Multicoin-Mitbegründer erklärt: 'Web3 ist tot'

Multicoin-Mitbegründer erklärt, „Web3 sei tot“ inmitten der Krypto-Identitätskrise

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Multicoin-Mitbegründer erklärt: 'Web3 ist tot'
  • Kyle Samani sagt, Web3 sei tot und argumentiert, dass nur DeFi und DePIN im Bereich Krypto noch tragfähig seien.
  • Krypto steht vor einer Identitätskrise, da Institutionen einsteigen und frühe Nutzer aussteigen.
  • Befürworter verweisen auf RWAs, Prognosemärkte und KI als Wachstumstreiber für Web3.

Kyle Zesummei, Mitbegründer von Multicoin Capital, hat erklärt, dass „Web3 tot ist.“ Samani sagte, dass nur dezentrale Finanzen (DeFi) und dezentrale physische Infrastrukturnetzwerke (DePIN) innerhalb der Kryptowährung bedeutende Sektoren bleiben.

Seine Äußerungen waren eine Reaktion auf Bedenken von Eli Ben-Sasson, der vermutete, die Kryptoindustrie stehe vor einer Identitätsknis. Seiner Meinung nach beschleunigt sich die institutionelle Verbreitung, während viele frühe Krypto-Teilnehmer den Bereich verlassen.

Die Identitätskrise der Krypto

In seinem Tweet sagte Ben-Sasson, CEO von StarkWare und Mitbegründer von Zcash, dass mehrere langjährige Branchenakteure sich von Krypto zurückgezogen haben. Unterdessen setzen traditionelle Finanzinstitute und Mainstream-Investoren zunehmend auf digitale Vermögenswerte.

Dieser Trend stellt jedoch eine der ursprünglichen Erzählungen der Kryptowährung infrage. Frühe Krypto-Befürworter förderten die Technologie als Möglichkeit, die Abhängigkeit von traditionellen Finanzsystemen zu verringern. Als Antwort auf den Beitrag sagte Samani:

„Web3 ist tot. Alles, was wir haben, sind DeFi und DePIN.“

Die Aussage löste eine Debatte in der gesamten Krypto-Community aus.

Sichtweise der Gemeinschaft

Bemerkenswert ist, dass einige Kommentatoren zustimmten, dass viele Web3-Anwendungen Schwierigkeiten hatten, eine breite Akzeptanz zu erreichen.

Investor Santiago Voss argumentierte, dass der stärkste Anwendungsfall von Krypto weiterhin die Finanzinfrastruktur und nicht vollständig On-Chain-Konsumentenanwendungen ist.

Er schlug vor, dass ein praktischerer Ansatz darin bestehen könnte, traditionelle Web2-Produkte zu entwickeln und gleichzeitig Krypto-Finanzschienen zu integrieren. Seiner Ansicht nach ist das praktikabler, als jeden Aspekt einer Anwendung in die Kette zu stellen.

Andere verwiesen auf größere Herausforderungen der Branche. Mark Marshall sagte, dass Krypto-Inhalte auf sozialen Medienplattformen weniger sichtbar geworden sind. Er führte einen Teil des Rückgangs auf weitverbreitete Betrügereien zurück, die das öffentliche Image der Branche beschädigten.

RWA, Prognosemärkte, DeFi-Wachstum als Gegenargumente

Andererseits stellte der Krypto-Kommentator Payne fest, dass mehrere Sektoren weiterhin wachsen. Er hob das Wachstum der Real-World-Asset-(RWA)-Tokenisierung, Prognosemärkte und dauerhafter dezentraler Börsen wie Hyperliquid hervor. Laut Payne zeigen diese Entwicklungen, dass Innovation in der gesamten Branche weiterhin aktiv ist.

Er verwies außerdem auf künstliche Intelligenz als wichtigen Treiber für Experimente und Nutzerübernahme. Obwohl KI ursprünglich nicht als Teil der Web3-Bewegung galt, glaubt Payne, dass sie neue Chancen innerhalb des Sektors schafft.

Seiner Meinung nach spiegelt das aktuelle Umfeld eher eine vorübergehende Marktlangeweile wider als den Zusammenbruch der Web3-Vision.

DePIN

Unterdessen stellten sich einige Nutzer in Frage, ob DePIN genügend bedeutende Projekte produziert hat, um die Begeisterung um den Sektor zu rechtfertigen.

Dennoch bleibt DePIN eine der am schnellsten wachsenden Erzählungen in der Kryptobranche. DePIN-Projekte nutzen Blockchain-Anreize, um reale Infrastrukturnetzwerke aufzubauen und zu betreiben. Dazu gehören drahtlose Konnektivität, Rechenressourcen, Speichersysteme und Energieinfrastruktur.

Saman deuten darauf hin, dass er glaubt, dass infrastrukturorientierte Modelle zusammen mit DeFi die langlebigsten und wirtschaftlich tragfähigsten Teile des Krypto-Ökosystems darstellen.

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