Südkorea bestätigt Einführung der Krypto-Steuer trotz wachsender Gegenreaktion

Südkorea bestätigt Einführung der Krypto-Steuer trotz wachsender Gegenreaktion

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Südkorea bestätigt Einführung der Krypto-Steuer trotz wachsender Gegenreaktion
  • Südkorea bestätigte, dass die Krypto-Steuerregelungen trotz Kritik im Januar 2027 in Kraft treten werden.
  • Die Gesetzgeber sagen, dass die 22%-Krypto-Steuer eine ungleiche Behandlung darstellt, da Aktiengewinne unbesteuert bleiben.
  • Steuerexperten sagten, Südkorea habe keine klaren Systeme zur Krypto-Meldung und Verlustabzug.

Das südkoreanische Wirtschafts- und Finanzministerium bestätigte, dass das Land ab Januar 2027 mit der Besteuerung virtueller Vermögenswerte fortschreiten wird, trotz wachsender Kritik von Gesetzgebern, Steuerexperten und Branchenakteuren hinsichtlich Steuergerechtigkeit und Infrastrukturbereitschaft.

Die Bestätigung markiert die erste öffentliche Stellungnahme des Ministeriums zum Umsetzungszeitplan nach mehreren Verzögerungen in den letzten Jahren. Beamte erklärten, dass der Nationale Steuerdienst (NTS) derzeit die operativen Richtlinien finalisiert und die technischen Vorbereitungen mit den fünf größten Kryptowährungsbörsen des Landes koordiniert.

Finanzministerium setzt Steuerrahmen voran

Moon Kyung-ho, Direktor der Einkommensteuerabteilung des Ministeriums, sagte, der NTS bereite einen detaillierten Steuerrahmen vor, der bald in die gesetzgeberische Vorankündigungsphase eintreten wird. Laut lokalen Berichten führt die Behörde Gespräche mit Dunamu, Bithumb, Coinone, Korbit und Gopax, um Meldesysteme und Implementierungsverfahren vor dem geplanten Start zu koordinieren.

Die Aktualisierung erfolgte, als die südkoreanische Nationalversammlung auch Änderungen am Foreign Exchange Transactions Act genehmigt hat, die Anbieter virtueller Vermögenswerte offiziell unter Devisenvorschriften stellen. Das Gesetz wurde mit 212 Stimmen dafür und ohne Gegenstimmen verabschiedet. Die Änderung soll sechs Monate nach der Verkündung in Kraft treten und könnte noch vor Ende dieses Jahres durchgesetzt werden.

Gesetzgeber äußern Bedenken hinsichtlich der Steuergerechtigkeit

Die geplante Einführung der Steuern hat eine erneute politische Debatte ausgelöst, insbesondere nachdem Südkorea Ende 2024 die Einkommensteuer für Aktieninvestoren abgeschafft hat. Kritiker argumentieren, dass die Anwendung eines Steuersatzes von 22 % auf Kryptowährungsgewinne, während Aktieninvestitionen unbesteuert bleiben, eine ungleiche Behandlung für Investoren digitaler Vermögenswerte darstellt.

Der Abgeordnete der People Power Party, Park So-young, kritisierte den Vorschlag während eines Notfallforums zur Besteuerung virtueller Vermögenswerte im Bürogebäude der Nationalversammlung in Seoul. Park erklärte, dass das derzeitige System die Möglichkeiten zum Vermögensaufbau für jüngere Investoren einschränken könnte, die angesichts steigender Wohn- und Lebenshaltungskosten zunehmend digitale Vermögenswerte nutzen.

Park stellte außerdem die Frage, ob der NTS über ausreichende Infrastruktur verfügt, um das Steuersystem ordnungsgemäß durchzusetzen. Er warnte, dass Anleger ihre Aktivitäten auf ausländische Börsen wie Binance verlagern könnten, da die inländischen Behörden derzeit nur lokale Gewinn-basierte Handelsplattformen verfolgen.

Experten heben strukturelle Probleme hervor

Während des Forums identifizierten Steuerexperten mehrere ungelöste Fragen innerhalb des vorgeschlagenen Rahmens. Oh Moon-sung, Präsident der Korean Society of Tax Policy, argumentierte, dass virtuelles Vermögenseinkommen als Kapitalgewinne und nicht als sonstiges Einkommen klassifiziert werden sollte, das typischerweise für temporäre Einkünfte wie Lotteriepreise verwendet wird.

Die Podiumsteilnehmer kritisierten zudem das Fehlen von Regelungen zur Verlustübertragung. Im aktuellen Rahmen können Krypto-Investoren zukünftige Gewinne nicht mit früheren Verlusten ausgleichen, im Gegensatz zu Systemen in den USA, Großbritannien und Deutschland.

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