umfassendere Energieverschiebung hin
Die vorgeschlagene Beschränkung für das Hauptstadtgebiet folgt auf mehrere frühere Bergbauverbote in strombelasteten Regionen. Am 20. März verhängte die Regierung ein ganzjähriges Verbot in Burjatien und im Transbaikal-Gebiet.
Diese Einschränkung gilt vom 1. April 2026 bis zum 15. März 2031. Am 7. April 2025 ordneten die Behörden zudem ein vollständiges Verbot im Süden von Irkutsk an. Anfangs war der Bergbau bereits in Teilen von Burjatien und dem Zabaikalsky Krai während der Strombedarfsspitzen eingeschränkt.
Ebenso genehmigte Russland im Dezember 2024 umfassendere Verbote für Dagestan, Inguschetien, Kabardino-Balkarien, Karatschai-Tscherkessien, Nordossetien, Tschetschenien und mehrere besetzte ukrainische Regionen. Diese Maßnahmen begannen am 1. Januar 2025 und sollen bis zum 15. März 2031 andauern.
Legales Krypto-Mining wird verengt, da sich die Netzgrenzen verschärfen
Unterdessen signalisiert der neue Vorschlag keine pauschale Ablehnung des Krypto-Minings. Stattdessen zeigt sie, wie der legale Bergbau durch lokale Energiebedingungen eingeschränkt wird. Anfang 2024 verbrauchte der Sektor laut Quellen jährlich etwa 16 Milliarden Kilowattstunden.
Das entspricht etwa 1,5 % des nationalen Stromverbrauchs. Dennoch können registrierte Unternehmen und einzelne Unternehmer legal über den Federal Tax Service Minen beantragen. Einzelpersonen dürfen ohne Registrierung nur innerhalb eines monatlichen Stromlimits von 6.000 kWh abbauen.
Das vorgeschlagene Verbot in der Nähe von Moskau entspricht daher einem klareren Muster: Bergbau bleibt legal, aber nur dort, wo Stromnetze die Last tragen können.
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