- Die Staatsduma Russlands verabschiedete in der ersten Lesung ein Gesetz zur Reform der Kryptowährungssteuer.
- Investoren können Krypto-Gewinne und -Verluste innerhalb desselben Steuerzeitraums ausgleichen und so die Bruttosteuerlast reduzieren.
- Lizenzierte Börsen müssen die persönliche Einkommensteuer direkt einbehalten, wenn Nutzer Krypto kaufen und verkaufen.
Die Staatsduma Russlands hat in der ersten Lesung ein von der Regierung vorgeschlagenes Gesetz zur Reform der Kryptowährungssteuer verabschiedet, das den bisher umfassendsten Rahmen für die Besteuerung digitaler Vermögenswerte im Land schafft.
Die Gesetzgebung führt Russland zu einem strukturierten Krypto-Steuersystem mit klaren Regeln für Privatanleger, Unternehmen, Broker und Handelsplattformen.
Wie Krypto-Gewinne besteuert werden
Das Gesetz berechnet die steuerpflichtige Basis für Kryptowährungstransaktionen als positive Differenz zwischen Einnahmen und Kosten. Investoren können Gewinne und Verluste aus digitalen Währungen und ausländischen digitalen Rechten innerhalb desselben Steuerzeitraums ausgleichen, was bedeutet, dass profitable Geschäfte durch Verluste aus demselben Zyklus reduziert werden können, anstatt auf Bruttogewinne besteuert zu werden.
Wichtige Bestimmungen für Privatanleger:
- Gewinne und Verluste im gleichen Steuerzeitraum
- Makler und Treuhänder sind verpflichtet, als Steuervertreter für die persönliche Einkommensteuer aufzutreten.
- Transaktionsunterlagen müssen mindestens fünf Jahre aufbewahrt werden
- Nur dokumentierte Ausgaben qualifizieren sich für einen Abzug
Unternehmens- und Börsenregeln
Auf Unternehmensebene werden Einnahmen und Ausgaben aus dem Außenhandel mit digitalen Vermögenswerten in die allgemeine Unternehmenssteuerbasis einbezogen. Die Ausnahme bildet das Kryptowährungs-Mining, das separat behandelt wird. Ausländische digitale Rechte werden steuerlich als Kryptowährung klassifiziert.
Lizenzierte Kryptowährungsbörsen stehen vor der größten neuen Verpflichtung. Der Haushalts- und Steuerausschuss der Staatsduma hat vorgeschlagen, dass Börsen direkt die Aufgaben der Steuerbehörde übernehmen und die persönliche Einkommensteuer zum Zeitpunkt der Transaktion einhalten, wenn Nutzer Kryptowährungen kaufen und verkaufen. Dies würde die Börsen effektiv für die Steuererhebung verantwortlich machen, anstatt die Einhaltung den einzelnen Händlern zu überlassen.
Zusätzliche Bestimmungen
Mehrere weitere Elemente wurden im Entwurf aufgenommen:
- Verkäufe ausländischer digitaler Rechte ohne physische Lieferung sind von der Mehrwertsteuer befreit, sofern sie nur monetäre Ansprüche bestätigen
- Digitale Verwahrer und Wechseldienste sind von der Mehrwertsteuer befreit
- Verluste auf digitale Schuldvermögen, die an Börsen gehandelt werden und auf zukünftige Perioden übertragen werden dürfen
- Coupons auf mit Rubel denominierten digitalen Finanzanleihen, die an der Moskauer Börse gehandelt werden, werden mit einem bevorzugten Satz besteuert, der den russischen Unternehmensanleihezinsen ähnelt
Was kommt als nächstes?
Der Gesetzentwurf hat seine erste Lesung bestanden und wird zur zweiten Lesung zurückkehren, bei der die Pflicht zur Austauschsteuerbehörde und weitere Änderungen aufgenommen werden. Die endgültige Verabschiedung würde Russlands bisher umfassendsten Rahmen für die Besteuerung digitaler Vermögenswerte festlegen und damit die Unklarheit schließen, die die Krypto-Steuerbehandlung im Land seit dem Einzug digitaler Vermögenswerte in den Mainstream kennzeichnet.
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