US-Kanada-Handelskrieg wird heißer: Worauf Händler achten müssen

US-Kanada-Handelskrieg wird heißer: Worauf Händler achten müssen

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Handelskrieg zwischen den USA und Kanada verschärft das, worauf Händler achten müssen
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  • Die Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada scheiterten, was neue 50%-Zölle auf Waren im Wert von 20 Milliarden Dollar auslöste.
  • Kanada hat versprochen, „Dollar für Dollar“ zu reagieren, was das Risiko einer Eskalation erhöht.
  • Der kanadische Dollar schwächte sich ab, während Bitcoin stieg und Gold zulegte, was die gemischten Marktreaktionen hervorhob.

Die Trade-Verhandlungen zwischen Washington und Ottawa scheiterten kurz vor einer Mitternachtsfrist. Neue 50%-Zölle auf kanadische Güter im Wert von Milliarden Dollar sind nun in Kraft getreten. Dies hat Premierminister Mark Carney dazu veranlasst, „Dollar für Dollar“ zu versprechen.

Carney setzte die Handelsverhandlungen wenige Minuten vor Ablauf der Frist aus, nachdem Trump ihm eine dreitägige Verlängerung für Gespräche gewährt hatte. Die neuen Abgaben betrafen Hunderte von Gegenständen im Wert von etwa 20 Milliarden Dollar, darunter Sperrholz, Spirituosen, elektrische Ausrüstung und Eishockeyausrüstung.

Für Händler stellt sich die Frage, ob dies einen Marktausverkauf auslöst oder ob die Märkte die Nachricht einfach abtun.

Aktien zeigen bisher wenig Reaktion

Die Märkte sind trotz des Zusammenbruchs der Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada ruhig geblieben. Der S&P 500 stieg um 0,43 %, der Dow um 0,98 % und der Nasdaq um 0,43 %. Der VIX, ein Maß für die Marktangst, fiel ebenfalls um mehr als 5 % auf 15,13 %.

Bisher scheinen Investoren dies eher als US-Kanada-Streit denn als größere Bedrohung für die globalen Märkte zu sehen. Das könnte sich jedoch schnell ändern, wenn Kanada mit höheren Zöllen reagiert oder andere Länder neue Handelsmaßnahmen ergreifen.

Kanadischer Dollar unter Druck

Der kanadische Dollar erleidet den größten Schlag durch die Handelsspannungen. Die neuen 50%-Zölle könnten kanadische Exporte, Investitionen und die Währung beeinträchtigen. USD/CAD wird voraussichtlich volatil bleiben, mit einer möglichen Spanne von 1,38–1,42 bis August.

Die Bank of Canada hat zudem niedrigere Zinssätze als die US-Notenbank Federal Reserve, was den Druck auf den kanadischen Dollar erhöhen könnte. Da Carney verspricht, die US-Zölle zu erreichen, ist mit weiteren Schwankungen bei USD/CAD zu rechnen, da Händler auf den nächsten Schritt beider Seiten reagieren.

Bitcoin: Absicherung oder riskanter Vermögenswert?

Die Reaktion von Bitcoin sticht hervor. Anstatt auf Handelsängste zu sinken, stieg Bitcoin um 4,7 % auf 78.523 US-Dollar. Dies deutet darauf hin, dass Bitcoin manchmal als Absicherung fungiert, wenn die Märkte unsicher sind, anstatt einfach mit Aktien zu fallen.

Diese Beziehung kann sich jedoch schnell ändern. Wenn die Marktvolatilität zunimmt, könnte Bitcoin zusammen mit anderen riskanten Vermögenswerten weiterhin fallen.

Gold: Immer noch ein sicherer Zufluchtsort

Gold zeigt die übliche Safe-Haven-Reaktion. Sie stieg um 1,97 % auf 4.661,60 US-Dollar, als die Handelsgespräche scheiterten. Investoren wenden sich oft Gold zu, wenn Unsicherheiten rund um Handel, Währungen oder Geopolitik herrschen.

Wenn sich die Spannungen verschärfen, könnte das Gold weiter steigen, insbesondere angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und rund um die Straße von Hormus.

Was könnte einen größeren Marktausverkauf auslösen?

Die Märkte sind vorerst ruhig, aber der Handelskrieg ist noch nicht vorbei. Kanada hat versprochen, die US-Zölle zu decken. Wenn beide Seiten weiterhin die Zölle erhöhen, insbesondere für große Sektoren wie Automobile und Energie, könnte der Marktstress zunehmen.

Im Moment zeigen Gold und der kanadische Dollar die größten Anzeichen von Druck, während Aktien und Bitcoin darauf hindeuten, dass Anleger nicht mit dem Schlimmsten rechnen. Händler sollten USD/CAD, Gold und Bitcoin genau beobachten. Wenn sich diese Märkte stark bewegen und auch die Aktien schwächer werden, könnte dies den Beginn einer größeren Risiko-Off-Bewegung signalisieren.

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