- Der Kryptomarkt bleibt aufgrund der Verzögerung des CLARITY Act bis September ohne klare bundesstaatliche Rahmenbedingungen.
- Börsen stehen vor Unsicherheit bei der Token-Klassifizierung als Wertpapiere oder Rohstoffe.
- Emittenten sind rechtlichen Risiken ausgesetzt, Institutionen verzögern Pläne und Nutzer fehlen klare Schutzmaßnahmen
Der CLARITY Act wird den US-Senat nicht erreichen, bevor die Gesetzgeber zur Augustpause aufbrechen, was die Unsicherheit für einen Großteil der digitalen Asset-Branche verlängert. Der Mehrheitsführer des Senats, John Thune, bestätigte durch einen Sprecher, dass die Gesetzgebung nun voraussichtlich zurückkehrt, wenn die Senatoren im September wieder zusammenkommen, nachdem die Demokraten sich gegen eine Abstimmung vor der Pause gelehnt hatten.
Die Verzögerung lässt Börsen, Token-Emittenter, DeFi-Projekte, institutionelle Investoren und Privatkunden unter dem gleichen regulatorischen Umfeld agieren wie bisher.
Obwohl der GENIUS Act bereits bundesweite Regeln für Zahlungs-Stablecoins erlassen hat, fehlt dem Kryptomarkt weiterhin eine bundesstaatliche Struktur für Börsen, Broker, Verwahrer, Blockchain-Netzwerke und viele andere Aktivitäten, die der CLARITY Act abdecken soll.
Verzögerung des CLARITY Act verlängert regulatorische Unsicherheit
Der CLARITY Act wurde bereits im Mai vom Bankenausschuss des Senats verabschiedet, benötigt aber noch mindestens 60 Stimmen im Senat, um weiterzukommen. Das bedeutet, dass das Gesetz parteiübergreifende Unterstützung benötigt, um voranzukommen.
Die Demokraten setzen sich weiterhin für stärkere Schutzmaßnahmen ein, um zu verhindern, dass Präsident Donald Trump während seiner Amtszeit finanziell von Krypto profitiert. Gleichzeitig war die Unterstützung der Republikaner nicht einheitlich. Senator Josh Hawley hatte zuvor erklärt, er werde die Maßnahme ablehnen, es sei denn, sie enthält Änderungen, die die von Gemeinschaftsbanken aufgeworfenen Themen adressieren.
Was die Verzögerung für die Kryptoindustrie bedeutet
Die Verzögerung bedeutet, dass wichtige Teile des Kryptomarktes ohne einen klaren bundesstaatlichen Rahmen weitergeführt werden. Börsen und Broker sind weiterhin überlappenden oder unklaren regulatorischen Interpretationen ausgesetzt, insbesondere in Bezug darauf, ob bestimmte Token als Wertpapiere oder Rohstoffe gelten.
Für Token-Emittenten und DeFi-Projekte schränkt das Fehlen definierter Regeln weiterhin die Struktur und Einführung von Produkten ein. Ohne Klarheit über Registrierungsanforderungen oder mögliche Ausnahmen sind Projekte mit anhaltenden rechtlichen Risiken konfrontiert, insbesondere in Bereichen wie dezentraler Finanzen und Token-Verteilung.
Auch institutionelle Investoren werden voraussichtig vorsichtig bleiben. Viele Banken, Vermögensverwalter und Broker-Dealer haben bereits regulatorische Unsicherheiten als zentrales Hindernis für die Skalierung ihrer digitalen Vermögenswerte identifiziert. Ohne gesetzliche Klarheit könnten Entscheidungen über Kapitalzuweisungen und Zeitpläne zur Produktentwicklung weiterhin verzögert werden.
Einzelhandelskunden werden keine sofortigen Veränderungen sehen, aber das Fehlen eines definierten Rahmens bedeutet weiterhin Unsicherheit bezüglich Plattformschutz, Verwahrungsregeln und Marktkontrolle. Während bestehende Vorschriften bestehen, ist die umfassendere Struktur, die diese Schutzmaßnahmen standardisieren könnte, noch ausstehend.
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FAQs
Keine neuen bundesstaatlichen Krypto-Vorschriften treten in Kraft, sodass die Branche weiterhin unter dem bestehenden regulatorischen Rahmen arbeitet.
Dem Gesetzentwurf fehlt weiterhin die parteiübergreifende Unterstützung, da die Gesetzgeber sich weiterhin über mehrere Bestimmungen uneinig sind.
Ja, wenn der Kongress die Gesetzgebung während der Septembersitzung oder vor Jahresende nicht genehmigt.
Ja, die SEC reguliert weiterhin digitale Vermögenswerte nach bestehenden bundesstaatlichen Wertpapiergesetzen, bis neue Gesetze erlassen werden.
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