- Galaxy Digital bereitet sich auf eine potenzielle existenzielle Bedrohung für Bitcoin vor.
- Das Infrastrukturunternehmen hat einen 5-Millionen-Dollar-Fonds für Quantensicherheitsforschung initiiert.
- Entwickler verbessern aktiv die Kerndesigns von Bitcoin, um sich auf Eventualitäten vorzubereiten.
Das diversifizierte Finanz- und Infrastrukturunternehmen Galaxy Digital hat einen Fonds über 5 Millionen US-Dollar gestartet, um die Forschung zur Quantensicherheit von Bitcoin zu verbessern. Laut einem offiziellen Beitrag auf X erklärte das Unternehmen, dass es sich auf eine Zukunft vorbereitet, die schnell eintreten könnte, da Bitcoin sich von Natur aus langsam aktualisiert.
Vorbereitung auf den Regentag
Laut Galaxy Digital ist der neu gestartete Fonds eine Möglichkeit, zur Entwicklung des Bitcoin-Netzwerks beizutragen, bevor es dringend wird. Sie hob die Säulen ihrer neuesten Initiative hervor, darunter bis zu 5 Millionen US-Dollar an Entwicklerzuschüssen für post-quantumistische Lösungen, laufende Forschung und Veröffentlichungen über Galaxy Research sowie einen Quantenbeirat führender Experten.
Galaxy wies weiter darauf hin, dass sich die Fördermittel des Entwicklerprogramms auf quantenresistente Upgrade-Vorschläge konzentrieren werden, die von informellen Vorschlägen bis hin zu formellen Bitcoin Improvement Proposals (BIPs) reichen. Es wird außerdem Arbeiten an Post-Quanten-Kryptographie und Signaturschemata für Bitcoin, Wallet-/Custodian-Migrationstools, formelle Sicherheitsaudits und Code-Review behandelt.
Das Unternehmen betonte das Wesen der Bitcoin-Sicherheit und stellte fest, dass es immer darauf angewiesen sei, dass Menschen frühzeitig erscheinen, um das Protokoll zu verteidigen. Galaxy Digital nutzte die Gelegenheit zur Ankündigung des Fonds, um Mitglieder des Bitcoin-Ökosystems, darunter Entwickler, Institutionen und Forscher, zum Programm einzuladen.
Bekämpfung einer existenziellen Bedrohung für Bitcoin
Bemerkenswert ist, dass Quantencomputing eine existenzielle Bedrohung für das Eigentumsmodell von Bitcoin darstellt, indem es Schwachstellen in seinen digitalen Signaturalgorithmen offenlegt. Obwohl die Bedrohung nicht unmittelbar ist, modernisieren Entwickler aktiv die Kerndesigns, um sich auf mögliche Eventualitäten vorzubereiten.
Die zentrale Bedrohung durch Quantencomputing für das Bitcoin-Netzwerk liegt im Shor-Algorithmus, einem Quantenprozess, der komplexe diskrete Logarithmusprobleme exponentiell schneller lösen kann als jeder klassische Computer. Obwohl es mathematisch unmöglich ist, dass ein klassischer Computer den Elliptic Curve Digital Signature Algorithm (ECDSA) von Bitcoin umkehren kann, kann ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer mühelos einen privaten Schlüssel aus einem offenen öffentlichen Schlüssel ableiten.
Die neueste Initiative von Galaxy Digital zielt darauf ab, dieser und anderen existenziellen Bedrohungen durch Quantencomputing entgegenzuwirken. Auch andere Akteure im Bitcoin-Ökosystem arbeiten auf eine sichere Zukunft hin. Zum Beispiel führte die Bitcoin-Entwicklungsgemeinschaft BIP-360 und BIP-361 in Bitcoin-Code-Repositorien ein. Diese Vorschläge schaffen Post-Quanten-resistente (P2QRH)-Adresstypen und legen einen stufenweisen „Sunset“-Migrationspfad fest, um Nutzer zu zwingen, Mittel aus alten, gefährdeten Adressen zu verschieben.
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